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Lieder verbinden Jung und Alt

12.02.2010 | 18:06 Uhr

Hörde. „Wir sind sicher, dass wir bei diesem Projekt viele fast vergessene Schätze heben werden”, glauben Gudrun Quessel und Bernhard Bleckmann. Die Musikgeragogin und der Theaterregisseur haben das Projekt „Lieder der Kindheit” angestoßen.

Das stellt das „Generationenkulturprojekt” mit der Musikschule „Crescendo” auf die Beine.

Am 11. März geht es los an der Schildstraße 1. Dann dürfen Senioren in ihren musikalischen Erinnerungen blättern, alte Kinderlieder in die Gegenwart herüberholen und dazu Geschichten und Begebenheiten, die mit diesen Liedern verbunden sind, erzählen. Auch alte Volkslieder und Schlager sind gefragt, sofern damit lustige oder ernste Geschichten verbunden sind.

„Meine Schwiegereltern haben mich auf die Idee gebracht, als sie mit meinem vierjährigen Töchterchen ihre alten Lieder gesungen und dabei Geschichten erzählt haben”, sagt Bernhard Bleckmann. Er weiß, dass Großeltern zu Kindern ein ganz besonderes Verhältnis haben: Sie können völlig unbefangen Erfahrungen an die junge Generation weitergeben.

„Dassselbe gilt sicher auch für Lieder und Geschichten”, ergänzt Diplompflegewissenschaftlerin Gudrun Quessel. Sie hofft, dass in dem Workshop ein Programm erarbeitet werden kann, das für Eltern und Kinder gleichermaßen interessant ist. Interessant ist es aber auch für die Senioren-Generation, die mit den Liedern, die sie singen und hinterfragen, auch ihre eigenen Erinnerungen an früher weitergeben.

Alles zusammen soll dann zu einer Revue inszeniert und arrangiert werden, die später in Kindergärten, Schulen, Kirchengemeinden und auf Straßenfesten aufgeführt werden kann. „Schön wäre es, wenn das Programm seine Wurzeln in verschiedenen Kulturkreisen hätte”, sagt Crescendo-Chefin Dagmar Bangert. Nach den Planungen soll sich das Projekt später finanziell selbst tragen.

Bis es allerdings soweit ist, müssen die Teilnehmer des Workshops in die eigene Tasche greifen: Die Kosten für die vorgesehenen zehn Wochen, geprobt wird jeweils donnerstags zwischen 10 und 11.30 Uhr, betragen 75 €.

Eingeleitet wird jedes Treffen mit Einsing- und Aufwärmübungen. Notenkenntnisse und Chorerfahrung sind nicht erforderlich. Jede und jeder kann mitmachen.

Anmeldungen sind bei der Musikschule „Crescendo", 4250326, oder beim Generationenkulturprojekt, 42 500 72 ab sofort möglich.

Horst-Dieter Czembor

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