Kindergeburtstag mit täuschend echter Bombe

Eine Spaziergängerin hat am Dienstag auf einem Weg unter der Spielbank auf der Syburg einen verdächtigen Gegenstand entdeckt und die Polizei informiert. Kabel und eine Platine mit einem aktivierten Sekundenzähler riefen einen Sprengstoff-Spezialisten auf den Plan. Die Spielbank wurde geräumt. Eine Mutter sorgte für Entwarnung.

Syburg.. Um 15.30 Uhr meldeten zwei Spaziergänger am Dienstag (26.5.) den ungewöhnlichen Fund - dann ging alles ganz schnell: Polizisten entdeckten in der blauen Tüte eines schwedischen Möbelherstellers mehrere mit Plastikriemen zusammengebundene Papprollen und eine darauf befestigte Platine mit einem aktiven digitalen Sekundenzähler. Auch Kabel lugten hervor.

"Das sah aus wie eine Bombe mit einem Zeitzünder", sagte Polizeisprecher Kim Freigang am Dienstagabend über den Fund mit Folgen: Die Polizei ließ die Spielbank räumen, sperrte Teile des Stadtteils und forderte einen Sprengstoff-Spezialisten an, der die vermeintliche Bombe untersuchen und im Ernstfall auch entschärfen sollte.

Mutter löst die Verwirrung auf

Während des Polizeieinsatzes meldete sich dann eine 26-jährige Mutter. Sie gab sich als Veranstalterin eines Kindergeburtstages zu erkennen und erklärte, dass der von der Polizei unter Bomben-Verdacht gestellte Bausatz ihr Eigentum sei. Die Tüte sei auf dem Spazierweg versteckt worden.

Kim Freigang: "Das sah aus wie eine Bombe, sollte aber nur ein Vergnügen sein." Warum das Kindergeburtstags-Utensil ausgerechnet einer Bombe ähneln und wie es mit dieser Optik den Kindergeburtstag bereichern sollte? Als Grund nannte die Mutter ein "Detektivspiel". Die Polizei geht also nicht davon aus, dass die Mutter damit böse Absichten verfolgt hat - aber die Polizei prüft, ob juristische Folgen möglich sind. Zur Nachahmung sei diese Kindergeburtstags-Idee nicht empfohlen.