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Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert

08.08.2012 | 10:00 Uhr
Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
Das Krankenhaus Bethanien in Dortmund-Hörde.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.  Dass Herbert Fleischhauers Mutter bald sterben würde, war klar. Dennoch ist der 54-Jährige fassungslos, unter welchen Umständen er vom Ableben der Mutter erfuhr – eine makabere Krankenhaus-Posse. Und dann gab es auch noch Ärger mit dem Senioren-Stift.

Herbert Fleischhauer ist ein Mann mit freundlichen Augen, die sehr dunkel werden, wenn er traurig oder wütend ist. Jetzt sind sie fast tiefschwarz. Und das liegt nicht nur daran, dass seine Mutter am letzten Donnerstag starb. Dass sie bald sterben würde, das wusste der Kraftfahrer lange. Fassungslos ist er über das, was er im Bethanien-Krankenhaus nach ihrem Tod erlebte.

Annemarie Fleischhauer (86) wohnte bis zum 2. August im Johanniter Stift am Marksbach. Ihre Nieren waren schon länger krank und auch die Leber funktionierte nicht mehr so, wie sie soll.

In der Nacht vom 1. auf den 2. August gegen 0 Uhr ruft ein Pfleger aus dem Stift bei ihrem Sohn an. Seine Mutter sei gerade vom Notarzt ins „Bethanien“ gebracht worden. Ihr gehe es nicht gut, aber sie sei ansprechbar. Fleischhauer wartet bis zum Morgen. Um 8 Uhr ruft er in der Rezeption der Klinik an und bekommt dort die Auskunft, dass seine Mutter schon wieder entlassen wurde.

Rezeption konnte nicht weiterhelfen

Der 54-Jährige ist erleichtert und meldet sich umgehend im Johanniter-Stift. Doch dort ist seine Mutter nie angekommen. Der Kraftfahrer ruft wieder im Krankenhaus an, aber die Rezeption kann ihm nicht weiterhelfen. Fleischhauer setzt sich sofort ins Auto und fährt in die Klinik. Erst vor Ort erfährt er, auf welchem Zimmer seine Mutter lag, bevor sie angeblich entlassen wurde. Auf Station 7 dann der Schock: Die Oberärztin teilt ihm mit, dass Annemarie Fleischhauer um 4 Uhr morgens gestorben ist.

Fleischhauer ringt nach Worten, während er erzählt. Die Ärztin entschuldigte sich damit, dass die Info-Mappe, die das Heim seinen Bewohnern auf den Weg ins Krankenhaus mitgibt, nicht auffindbar gewesen sei. Deshalb habe sie keine Telefonnummer von ihm gehabt. Den Überleitungsbogen findet sie jedoch während des Gesprächs. Und die Dame in der Rezeption habe sich auch nicht über den Entlassungsgrund informiert, sagt später Ute Panske, Geschäftsführerin der Ev. Krankenhaus GmbH, zuständig für die Kliniken in Hörde und Lütgendortmund. „Vom Nachtdienst gab es noch keine offizielle Nachricht, dass die Patientin verstorben ist“.

„Menschliches Versagen in zwei Fällen“ sei der Grund für dieses „Versehen“, betont Panske, die den Vorfall sehr bedauert. Ihre Aufgabe liege nun darin, die Mitarbeiter zu sensibilisieren: „Das kommt wieder auf meinen Stapel“.

Weitere Vorwürfe gegendas Bethanien-Krankenhaus

Der ist in den letzten Wochen schon gewachsen: Das „Bethanien“ steht wegen eines Vorwurfs der unterlassenen Hilfeleistung ebenso in den Schlagzeilen, wie wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung einer 82-jährigen Frau . „Das wird uns noch ein paar Wochen beschäftigen“, sagt Panske.

