Lieder aus der russischen Seele in Aplerbeck

Was wir bereits wissen
Die Stadtteilzeitung verlost 3 x 2 Freikarten für ein Konzert der Maxim Kowalew Don Kosaken in Aplerbeck.

Aplerbeck..  Lieder aus den Tiefen der russischen Seele haben seit jeher viel Gehör beim deutschen Publikum gefunden. Mit dem Chor der „Maxim Kowalew Don Kosaken“ gastiert am Sonntag, 13. Januar, um 15 Uhr in der Großen Kirche an der Märtmannstraße in Aplerbeck ein Ensemble, das an die große Tradition kosakischer Solisten und Chöre anknüpft. Die Stadtteilzeitung verlost 3 x 2 Freikarten für dieses Konzert.

Im Gefangenenlager begann die Erfolgsgeschichte

Begonnen hat die lange Geschichte der in aller Welt bekannten Donkosaken-Chöre in einem Internierungslager in der Türkei. In den Wirren des russischen Bürgerkriegs hatte es den Offizier Serge Jaroff und viele Getreue an diesen unwirtlichen Platz verschlagen, der für viele von ihnen Hunger und Tod bedeutete. Die Wehmut über den Heimatverlust, die Trauer, die Not – all das vereint sich in den tief empfundenen melancholischen Liedern, die Jaroffs Chor damals zu singen begann. Dem Schicksal des Kriegs entronnen, im Exil lebend, startete dieser Chor eine unglaubliche Weltkarriere mit 9000 Konzerten in den folgenden 70 Jahren. Nach dem Tod Jaroffs gründeten sich immer mehr Donkosaken-Chöre. Die besseren von ihnen fanden ihr Publikum auf Tourneen in aller Welt.

Der Chor der „Maxim Kowalew Don Kosaken“, der jetzt in Aplerbeck gastiert, zählt eindeutig zu dieser Gruppe. Pressebesprechungen seiner vielen Konzerte halten fest, dass es den Sängern gelinge, eine „einmalige Atmosphäre“ zu schaffen, wenn sie die „Schatzkammer des slawischen Liedguts“ öffnen. In dieser schlummert natürlich viel mehr als das populäre „Kalinka“. Der Chor wird in Aplerbeck russisch-orthodoxe Kirchengesänge sowie einige Volksweisen und Balladen zu Gehör bringen.

Maxim Kowalew, Sohn eines Pianisten und einer Gesangslehrerin, hat schon früh die Welt der Musik entdeckt. Geboren in Danzig als Kind russischer und deutscher Vorfahren wuchs er im Dunstkreis verschiedenster sängerischer Traditionen auf. Nach seinem Studium, das er als Diplomsänger abschloss, gastierte er auf Opernbühnen in Westeuropa, den USA und Israel. Er sang im „Ural- und Wolga Kosaken Chor“, bereiste russisch-orthodoxe Klöster, um seine Kenntnisse im Bereich der östlichen Chormusik zu perfektionieren und vertiefte sein Wissen im Unterricht bei dem Dirigenten und Theologen Georg Szurbak in Warschau. Als sein großes Vorbild nennt er den Ur-Donkosaken Serge Jaroff. Seinen eigenen Chor gründete Kowalew aus Sängern, mit denen er seit 1994 zusammenarbeitet und tourt.

Ein russischer Abend mit viel Seele erwartet also die Zuhörer in Aplerbeck. Der Wahlspruch der Sänger ist es, „singend zu beten und betend zu singen“.