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Maulwürfe suchen weiter neue Heimat

08.11.2012 | 17:08 Uhr
Maulwürfe suchen weiter neue Heimat
Dieses Gelände neben der Turnhalle der Grundschule in Eichlinghofen ist nun im Gespräch.Foto: Klaus Pollkläsener

Eichlinghofen.   Der Platz vor der Kirche in Eichlinghofen ist vom Tisch. Jetzt wird ein Areal an der Grundschule Eichlinghofen geprüft.

Die zentrale Wiese in Eichlinghofen, direkt vor der Kirche und dem Kindergarten Maria Königin, wird nicht neue Heimat für die „Maulwürfe“. Nach massiver Gegenwehr aus der Gemeinde und letztlich Bedenken auch bei der Verwaltung wird für die Baroper Kita nun ein neuer Standort geprüft: Die Wiese neben der Turnhalle der Grundschule am Stortsweg.

Schon seit gut zweieinhalb Monaten, weiß Bezirksbürgermeister Hans Semmler, liegt dieser neue Standort-Vorschlag bei der Stadt auf dem Tisch – doch ein Ergebnis steht nach wie vor aus. Dabei drängt die Zeit: Die Mädchen und Jungen der Elterninitiative „Maulwürfe“ haben in ihren angejahrten Containern neben der alten Baroper Schule Am Hedreisch kein zeitgemäßes Zuhause mehr.

„Es gab zu viele Bedenken“

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Eine zweite Gruppe soll hinzukommen

Die Kita Maulwürfe entstand aus einer Elterninitiative heraus. 20 Kinder, auch unter Dreijährige, werden in der eingruppigen Einrichtung betreut.

Die Kita ist seit 1990 in den alten Containern der früheren Baroper Schule Am Hedreisch untergbracht.

Der bauliche Zustand entspricht mittlerweile nicht mehr den modernen Anforderungen einer zeitgemäßen Kinderbetreuung.

Wenn eine neue Heimat an einem anderen Standort verwirklicht wird, möchte die Kita eine zweite Gruppe einrichten.

Dass eine Lösung her muss, weiß auch die katholische Gemeinde in Eichlinghofen. Fiele aber die zentrale Wiese vor dem eigenen Gelände dafür weg, fürchtet Maria Königin um ihre eigene Zukunft. Und hatte dabei schnell die Sympathie vieler Eichlinghofer sicher: Bei einer schnell initiierten Unterschriftensammlung unterstützen Hunderte mit ihrem Namen das Anliegen, den beliebten Platz als Veranstaltungsfläche für die Gemeinde Maria Königin zu erhalten. Der Kirchenvorstand selber schlug mögliche Alternativen vor – unter anderem die Fläche neben der Turnhalle.

„Das Bauvorhaben auf der Wiese direkt vor unserer Kirche ist vom Tisch – es gab zu viele Bedenken“, berichtete der Kirchenvorstand Mittwochabend im Pfarrgemeinderat. Sorgt diese frohe Botschaft auch für ein Aufatmen, so bleiben doch auch Sorgen. Vor allen Dingen die Konkurrenz zum katholischen Kindergarten steht dabei im Fokus.

Antwort der Stadt steht aus

Gerade jetzt baut die Eichlinghofer Gemeinde an ihren Kindergarten eine U3-Betreuung an, im Frühjahr 2013, spätestens aber zum neuen Kindergartenjahr sollen die Plätze belegt werden, sagt Martin Grüning vom Kirchenvorstand. 260 000 Euro verschlingt das Projekt, die Gemeinde muss in jedem Fall wenigstens 90 000 bis 100 000 Euro davon selber stemmen.

„Uns wurden dabei nur sechs Plätze genehmigt, denn der Bedarf für Eichlinghofen sei nicht höher“, sagt Grüning und guckt mit den Verantwortlichen skeptisch auf die „Maulwürfe“. Bekommt diese Kita neue Räume, wird sie auf zwei Gruppen wachsen - ebenfalls mit Plätzen für die unter Dreijährigen. Bei ihren Sorgen wissen die Eichlinghofer den Gemeindeverband, der langfristig die Trägerschaft für alle katholischen Kindergärten übernimmt, auf ihrer Seite. Bei direkt benachbarten Kindergärten gebe es oft Spannungen, signalisierten die Experten bereits Richtung Eichlinghofen.

„Eine Konkurrenz-Situation trifft auf die Dauer nicht nur uns sondern auch den evangelischen Kindergarten“, skizziert Grüning die Situation. Noch besser wäre aus Sicht der Eichlinghofer deshalb, die Maulwürfe bekämen einen adäquaten Ersatz in ihrer Heimat Barop. Auch dafür gab es Vorschläge vom Kirchenvorstand – unter anderem den Bolzplatz am Hedreisch. Zu dieser wie zu anderen Ideen aber sei die Stadt bisher jede Antwort schuldig geblieben.

Auch die laufende Prüfung der Fläche neben der Turnhalle als neue Heimat für die Maulwürfe dauert dem Bezirksbürgermeister schon zu lange: „Wir warten händeringend auf Antwort“. Fällt sie positiv aus, können die Maulwürfe auf eine zeitgemäße Unterbringung hoffen, ein Investor steht im Grundsatz bereit. Und dafür lässt Semmler ein Bedenken jedenfalls nicht gelten: „Verkehrsprobleme. Die können bei rund 40 Kindern so schlimm nicht werden“. Die Gemeinde Maria Königin wird diese Karte auch nicht ausspielen: „Der Vorschlag kommt schließlich von uns selber“, sagt Grüning.

Katrin Kroemer



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