Etwas mehr Zeit hätte auch Fleischhauer gern gehabt. Denn der nächste Schock wartete noch am Todestag seiner Mutter im Senioren-Stift. Dort spricht die Heimleitung ihr Beileid aus, dann erfährt er, dass er am selben Tag das Zimmer seiner Mutter räumen muss. Damit der Nächste auf der Warteliste einziehen kann.

Abschied nehmen, von der Mutter, das konnten der Kraftfahrer und seine Schwester erst im Beerdigungsinstitut. Dabei hätte er gern noch eine Weile ihre Hand gehalten, im Krankenhaus. Diese Möglichkeit wurde ihm verwehrt. Und Herbert Fleischhauer, langjähriger Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkasse, fühlt sich jetzt „wie ein Mensch zweiter Klasse.“

Susanne Meyer



Kommentare
09.08.2012
08:27
Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von Lancelot66 | #26

Herzliches Beileid Herr Fleischhauer.

Ich habe meine Mutter auch erst vor kurzem verloren und kann somit nachfühlen, was sie gerade durchmachen.

Aber wenn ihnen schon länger klar war, dass ihre Mutter bald sterben würde, hätte ich an ihrer Stelle sofort reagiert, wenn mich das Pflegeheim angerufen hätte.

Ganz bestimmt hätten sie sich in Ruhe von ihrer Mutter verabschieden können, denn als Sohn hätten sie natürlich das Recht gehabt, sie zu besuchen.

Das das Krankenhaus sie nicht in der Nacht informiert hat, ist zwar bedauerlich, aber die Ärzte sind meist in der Nachtschicht überlastet und haben drei oder vier Stationen zu überwachen. Die Rezeption hatte bestimmt keine Kenntnis und darf am Telefon sowieso keine Informationen geben.

Ich glaube, dass sie, wenn sie um 4 Uhr nachts angerufen worden wären, sich auch beschwert hätten, da sie aus ihrem wohlverdienten Tiefschlaf geholt wurden.

09.08.2012
01:47
Obermoralisten allez!
von vaikl2 | #25

Diejenigen, die nun auf den Sohn verbal und moralisierend einschlagen, haben garantiert noch nie eine solche Situation durchmachen müssen - weder als Erkrankter noch als Angehöriger.

Ich habe vor 2 Monaten einen Nachbarn mit Zuckerschock und Niereninsuffizienz als Notfall nachts um halb eins in eine Klinik im Dortmunder Westen eingeliefert und durfte, selbst als einzig verfügbare Kontaktperson dieses Menschen, weder mit auf die Intensivstation noch mich mit dem Bereitschafts-Arzt unterhalten. Die erste Möglichkeit, mit dem Nachbarn in Kontakt zu kommen, gab es erst morgens während der normalen Stationsschichten.

Für die nächtliche Ablehnung gibt es seitens des Krankenhauses sehr konkrete und nachvollziehbare Gründe während einer Nachtschicht und das nachträgliche organisatorische Chaos mit der Unkenntnis über den Todesfall wäre wahrscheinlich auch bei einem nächtlichen Besuch des Sohnes genauso passiert, wenn er ebenso wie ich wieder nach Hause geschickt worden wäre.

1 Antwort
Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von sdroste | #25-1

Das ist so nicht richtig. Da Sie nicht als Angehöriger gelten haben Sie in einer Notfallsituation weder ein Auskunftsrecht, noch sind Sie zunächst für das KH eine Bezugsperson, sondern der Nachbar. Auskünfte dürfen nur an direkte Angehörige gegeben werden (Eltern, Kinder, nächste Angehörige) aber nicht an "Nachbarn". Wäre ja auch noch schöner.

Erst wenn der Patient sein Einverständnis erklärt hat (geht auch über eine Vollmacht) werden Sie in der Regel Auskunft bekommen.

