Mann kommt nach Unfallflucht als Schaulustiger zurück

Der Fahrradfahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der Fahrradfahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.
Foto: IDA News
Was wir bereits wissen
Ein dreister Unfallfahrer aus Dortmund hat sich der Polizei gestellt: Der 49-jährige nahm einem Herner Radler die Vorfahrt und verletzte ihn schwer.

Dortmund.. Ein dreister Unfallfahrer hat sich jetzt der Polizei gestellt: Der 49-jährige Dortmunder nahm laut Polizei am 17. März einem Radfahrer die Vorfahrt und verletzte ihn dabei schwer.

Doch damit nicht genug: Der Mann zündete sich eine Zigarette an und ging zurück zum Unfallort. Dort schaute er sich kurz um - und fuhr dann davon. Jetzt droht dem 49-Jährigen eine Gefängnisstrafe.

Schaulustige Der gehbehinderte 45-jährige Radfahrer aus Herne wurde bei dem Sturz schwer verletzt. Der Unfallverursacher soll sein Auto dann an einer naheliegenden Kreuzung abgestellt haben und dann laut Polizei "völlig desinteressiert" rauchend zurück zum Unfallort gegangen sein.

In der Pressemitteilung der Polizei heißt es weiter: "Statt zu helfen, füllte er die Rolle eines Schaulustigen aus." Bevor die Polizei an der Unfallstelle eintraf, fuhr der Mann davon. Passanten versorgten den Radfahrer. Dieser hat noch mit Folgeschäden des Unfalls zu kämpfen.

Verdächtiger fuhr ohne Führerschein

Die Polizei konnte den Unfallflüchtigen nun ermitteln. Es gab mehrere Zeugenaussagen zu dem Unfall. Der Fahndungsdruck führte laut Polizeisprecher Gunnar Wortmann dazu, dass der Mann sich der Polizei stellte. Ihn erwarten jetzt Verfahren wegen Unfallflucht, fahrlässiger Körperverletzung und zusätzlich noch Fahren ohne Fahrerlaubnis, da der Tatverdächtige keinen Führerschein hat.

Der Dortmunder wird nun "über Jahre hinweg" keinen Führerschein machen dürfen, so Polizeisprecher Gunnar Wortmann. Außerdem kann der Unfallfahrer eventuell mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren rechnen.