Nach Eisenoxid-Fund: Rüpingsbach erhält neue Filteranlage

Das Umweltamt Dortmund bestätigt: Das Eisenoxid, das im Februar den Rüpingsbach rot eingefärbt hat, schadet den Tieren in dem renaturierten Gewässer und hemmt die Entwicklung in dem Bereich. Die beteiligten Unternehmen und die untere Wasserbehörde haben sich aber auch bereits auf eine Lösung geeinigt.

Menglinghausen.. Ungesund rot sahen Wasser und Bachbett des Rüpingsbaches Anfang des Jahres aus. Grund waren eingeleitete Grubenwasser aus der ehemaligen Zeche Gottesleben, die über den Kirchhörder Bach in den Rüpingsbach gelangt sind. Dort wird - natürlich - Eisen ausgewaschen, das als Eisenoxid (im Grunde Rost) dann ins Gewässer gelangt.

Das Einleiten des Wassers durch die Alte Haase Bergwerksgesellschaft, eine RWE-Tochter, ist genehmigt und rechtens. Doch die Leitungen verstopfen mit der Zeit und müssen mit viel Wasser durchgespült werden - was wiederum nicht genehmigt war.

Mindestens kurzfristig geschädigt

Untersuchungen der unteren Wasserbehörde haben nun ergeben, dass die zusätzliche Belastung durch die Eisenoxide die im Rüpingsbach lebenden Tiere schädige. Gefunden wurden die Rückstände etwa auf Bachflohkrebsen, in Gefahr sind zudem Köcherfliegen und eine Stichlingsart.

"Die sich im 'frisch' umgestalteten Rüpingsbach entwickelnde Lebensgemeinschaft wurde durch den Spülstoß wahrscheinlich in ihrer Entwicklung auf ein früheres Niveau zurückgesetzt", heißt es in dem Bericht.

Filteranlagen ab 2016 möglich

Die RWE beziehungsweise ihr Tochterunternehmen Alte Haase, die Emschergenossenschaft und die untere Wasserbehörde haben sich bereits darauf geeinigt, wie weitere Belastungen im renaturierten Rüpingsbach verhindert werden sollen.

Die alte Leitung in den Kirchhörder Bach soll erneuert und künftig wartungsärmer sein. So sind Spülungen, wie sie im Februar problematisch war, seltener nötig. Zudem soll der Bach mit Becken, in denen sich die Rückstände absetzen, und natürlichen Filtern wie Pflanzen gereinigt werden.

Die Maßnahmen sind soweit geklärt, entsprechende Genehmigungen sollen bis Ende 2015 folgen. Unmittelbar darauf sollen sie umgesetzt werden. Zu den Kosten hält sich RWE bedeckt, das Umweltamt geht von circa 85.000 Euro für den Bau aus, hinzu kommen Kosten für Pflege und Unterhalt der Anlagen.

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