Im übrigen das einzige was ich wirklich befremdlich finde, ist das der Sohn sich an die Presse wendet. Ich kann wirklich keinen großartigen Fehler des KHs erkennen. Das die Pforte die Mutter nur als entklassen im EDV System erkennen kann, ist den Programmen geschuldet aber weder dem KH noch der Pforte anzulasten. Ich bin auch reltiv sicher, dass wenn der Sohn sich ausreichend artikuliert hätte, wäre eine Verbindung zur Intensiv Station (mit Notarzt eingeliefert) hergestellt worden.

09.08.2012
01:40
joergel | #23
von dummmberger | #24

Ihre Aussage war eindeutig falsch. Wenn sie meine Korrektur als "Wortklauberei" bezeichnen, ist das Ihre Sache. Damit kann man natürlich jeder sachlichen Diskussion aus dem Weg gehen.

Es ist schon auffällig, wieviele Kommentatoren hier bei derwesten gerade bei Todesfällen nichts eiligeres zu tun haben, als die Toten oder deren Angehörige zu beschimpfen.
Anscheinend brauchen das manche für ihr Selbstwertgefühl.
Gott sei Dank findet man solches Verhalten draußen im richtigen Leben nur selten.

13 Antworten
Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von joergel | #24-1

Ich finde es ist die Pflicht eines erwachsenen Kindes bei Tod seiner Eltern nach Möglichkeit dabei zu sein. Sie mögen das von mir aus als Selbstgerecht bezeichnen.

Ich jedenfalls habe bisher danach gelebt, weil ich dies als selbstverständlich betrachte. Deshalb war ich beim Tod meines Vaters, meiner Mutter und auch anderer Menschen die mir nahestanden dabei, als sie starben.

Mein Vater z.B. lebte in Bayern und wurde schwer krebskrank. Wir lebten hier mit 3 Kindern auf 74 Quadratmetern. Ich habe meinen Vater höchstpersönlich mit dem Krankenwagen zu uns geholt. Ich arbeitete damals im Rettungsdienst und hatte die Möglichkeit, meine Frau hat ihn gepflegt.

Er wurde im Laufe mehrerer Monate immer wieder ins Krankenhaus gebracht - und konnte jederzeit sterben. Soweit es meine Arbeit erlaubte war ich jedesmal dabei, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit, bis er endgültig starb.

Es geht also, man muß es nur wollen. Aber sich in so einer Situation ins Bett zu legen ist einfach unmöglich...

@joergel | #24-1
von vaikl2 | #24-2

"Soweit es meine Arbeit erlaubte"...

Stellen Sie etwa Ihre Arbeit über familiäre Pflichten? Doppelmoral allez...

Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von joergel | #24-3

Sie sind ja ein ganz Schlauer. Stellen sie sich vor, so nach dem 7 - 8 Mal spielte mein Arbeitgeber nicht mehr mit. Ich hätte dann ja samt Familie und krankem Vater Arbeitslosengeld und gleich eine neue Wohnung beantragen können. Die war nämlich auch an den Arbeitgeber gebunden...

@joergel | #24-1
von vaikl2 | #24-4

Noch was: Woher nehmen Sie eigentlich die selbstherrliche Gewissheit, dass wir und vor allem ihr Sohn die im Artikel Verstorbene zum Zeitpunkt der Einlieferung als "im Sterben liegend" betrachten müssten? Probleme mit Nieren und Leber sind auch bei älteren Menschen kein "Todesurteil" und lassen sich nicht mit der Leidensgeschichte Ihres Vaters vergleichen, so leid mir diese auch tut.

Es soll auch durchaus normal denkende und normal handelnde Familienmenschen geben, die mit solch einer Einlieferung nicht sofort das Allerschlimmste befürchten und die paar Stunden bis zum Morgen und einem dann sinnvollen Besuch abwarten möchten.

@joergel | #24-3
von vaikl2 | #24-5

Ja, ich bin ein ziemlich Schlauer, weil ich nämlich vor 4 Jahren die gleiche Leidensgeschichte mit meiner schwer krebskranken Mutter durchgemacht habe (es war zunächst "nur" ein Brustkrebs-Verdacht) und trotz Beruf bei jeder per Telefon festgestellten Unsicherheit bei der medizinischen und pflegerischen Betreuung sofort im JoHo war, um diese Dinge zu klären und meiner Mutter Hilfe zu leisten.

