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Kirchhörder SC geht in die Offensive

31.08.2012 | 17:23 Uhr
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Kirchhörder SC geht in die Offensive
Olaf Fehr, sein Sohn Paul aus der E-Jugend und der stellvertretende Vorsitzende Christian Heintzmann (v.l.) sammeln Unterschriften.Foto: Anja Cord

Kirchhörde.   Mit einer Unterschriftenaktion geht der Kirchhörder SC im Streit mit Anwohnern in die Offensive.

Seit Jahren liegen der Kirchhörder SC und Anwohner seines Sportplatzes im Clinch. Es geht um Lärmbelästigung. Zum Saisonauftakt taten die Kirchhörder Sportler gestern das, was sie in den nächsten Wochen auch wieder auf dem Platz tun wollen: Sie gingen in die Offensive.

Arbeit des Vereins „ernsthaft gefährdet“

„Die erfolgreiche Jugend- und Seniorenarbeit im Fußballbereich ist ernsthaft gefährdet“, heißt es in der Unterschriftenliste des Kirchhörder SC.

Was passieren kann, zeigt das Beispiel des SC Husen-Kurl. Dort darf am Wochenende nur noch je 180 Minuten gespielt werden.

Selbst Borussia Dortmund kennt das Problem. Anfang des Jahres kochte kurz eine Lärmdebatte über Belästigungen durch das BVB-Trainingsgelände in Brackel hoch. Der Meisterverein konnte aber versichern: „Wir machen immer um 20 Uhr Schluss.“ Nur vor Champions-League-Spielen sei mal überzogen worden.

Da hat der Kirchhörder SC mit seinen 800 Mitgliedern ganz andere Probleme. Auf seinem Platz an der Kobbendelle wollen viele Sportler trainieren, nicht nur 30 Hochbegabte und Hochbezahlte, sondern Mannschaften von den Mini-Kickern bis zu den Erwachsenen. Dafür braucht man Zeit. Viel Zeit.

Um die Konflikte mit Anwohner zu entschärfen, ist mit dem Trainingsbetrieb in Kirchhörde aber immer um 21.30 Uhr Schluss. Ein Zugang zum Platz wird schon um 19 Uhr gesperrt. Olaf Fehr, der Platzverantwortliche, fürchtet mit vielen Kirchhörder Sportlern: „Es könnte noch schlimmer kommen.“

Konkret geht es um die Sorge, dass der Spiel- und Trainingsbetrieb inmitten der Wohngegend weitere Einschränkungen erfahren könnte. Olaf Fehr sagt: „Uns wird immer wieder mit dem Klageweg gedroht“.

Die Kirchhörder sammelten gestern fleißig Unterschriften. Sie wünschen sich eine starke Defensive – zum Beispiel in der Dortmunder Politik. Schließlich gehe es hier um Belange eines Vereins, der seit Anfang der 60er Jahre seine Heimat an der Kobbendelle hat. Und der viel tut für die Jugend von Kirchhörde.

Jürgen Potthoff

Kommentare
01.09.2012
15:23
Kirchhörder SC geht in die Offensive
von truckerchen | #1

Traurig. Einerseits beklagt man sich über die Neonazi-Szene, Saufgelage junger Leute und Verfettung Jugendlicher, andererseits will man verhindern, dass sich unser Nachwuchs (unsere Rentenzahler) gesund und vital verhalten.

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