Das aktuelle Wetter Dortmund 7°C
Asylbewerber

Loh-Grundschule nur bis Sonntag eine Option

17.10.2012 | 17:35 Uhr
Loh-Grundschule nur bis Sonntag eine Option
In der Lohschule sind noch bis Sonntag Flüchtlinge untergebracht.Foto: Horst Müller

Loh.   Bis Sonntag sind inzwischen 26 Asylbewerber – so der aktuelle Stand laut Pressestelle der Stadt Dortmund – in der leerstehenden Loh-Grundschule untergebracht. „Damit kann man leben, es handelt sich um einen Notfall“, sagt der Hörder Bezirksbürgermeister Manfred Renno.

Bis Sonntag sind inzwischen 26 Asylbewerber – so der aktuelle Stand laut Pressestelle der Stadt Dortmund – in der leerstehenden Loh-Grundschule untergebracht. „Damit kann man leben, es handelt sich um einen Notfall“, sagt der Hörder Bezirksbürgermeister Manfred Renno. Aber auf längere Sicht müsse eine andere Lösung her. So sieht es auch Michael Depenbrock, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung (BV) Hörde. „21 Leute für vier Tage – das geht“, so Depenbrock, der gestern Vormittag noch nichts von der erhöhten Zahl wusste.

Überraschend sei die Entscheidung gefallen. Manfred Renno erfuhr davon aus dem Büro des Oberbürgermeisters. „Jeden Tag gibt es Konferenzen, eine neue Situation.“ Kurzfristig einspringen sei in seinem Stadtbezirk durchaus möglich, sagt Renno. Aber: „Wir legen Wert darauf, dass Hacheney auf seine Normalbelegung kommt.“

CDU vermisst „klares Konzept“

Heißt: maximal 310 Asylbewerber in der Spitze. Sollte dies nicht realisierbar sein, müssten „für längere Zeit auch andere Standort“ gefunden werden – und zwar in allen Stadtbezirken. Auch Michael Depenbrock hält die stark schwankende Zahl der Asylbewerber nicht für ein ursprünglich Hörder oder Dortmunder Problem. „Land und Stadt hatten Zeit, eine Lösung zu finden.“

Aus Sicht der CDU werde Dortmund alleine gelassen. Weder aus der Landesregierung noch von der Bezirksregierung Arnsberg bekomme Depenbrock Informationen. „Es gibt kein klares Konzept.“ Zur Zeit bemühe sich die örtliche CDU, Vertreter der Bezirksregierung zu gewinnen, die den Anwohnern Rede und Antwort stehen.

Von deren Seite habe es allerdings noch keine Vorbehalte gegenüber den Flüchtlingen gegeben, sagt Pfarrer Matthias Boensmann von der Katholischen St. Benno-Gemeinde. „Die Stimmung ist nicht aufgestachelt. Zwar hält Boensmann die leerstehende Schule für keinen idealen Ort, um dort dauerhaft unterzukommen, doch das sei Sache der Stadt. Er sehe vielmehr die „Christen in der Pflicht, nicht immer nur nach Derne zu verweisen“. Dort wird die ehemalige Hauptschule als Erstaufnahmeeinrichtung genutzt. Zudem sei die Zeit ja auch begrenzt. Das bekräftigte gestern auch die Stadtpressestelle. Bis Sonntag sollen die Flüchtlinge in Loh blieben.

In der Loh-Grundschule sind, wie berichtet, die Menschen untergebracht, die bereits mit an Windpocken erkrankten Flüchtlingen in Kontakt kamen.

Von Wolfgang Maas



Kommentare
Aus dem Ressort
Altes Magazingebäude ist jetzt exklusives Wohnhaus
Wohnen im Denkmal
Hörde ist um ein Schmuckstück reicher, stellte Oberbürgermeister Ullrich Sierau fest: Aus dem denkmalgeschützten Magazin-Gebäude ein Wohnhaus mit 50 exklusiven Wohnungen geworden. Insgesamt stecken 13 Millionen Euro in dem Umbau. Die 50 Wohnungen waren in zehn Monaten verkauft.
Dortmunds erste Notebook-Klasse soll Pionierarbeit leisten
Schule
Im Unterricht an deutschen Schulen finden Computer so gut wie nicht statt. An einer Dortmunder Schule gibt es seit Beginn des Schuljahres die stadtweit einzige Notebook-Klasse. Nach und nach sollen die Rechner fest in den Unterricht integriert werden. Eine Nachbarstadt ist da schon viel weiter.
Patient bekommt nach falscher OP 20.000 Euro Schmerzensgeld
Krankenhaus
Späte Genugtuung für einen 49-jährigen Ex-Patienten des Evangelischen Krankenhauses Bethanien in Dortmund-Hörde: Das Oberlandesgericht Hamm hat dem Mann 20.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen, weil er im Januar 2007 unnötig und zudem auch noch falsch an der Bandscheibe operiert worden ist.
Das ist der Stand bei Hördes Großprojekten
Rundgang
An vielen Orten gleichzeitig vollzieht sich der Wandel in Hörde. Von der Faßstraße bis hinter die Hörder Brücke: Ein Rundgang mit Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris bietet einen Überblick darüber ist Hörde passiert ist, gerade passiert und passieren wird.
Mann wird zwischen zwei LKW eingeklemmt
Bei Umzug
Missgeschick mit schlimmen Folgen: Weil ein Umzugshelfer aus Versehen eine Handbremse löste, ist ein Mann am Mittwochmorgen zwischen zwei LKW eingeklemmt worden. Der schwer verletzte Dortmunder musste ins Klinikum eingeliefert werden.
Fotos und Videos
Neues Wohnen im Denkmal
Bildgalerie
Fotostrecke
Gasleck in Barop
Bildgalerie
Fotostrecke
Feuer auf Kaufland-Gelände
Bildgalerie
Fotostrecke