Dank der super Betreuung und Kooperation auf der Palliativ-Station im JoHo war diese zeitraubende Sterbebegleitung auch für meine Arbeitgeber und Kunden kein echtes Problem.

Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von joergel | #24-6

Nur zur Information. Das ist nicht "mein" Sohn. Und woher ich die Gewißheit nehme, dass die Verstorbene zum Zeitpunkt der Einlieferung als "im Sterben liegend" zu betrachten war?

Wie wollen sie sonst wohl den ersten Satz aus dem Artikel interpretieren:
"Dass Herbert Fleischhauers Mutter bald sterben würde, war klar."

Zum zweiten: Es war ein Notarzt vor Ort, der die Frau ins Krankenhaus gebracht hat. Ein Notarztwagen aber kommt nur in lebensbedrohlichen Fällen oder Fällen in der die Gesundheit eines Erkrankten/Verunglückten schwerstens zu schädigen droht. Er macht die Patienten transportfähig, um sie überhaupt ins Krankenhaus bringen zu können.

Das hat nichts mit dem ärztlichen Notdienst über 116117 zu tun, der z.B. bei einer Magenverstimmung kommt und ein Rezept ausstellt. Den Unterschied zum Rettungsdienst über 112 sollte man auch als Privatmensch kennen.

Aus diesen Tatsachen geht eindeutig hervor, wie es um die Frau stand. Da legt man sich als Sohn nicht ins Bett und pennt...

@joergel | #24-6
von vaikl2 | #24-7

Mit dem Unterschied zwischen "Ihr" und "ihr" haben Sie es nicht so, oder?

"Bald sterben" und "Ihr gehe es nicht gut, aber sie sei ansprechbar" sind für intelligente Mitteleuropäer eigentlich zwei verschiedene paar Schuhe, es sei denn, man vermutet hinter jeder ärztlichen Aktion sofort Pfusch und Todesgefahr. Muss ein RTW-Fahrer-Reflex sein, der Sie da gerade überkommt.

"Ein Notarztwagen aber kommt nur in lebensbedrohlichen Fällen" - oh, da müssen Sie aber *sofort* die restliche Bevölkerung informieren, denn dann sparen wir uns ja die ganzen Falschalarme bei der Notrufzentrale, wenn es Altenheim-Bewohnern schlecht geht und Niemand im Stift die medizinische Verantwortung übernehmen kann oder will.

Aber Sie waren sicherlich von der "Diagnose" des Stifts über die Alarmierung bis zur Einlieferung in jeder Sekunde dabei. Dann könnten Sie allerdings nicht gleichzeitig beim Sohn gewesen sein, um dessen Schlafneigung zu überprüfen. Ihre Argumentation hat was von RTL2...;-)

@@joergel | #24-6
von vaikl2 | #24-8

Und nochmal noch was: Wenn Sie öffentlich darauf bestehen, dass Sie sich persönlich dem Sohn moralisch überlegen fühlen, weil Sie irgendwie anders gehandelt hätten, dann sollten Sie auch öffentlich darlegen und beweisen, dass allein *Sie* alle Fakten und alle situationsabhängigen Entscheidungen wirklich *kennen* und nicht nur irgendwo abgelesen haben, bevor Sie moralische Urteile über andere Menschen zu fällen versuchen.

@vaikl2
von joergel | #24-9

Es reicht aus die Fakten des Artikels zur Beurteilung heranzuziehen. Da steht das die Patientin vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht wurde. Das heißt, die Frau war lebensbedrohlich erkrankt. Ansonsten wäre sie nicht notfallmäßig und unter ärztlicher Begleitung zum Krankenhaus gebracht worden. Darüber wurde der Sohn gegen 0 Uhr informiert. Reagiert hat er erst um 8 Uhr am nächsten Morgen.

