Löttringhauser Straße: Pferdemist ärgert Fußgänger

Löttringhausen hat ein Problem, sagt Hombruchs Bezirksbürgermeister Hans Semmler. Ein "Apfelproblem". Pferde würden die Bürgersteige entlang der Löttringhauser Straße verschmutzen. "Es kann kann ja nicht angehen, dass die Anwohner deswegen auf der Straße gehen müssen", sagt CDU-Fraktionssprecher Hans-Jürgen Grotjahn. Wir beantworten an dieser Stelle die sechs wichtigsten Fragen.

Löttringhausen.. Wie wurde die Politik auf die Sache aufmerksam?
Fünf Bürger haben Grotjahn in letzter Zeit auf das "Apfelproblem" hingewiesen, sagt er. Von der Eichhoffstraße bis zur Kruckeler Straße am Wald seien die Gehwege ständig durch Pferdemist verschmutzt, "und zwar derart, dass eine Nutzung durch Fußgänger nicht mehr möglich ist."

Gibt es einen Verdacht, wer den Dreck verursacht?
CDU-FraktionssprecherGrotjahn nennt zwei Stallungen, die in der nahen Umgebung stehen: Oehmchen und Ostermann.

Was sagen die Ställe dazu?
"Unsere Reiter sind auf der Löttringhauser Straße kaum anzutreffen, können vom Feld direkt in den Wald", heißt es vonseiten des Hofes Ostermann. Frank Oehmchen sagt, dass er die Reiter immer mal wieder darauf hinweist, dass sie nicht auf dem Gehweg reiten sollen. Bei Versammlungen sei das "Apfelproblem" immer wieder Thema."Unsere Reiter sind zwischen 10 und 70 Jahre alt, und viele trauen sich nicht, auf dem Weg zum Wald auf der Fahrbahn zu reiten. Sie haben Angst, dass die Pferde scheuen. Diese Reiter kann ich nur immer wieder dazu anhalten, den Mist nach dem Ausritt zu beseitigen."

Was kann man gegen dieses Problem tun?
Bezirksbürgermeister Hans Semmler hat eine Idee:"Drei Personen reiten zusammen aus, und ein eine vierte läuft hinterher und macht sauber."Grotjahn sagt: "Wenn die Reiter Angst haben, auf der Fahrbahn zu reiten - wie es durch die Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben ist - dann dürfen sie keine großen Ausritte machen." Er setzt auf stärkere Kontrollen.

Wie sieht es mit Kontrollen aus?
Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung fordert, dass die Einhaltung der Vorschriften durch Reiter stärker kontrolliert wird: Dass sie ermahnt werden, wenn sie den Gehweg anstatt der Fahrbahn nutzen. Ob so eine Verwarnung reiche? Bei mehrfachem Verstoß müsse ein Verwarnungsgeld folgen, sagt Grotjahn.

Wer soll die Kontrollen machen?
"Die Reiterstaffel der Polizei", sagt Grotjahn. "Aber auch die Reiterstaffel äpfelt gerne", merkt Dr. Christa Rogge, Fraktionssprecherin der Grünen, an. "Das klingt erstmal so, als würde man den Teufel mit dem Belzebub austreiben." Im Grunde findet sie den Ansatz Grotjahns aber gut, sagt sie. Schließlich reite die Staffel vorschriftlich auf der Fahrbahn.