Neuer Anlauf für Rock in den Ruinen gescheitert

Rock in den Ruinen war ein Name, der zwei Jahrzehnte gerade in diesen Januar-Tagen häufig fiel, wenn die Bands vorgestellt wurden. Doch 2014 war alles anders - Absage statt Top-Acts. Und auch 2015 wird es trotz Bemühungen keinen Ruinen-Rock geben. Das Ende einer Dortmunder Musik-Marke? Wir erklären an dieser Stelle die Hintergründe.

Hörde.. Auf dem Phoenix-West-Gelände war der Aufwand zu groß, die Vielzahl an Auflagen zu teuer geworden. "Doch es gibt letztlich keinen anderen Ort in Dortmund, wo so etwas möglich ist. Und die Bedingungen, die wir erfüllen müssten, haben sich nicht geändert", sagt Sebastian Kopietz (Foto) von der SPD Hörde und einer der Mitbegründer des Festivals, an dem immer auch die Jusos im Dortmunder Süden beteiligt waren.

Keine Rückkehr zur Syburg

"Es muss wirtschaftlich sein. Bei unserem Konzept, die Eintrittspreise gering zu halten, wäre das auch in diesem Jahr nicht möglich gewesen", sagt Patrick Arens, der Rock in den Ruinen mitveranstaltet hatte. Bereits 2014wurde das Festival abgesagt.Der Weg zurück zur Syburg, wo das Festival vor 20 Jahren begonnen hatte, ist wegen Problemen bei der Feuerwehr-Zufahrt verwehrt.

Und dahinter sind die Möglichkeiten für Open-Air-Veranstaltungen in Dortmund dann tatsächlich rar."In Kategorien wie Juicy Beats können wir nicht denken", sagt Sebastian Kopietz. Es bleibt zumindest der Willen, den Namen "Rock in den Ruinen" noch nicht endgültig zu begraben.

Letzte Chance 2016?

"Ein Festival von diesem Charakter, das regionale Nachwuchsbands und überregionale Größen zusammenbringt, fehlt in Dortmund", so Kopietz. Einen neuen Anlauf für 2016 schließt er deshalb nicht aus, er würde das Festival gerne im Dortmunder Süden halten, wo es herkommt.

Für Phoenix-West gibt es in Sachen Musik immerhin positive Botschaften. Die Phoenix-Halle für Live-Konzerte ist auf dem Weg. Und der Gedanke von Pop-Kultur am Industriedenkmal, dem ja auch Rock in den Ruinen zuletzt zugrunde lag, bleibt zumindest am Ort platziert.