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Neuer Angriff auf Eichlinghofer Schulbus

21.06.2012 | 06:00 Uhr
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Neuer Angriff auf Eichlinghofer Schulbus
Schon beim ersten Versuch, die Schulbuslinie nach Menglinghausen zu kippen, protestierten Eltern und Kinder gegen diese Pläne. Foto: Klaus Pollkläsener

Eichlinghofen.   Die Verwaltung will in einer Dringlichkeitsentscheidung druchdrücken, dass der Schulbuis von Eichlinghofen nach Menglinghausen gekappt wird – zum Ärger von Olaf Radtke. Der bisherige Ratsvertreter reklamiert eine intensive Beteiligung der politischen Gremien, um dem Elternwillen gerecht werden zu können. Denn die Schulpflegschaft voetiert gegen jede Einschränkung.

Die Verwaltung unternimmt einen neuen Versuch, die Schulbuslinie von Eichlinghofen nach Menglinghausen zu kappen. Nach Schulende soll der Bus die Grundschul-Kinder nicht mehr nach Menglinghausen fahren. Das wird nun in einer Vorlage dem Landesbeauftragten Harald Heinze für einen Dringlichkeitsentscheid vorgelegt.

„Ein Unding“, ärgert sich Olaf Radtke, bisheriger Ratsvertreter und Frontmann der SPD in Menglinghausen. Er kritisiert, dass die Schulverwaltung ausgerechnet die „Rat-lose“ Zeit ausnutze, um eine unpopuläre Entscheidung durchzudrücken.

Weder der Schulausschuss noch die Bezirksvertretung könnten gehört werden. Der Landesbeauftragte für Dortmund kenne die Vorgeschichte gar nicht ausreichend und solle nun eine „hoppla-hopp Entscheidung“ gegen den erklärten Elternwillen treffen.

Als besonders ärgerlich wertet Olaf Radtke bei diesem neuen Vorstoß, dass die Schulverwaltung damit nun ihre eigenen Versäumnisse kompensieren wolle: Schon beim ersten Versuch die Schulbuslinie zu kappen, sei dies rechtswidrig an den Gremien vorbei geschehen. Danach sollte der Politik bis Ende 2011 eine Entscheidungs-Vorlage an die Hand gegeben werden. Dass dies nun in den beratungsfreien Zeitraum falle, findet Radtke empörend.

Eine Entscheidung könne gewiss bis zur Konstituierung der neuen Bezirksvertretung und des neuen Rates warten, ist Jurist Radtke überzeugt. Die Schulpflegschaft der Eichlinghofer Grundschule habe einhellig die Einstellung des Schulbusverkehrs auch für den Nachmittagsbereich abgelehnt. Ihr sei eine intensive Beteiligung der Gremien versprochen worden. Angesichts von lediglich 10 000 € Einspareffekt im Jahr gehe die Sicherheit der Kinder vor.

Katrin Kroemer

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