Nach Angriff auf Schüler: 12 Tatverdächtige

Nach dem Angriff einer Gruppe Jugendlicher im August 2015 auf mehrere Schüler in Hörde konnte die Polizei weitere Tatverdächtige identifizieren. Die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen.

Hörde.. Die Zahl der Beschuldigten ist laut Staatsanwalt Henner Kruse von neun auf zwölf gestiegen. Die Angreifer sind zwischen 15 und 19 Jahren alt. Die Ermittlungen der Polizei zielen auf gefährliche Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ab. Abgeschlossen sind die Ermittlungen noch nicht. Die Polizei arbeitet Details in die Akte ein. Voraussichtlich Ende Januar übergibt sie die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft, die dann über Anklagen entscheiden wird.

Schüler angegriffen

Da die Tatverdächtigen noch jugendlich sind, muss das Jugendgericht über das weitere Verfahren entscheiden. Zu prüfen ist auch, ob über Schuld und Unschuld der Beschuldigten in einem gemeinsamem Prozess entschieden oder getrennt über sie verhandelt wird. Die Jugendgruppe hatte im August auf der Wellinghofer Straße in Hörde aus nichtigem Anlass mehrere Schüler der Konrad-von-der-Mark-Schule und des Goethe-Sportgymnasium angegriffen.


Dafür benutzte sie Messer, eine Eisenstange, eine Metallkette und Stöcke. Ein zufällig vorbeifahrendes Streifenteam der Polizei bemerkte die Tat und forderte wegen massiver Gewalt Unterstützung an. Polizisten berichteten von "erheblichen" Widerstandshandlungen. Die Polizei konnte den Fall dank zahlreicher Zeugenaussagen auch von unbeteiligten Passanten schnell aufklären.

"Die haben eine Ansage bekommen"

Die Justiz muss nicht nur über rechtliche Folgen auf die Gewalttaten in Hörde reagieren. Laut Polizei sind aktuell sechs der beschuldigten Jugendlichen in anderen Bereichen wie Ladendiebstahl und Schwarzfahren aufgefallen, jedoch nicht bei Gewalttaten. Polizeisprecher Gunnar Wortmann: "Die haben eine Ansage bekommen."

Mit Anklagen ist in der ersten Jahreshälfte 2016 zu rechnen. Prozesstermine sind deshalb nicht absehbar. Verhandlungen vor Jugendgerichten sind in der Regel nicht öffentlich.