Klagen, weil die Spannung steigt
17.09.2011 | 06:00 Uhr 2011-09-17T06:00:00+0200
Kruckel.Sie leben unter Hochspannung – seit vielen Jahren. Doch jetzt ist für Günter Rohden und seine Familie das Maß voll: Eine neue 380 Kilo-Volt-Leitung soll sich bald über Kruckel und das Wohngebiet Boverfeld spannen. Doch nur mit einem kleinen Schwenk könnten aus seiner Sicht die Menschen von den Folgen solcher Strahlen-Aufrüstung verschont werden.
Dreh- und Angelpunkt ist das alte Umspannwerk an der Kruckeler Straße. Hier tut sich seit geraumer Weile eine Menge, doch: „Wir Bürger bekommen keine Informationen, was hier wirklich gebaut wird“, klagt die Interessengemeinschaft (IG) „Elektrosmog Kruckel“, die sich dafür einsetzt, den „Schutz der Menschen in den Vordergrund der Planungen zu stellen“. Deshalb fordern die Mitglieder, keine neuen Hochspannungsleitungen in oder an Wohngebieten zu errichten, sie wollen die notwendigen Leitungen von Wohngebäuden fernhalten.
Und genau da liegt für Günter Rohden derzeit der Knackpunkt: Die alte Leitung von 1934 soll erneuert und mit 380 KV aufgeseilt werden. Sie führt praktisch direkt über sein Haus an der Johannisbergstraße und streift das Neubaugebiet Boverfeld. Und dabei wäre es im Zuge der ohnehin anstehenden Ausbauarbeiten ein Leichtes, glaubt Rohden, die Trasse im kritischen Bereich von Kruckel ein wenig zu verschwenken.
Dafür bildet sich in Kruckel derzeit eine „große Allianz“: Für die örtlichen Sozialdemokraten sichert Markus Demtröder der IG Elektrosmog die volle Unterstützung zu. Gerade mit dem Sportplatz und der Schule in der Nähe des Umspannwerkes seien besonders sensible Bereiche betroffen.
Und letztlich, rechnet Günter Rohden vor, gehe es um 500 bis 600 Meter, die die Masten Richtung Osten versetzt und parallel zur Autobahn geführt werden könnten. Mitten im Feld könnte der Anschluss an die bereits fertige Strecke nach Mengede weit ab von Menschen hergestellt werden. Vorteil auch, sagt Rohden unverhohlen: Für seinen Vorschlag gebe es keinen Zwist um die Grundstücke. Denn die Flächen seien in zwei Händen: Denen der RWE und seinen. Seine stellt er für die Trasse über das Feld zur Verfügung, aber nicht für die geplante – und auch da ist er Eigentümer. Und deshalb wird er klagen – gegen diese Masten so nahe an einem Wohngebiet.
22:00
Moderatoren editieren hier, ich nenne sowas Informationskontrolle um ein politisches Verfahren oder Inhalte zu kontrollieren. Wenn selbst dieser Beitrag zensiert wird weiss ich genau was ich mit meinen Abo der WAZ machen werde, es ist schon ein Frechheit das sich die selben Leute die sich Pressefreiheit auf ihre Fahnen schreiben Kommentare löschen die einfach wahr sind,egal ob sie einen ins Weltbild passen oder nicht.
15:07
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22:53
Klar Herr Rohden erstmal richtig Kohle machen mit den Grundstückverkauf an die RWE natürlich nur auf Erbpacht wenn es geht lol. Wieder einer von diesen Pfeffersäcken in dieser morschen Stadt DO.
12:39
Wieso baut man ein Neubaugebiet an einer Hochspannungstrasse?