Alles andere ist Quatsch. Ein Notarzteinsatz bedingt nicht, das *sofort* die restliche Bevölkerung informiert werden muß, hat weder etwas mit Falschalarmen zu tun, noch damit das niemand die medizinische Verantwortung übernehmen will.

Es hat auch nichts mit moralischer Überlegenheit zu tun, wenn ich in vergleichbarer Situation anderes gehandelt habe. Es zeigt nur, das sie völlig falsch liegen mit ihrer These, Kritik übende "haben garantiert noch nie eine solche Situation durchmachen müssen - weder als Erkrankter noch als Angehöriger".

Für einen "ziemlichen Schlauen" klingt dies eher ziemlich dumm...

Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von dummmberger | #24-10

Oh, seid Ihr immer noch dran?

Witzig, dass Herr joergel die Glucken-Mutti als "ich-bezogen" beschimpft hat, weil sie uns hier ihre Geschichte erzählt hat und uns nun in aller Breite seine eigene Story ausbreitet.

Was wäre übrigens gewesen, wenn Ihr Vater während Ihrer Arbeitszeit gestorben wäre? Dann müssten Sie sich vermutlich auch beschimpfen lassen, weil Ihnen die Arbeit wichtiger war als Ihr Vater.

Aber bitte, macht weiter mit Eurer Heuchelei, wenns Euch denn was gibt.

@Dummmberger
von joergel | #24-11

Herr Dummmberger will wieder mal gar nichts verstehen.

Die Glucken-Mutti hat schließlich eine Beleidigung ausgesprochen: "Aber ich würde mich SCHÄMEN so über jemand anderen zu URTEILEN, wie es hier viele User tun !" Wenn sie es witzig finden sich dagegen zu wehren, ist das ihre Sache. Nur was sie daraus konstruieren hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

Außerdem ist es ein Unterschied ob jemand durch die Arbeit gebunden ist, der deswegen schon mehrfach bis an die Grenze des machbaren abwesend war - oder ob jemand der genügend Zeit und Gelegenheit hat, sich lieber ins Bett legt als bei seiner sterbenden Mutter zu sein.

Im Übrigen, solange sie hier Tatsachen verdrehen um andere zu diffamieren, sollten sie mit dem Begriff Heuchelei etwas vorsichtiger sein. Wenn sie auf andere zeigen, zeigen nämlich 3 Finger auf sie selbst...

@joergel | #24-9
von vaikl2 | #24-12

Wenn Sie medial so "erfahren" sind, dass Sie alle Details des Notarzt-Einsatzes, der Diagnose und der Krankenakte aus einem kurzen Lokalzeitungsartikel entnehmen können, dann sind Sie bestimmt auch so versiert, uns zu erklären, warum "Fleischhauer wartet bis zum Morgen" für Sie nur bedeutet, dass sich Jemand ins Bett gelegt haben muss.

Sie lesen und interpretieren das, was Sie lesen *wollen*, damit Sie Ihre Aufgeregtheit als völlig Unbeteiligter in die Welt posaunen können. Ich will Sie dabei nicht weiter stören, sonst bricht für Sie noch eine Weltanschauung zusammen.

@vaikl2
von joergel | #24-13

Ich will es ihnen gerne erklären, da sie offenbar überhaupt nicht wissen wovon sie sprechen.

Für den Einsatz eine Notarztes gibt es klare Richtlinien. Die werden vom Leitstellendisponenten beim Notruf erfragt und nur in zutreffenden Fällen wird der Notarzt alarmiert. Ansonsten erfolgt lediglich der Einsatz eines Rettungswagens, Krankenwagens oder der Verweis auf den ärztlichen Notdienst, je nach Schwere des Ereignisses.
http://www.baek.de/page.asp?his=1.306.1125.1134

Alllein die Tatsache das der Notarzt tätig wurde und die Patientin unter seiner Begleitung dem Krankenhaus zuführte, beweist die Notwendigkeit des Einsatzes und damit die Schwere der Erkrankung. Mehr muß man davon nicht wissen.

