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Hörder Bezirksvertretung

Mehr Reihenhäuser am Phoenix-See

19.02.2013 | 18:56 Uhr
Das Baufeld am Südufer des Phoenix-Sees in Hörde. Hier sollte einst auch Platz sein für sozialen Wohnungsbau - dafür sind die Grundstückspreise aber zu hoch.
Das Baufeld am Südufer des Phoenix-Sees in Hörde. Hier sollte einst auch Platz sein für sozialen Wohnungsbau - dafür sind die Grundstückspreise aber zu hoch.Foto: Peter Bandermann

Hörde.  Außerhalb des gläsernen Bürgersaals versank der Phoenix-See im Nebel. Drinnen gab es klare Worte zum See und zum umstrittenen Bebauungsplan am Südufer. Die Entscheidung: Der Plan soll angepasst werden, es sollen mehr Reihenhäuser für Normalverdiener entstehen als bisher vorgesehen.

Das Thema hatte die Bezirksvertreter Ende Januar erst überrascht und dann aufgeregt. In der aktuellsten Fassung des Bebauungsplanes waren am Südufer anstelle von angekündigten Reihenhäusern und möglichem Geschoss-Wohnungsbau fast ausschließlich Einfamilienhäuser vorgesehen.

Beschluss ohne Gegenstimme

Die gut 90-minütige Beratung am Dienstag zeigte, dass es noch eine Menge Fragezeichen gibt - formell, politisch und auch finanziell. Die Verwaltung kam den Bedenken letztlich entgegen. Die Änderung des Plans verursacht Kosten von rund 600.000 Euro. Am Dienstag beschloss das Stadtteilparlament ohne Gegenstimme, dass das Stadtplanungsamt eine neue Version prüfen soll.
Denn: An insgesamt vier Stellen in vierter Baureihe des Südufers seien Reihenhäuser umsetzbar, wie Ludger Wilde, Leiter des Planungs- und Bauordnungsamtes, mitteilte. "Wenn es politisch gewünscht ist, tut es uns zwar weh, aber es wäre dort vertretbar", so Wilde.
Dies sei ohne größere Verzögerungen des Verfahrens umsetzbar. Zweiter Teil der Debatte war die Frage nach öffentlich gefördertem Wohnungsbau an den See-Randbereichen Hermannstraße/Schüruferstraße.
Öffentlich geförderter Wohnungsbau möglich
Hierfür stünden an der Hermannstraße in Richtung Westen Flächen zur Verfügung, betonte Ludger Wilde. Auch Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft, Genossenschaften und private Investoren hatten zuletzt Entgegenkommen signalisiert. Laut Thomas Böhm als Leiter des Wohnungsamtes gebe es Investoren, die aktuell öffentlich geförderte Projekte in Seenähe prüfen wollen. "Wir sind da sehr optimistisch", meinte Böhm.

Von Felix Guth

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Kommentare
20.02.2013
09:48
Mehr Reihenhäuser am Phoenix-See - unglaublich
von Guntram | #2

Oh das wird die Anwohner von Snob Lake City aber sehr treffen. Bedeuten nicht Reihenhäuser mit ordinären Menschen auch mehr Ungeziefer in der Gegend? Das gibt doch auch bestimmt Flugrost an der M-Klasse.

19.02.2013
20:25
Verständnisfrage
von hassias | #1

Es sollen 600.000 € Steuergeld ausgegeben werden, um Wohnungsbau für Menschen zu ermöglichen, die von Steuergeldern leben? Und das, anstatt den Plan so zu lassen und Gewinne zu erlösen?

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