Außerdem ist es völlig egal, warum jemand 8 Stunden wartet um sich nach seiner sterbenskranken Mutter zu erkundigen, die mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht wurde...

Im Übrigen treffen ihre Vorwürfe genau so auf sie selbst zu. Wie wär`s denn wenn sie dies auch selbst beherzigen würden?

09.08.2012
00:58
Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von joergel | #23

Na, Hauptsache sie haben wieder alles verstanden. Wortklauberei war ja schon immer ihre große Stärke.

Ja, es stimmt, das Krankenhaus hat bei einer vor weniger als 4 Stunden eingelieferten Patientin, der Notarzt-Transport und dessen Notfall-Maßnahmen sind natürlich abzuziehen, versäumt den Sohn zu informieren, das seine sterbenkranke Mutter verstorben ist.

Von der dieser Mann wußte das sie jederzeit sterben kann und der darüber informiert war, das sie mit dem Notarzt ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Da ist es natürlich völlig abwegig mit dem Tot der Mutter zu rechnen und man kann sich beruhigt ins Bett legen.

Wenn sie dafür Verständnis haben und auch nach dafür, dass dieser vor Trauer gebeugte Mann anschließend bei der Presse ein Faß aufmacht, können sie von mir aus mit der Glucken-Mutti glücklich werden. Nur glauben sie nicht das andere das gleiche Verständnis aufbringen...

1 Antwort
Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von Glucken-Mutti | #23-1

Sie tun mir leid.

09.08.2012
00:30
joergel | #21
von dummmberger | #22

Sie haben anscheinend weder den Artikel noch den Beitrag der Glucken-Mutti verstanden.

Herr F hat nicht "das Krankenhaus dafür verantwortlich macht, dass seine Mutter in der Nacht verstorben ist", sondern dafür, dass er nicht informiert wurde und 4 (!!) Stunden nach dem Tod von der Klinik die falsche Information erhält, dass seine Mutter entlassen wurde.

Da sind gleich 2 heftige Fehler im Krankenhaus passiert und das wird auch von niemandem bestritten.

Und trotzdem stürzen sich hier die meisten Kommemntatoren wie bekloppt auf den Sohn. Niemand kennt die Vorgeschichte, niemand weiß, ob die alte Dame nicht schon häufiger notfallmäßig ins Krankenhaus gebracht wurde, sodass der Sohn den ernst der Lage nicht sofort erkennenkonnte. Aber aus der Ferne wird hier moralisch geurteilt, dass es einem übel wird.

09.08.2012
00:01
Glucken-Mutti | #18-1
von joergel | #21

"ICH hingegen vermag NICHT zu beurteilen, wie es zu der o.g. Situation kommen konnte..."- "Aber ich würde mich SCHÄMEN so über jemand anderen zu URTEILEN, wie es hier viele User tun !"

Dafür das sie so Ich-bezogen sind, können die anderen User wie z.B. ich hier nichts. Aber sie sind nicht der Mittelpunkt der Welt nach dem sich alle zu richten haben...

Sie müssen anderen Leuten schon zugestehen, dass sie nicht nachvollziehen können, wenn eine sterbenskranke Frau mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht wird und deren Sohn sich trotz sofortiger Information lieber schlafen legt - aber am nächsten Morgen das Krankenhaus dafür verantwortlich macht, das seine Mutter in der Nacht verstorben ist.

Wenn sie es für richtig halten dann trotz der großen Trauer die Presse zu mobilisieren und daraus einen vermeintlichen Sensationsartikel im Sommerloch zu konstruieren, ist das ihre Sache.

Andere Leute, wie z.B. ich, halten dies nun mal nicht für richtig und sind da eben völlig anderer Meinung...

1 Antwort
Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von Glucken-Mutti | #21-1

dann wünsche ich Ihnen, dass sie niemals eine Fehleinschätzung mit solcher Tragweite erleben werden.... denn es könnte sein, dass Sie dann von Menschen wie Ihnen fertiggemacht werden... !

Sie tun mir leid.

08.08.2012
22:20
Mal ein Wort zur Glucken-Mutti
von Juergen-Kahl | #20

Es ist immer leicht, unter dem Deckmäntelchen der Anonymität und mit einem Pseudonym, das eher einen Lachreiz verursacht, hier in Heckenschützenmanier durchs Forum zu bauseln.

Die Frage, ob Sie mir Ihre plumpen Beleidigungen auch direkt ins Gesicht sagen würden, habe ich gerade mit NEIN beantwortet, denn dazu fehlt Ihnen der sprichwörtliche A r s c h in der Hose.

08.08.2012
20:43
Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von Coko | #19

wer jetzt hier schuld hat interessiert mich mal gerade nicht, sondern ruhe in frieden alte dame.

08.08.2012
20:02
Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von barbarylane | #18

ich möchte hier nicht darüber urteilen, welche Fehler nun im Krankenhaus gemacht wurden, denn dazu fehlt mir der Einblick in die Arbeitsweisen von Krankenhäusern.
Eine Sache muss ich aber ganz klar zum Ausdruck bringen: Wenn ich einen Anruf bekomme, das meine Mutter ins Krankenhaus eingeliefert wurde, lege ich mich nicht erst schlafen, um dann am nächsten Morgen in aller Ruhe nach dem Frühstück mal eben dort vorbeizufahren, sondern ich bin AUGENBLICKLICH auf dem Weg ins Krankenhaus, ganz egal zu welcher Uhrzeit!

1 Antwort
Mutter starb in Dortmunder Krankenhaus - Sohn nicht informiert
von Glucken-Mutti | #18-1

@ 18: Schön, dass Sie so genau wissen, was SIE tun WÜRDEN, WENN... !

ICH hingegen vermag NICHT zu beurteilen, wie es zu der o.g. Situation kommen konnte... Habe selber eine schwerkranke Schwiegermutter gehabt, die am Ende ihres Lebens 2 Autostunden von uns entfernt permanent zwischen Altenheim und Krankenhaus gewechselt hat... Da KANN man gar nicht mehr bei JEDEM Anruf SOFORT und AUGENBLICKLICH in die Klinik düsen; (Sonst hätte es mich damals vermutlich meinen Job gekostet, denn das macht kein Chef mit !) Diese ganze Phase zog sich über rund ein halbes Jahr hin. und ich garantiere Ihnen: Wir hatten auch so genug Stress, Sorge und Fahrerei ! Man ist nicht automatisch ein "schlechtes" Kind, wenn man auf diese Weise u.U. den Tod der Eltern "verpasst"
P.S: Wir kamen damals übrigens rechtzeitig... weil wir damals gerade Urlaub hatten und vorsichtshalber unsere Reise abgesagt hatten... Aber ich würde mich SCHÄMEN so über jemand anderen zu URTEILEN, wie es hier viele User tun !

08.08.2012
19:47
Partik | #14
von dummmberger | #17

Was ich erwarte?
Dass man einen trauernden Menschen mit respekt behandelt.
Dass man nicht die Kommentarfunktion hier benutzt, um einen Menschen zu beschimpfen, den man nicht mal kennt.

Wo habe ich gefordert, dass das Krankenhaus "zu Kreuze kriecht"?

Ich habe weiter unten geschrieben, dass solche Fehler passieren können, für die Angehörigen aber schlimm sind.

Dass dieser Artikel wieder einmal weit über das Ziel hinausschießt, ist eine andere Sache. Das kennen wir hier ja schon zur Genüge, ob es sich nun um unsensible Busfahrer, Taxifahrer oder sonst was handelt.

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