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Tremonias Erben

Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt

03.04.2009 | 19:48 Uhr
Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt

Hombruch. „Tremonias Erben” trauern – aber sie wollen kämpfen: Am Tag nach dem Verbot des mittelalterlichen Rollenspiels in der JFS Hombruch durch das Jugendamt leckten die Ritter ihre Wunden. Ihr Plan: Die dunklen Mächte bei der Stadt überzeugen, dass sie nur Gutes im Schilde führen.

"Tremonias Erben" wurden vom Jugendamt entwaffnet.

Donnerstagabend, bei einer Aussprache mit dem Jugendamt, hatte es hinter verschlossenen Türen offenbar geknallt. Rund 30 Kinder, Jugendliche und Eltern kamen in die JFS, die meisten mit Wut im Bauch. Teilnehmer schildern „eine hitzige, aufgebrachte Diskussion”.

Kevin Zey war dabei. Der 18-Jährige zählt zu „Tremonias Erben”, die vier Tage lang in die Fantasiewelt abtauchen wollten – und hart auf dem Boden der Realität landeten. „In dem Projekt steckt unendlich viel Zeit und Arbeit”, beklagt er. „Es ist so schade, dass jetzt alles genommen wird.”

Unterdessen sickerten Hintergründe der Spielabsage durch. Demnach soll beim Jugendamt ein Brief eingegangen sein, in dem vor LARP gewarnt wurde. Das Kürzel steht für „Live Adventure Roll Play” – Rollenspiele, bei denen sich Teilnehmer in Fantasiegestalten versetzen. Ein Hinweis auf ein „You Tube”-Video mit einer gespielten Wirtshausrauferei soll dem Brief beigelegen haben. Der Clip, der in Hombruch entstanden sein soll, muss im Jugendamt schlimmste Befürchtungen geweckt haben. Jedenfalls wurde erst das Video aus dem Netz genommen, und dann die Ferienaktion aus dem Programm.

Betroffene Gesichter beim Treffen in der JFS am späten Donnerstag. (Foto: Linz/PiLi)

„Nach dem Amoklauf von Winnenden”, so Jugendamt-Fachbereichsleiterin Elisabeth Hoppe, „muss das Konzept noch einmal auf den Prüfstand”. Amtsleiter Ulrich Bösebeck, nach eigenen Worten „ein Freund des Mittelalters und mittelalterlicher Spiele”, legte am Freitag nach. Trotz pädagogischer Anleitung und Schaumstoffwaffen gebe es „berechtigte Zweifel an der Gewaltfreiheit”. Und Vorbeugung sei nun mal alles.

Tremonias rund 40 Erben sind „am Boden zerstört”, wie Kevin Zey sagt. „Viele sitzen zu Hause und heulen.” Was sie am meisten stört: die Oberflächlichkeit der Stadt. „Da kommt ein Brief und man bläst sofort alles ab, ohne vorher zu reden.” Das Amt stecke nicht drin in dem Rollenspiel, übernehme aber die Hauptrolle.

Es soll ein weiteres Gespräch geben, am Dienstag (7.). Dann wollten die Kinder eigentlich schon im Mittelalter sein. Jetzt sollen sie stattdessen Tischtennis spielen und kickern. „Das will hier keiner”, sagt Kevin.

Klaus Brandt

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Kommentare
26.07.2010
08:41
Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt
von olga koslov | #36

hallo
ich brauche hilfe
die jugendamt behandelt mich und meine familie unrecht, die lügen , die schreiben falsche berichte , fm 4 rjmmt ein gericht und in bericht über mich als mutter stehet nur lüge , und soger als meine aussage , obwohl wwas da steht habe ich nii gesagt, die wollen mit seine lüge meine kinder wegzu geben und wwas gutes passieren kann eine kontrolle wie die haben schon probiert zu erst sagen die das ist eine hilfe aber das ist eine kontrole und beim diesem kontrolle die dachten immer wieder neue problemmen bei uns aus, obwohl stimmt alles nicht
ich bin schon fertig, meine nerven sind am ende, ich glaube die wollen dass ich psychisch schon nicht schaffe und sage ich bin bereit alles machen was sie wollen , aber ich bin selbst erwachsenere und ich will selber in meine familie problemen lösen
bitte helfen sie mir ....jemand..
ich möchte offentlich alles erzählen, wie lügt jugendamt

30.06.2009
20:31
Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt
von Robert F. | #35

Da sieht man mal wie geistig zurückgeblieben manche Leute sind.
Herzlichen glückwunsch Frau Hoppe, Sie schaffen es, denn Bundesdurchschnitt noch zu drücken...

LARP mit der Begründung Winnenden neu überprüfen zu wollen, zeigt Ihre Inkompetenz deutlich auf.

Auf der einen Seite ein Außenseiter und Einzelgänger, der seine Mitmenschen hasste.

Auf der anderen Seite Leute die gemeinsam quasi Improvisationstheater machen.

Ja, man kann eindeutig Parallelen erkennen.

Sie Frau Hoppe sollten wahrlich für den Darwin Arward nominiert werden, oh warten sie, da fehlt noch was dazu...

14.05.2009
22:43
Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt
von Tutnix Zursache | #34

Mir fehlt für solches Handeln jedwedes Verständnis und ich halte mich eigentlich nicht für schwer von Begriff. Ein weiterer Stein im Mosaik vom angeblich freien Deutschland. Wann werden eigentlich die Spielzeughändler wegen des Verkaufs von Zündplättchen-Pistolen zwangsenteignet?

14.05.2009
19:31
Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt
von Vorbeugungsfanatiker | #33

genau. am besten alles verbieten. warum nicht beim fussbal anfangen? da gibt es jedes wochenende schlaegereien und verletzte. das muss verboten werden. wie? da traut man sich nicht, weil es keine minderheit ist? schade fuer die verletzten.

11.05.2009
15:40
Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt
von Nocturno Culto | #32

Ach, also bitte dann müssten die ja alles verbieten. In JEDER einzelnen Kampfsortart geht es darum - essenziell gesehen- sein Gegenüber zu verletzen. Das heißt ich gehöre sofort ins Gefängnis, ich mache Karate! Nun würde mich nur noch interessieren wie sie von Jugendlichen, die sich mit Schaumstoffwaffen bekriegen und zusammen Spaß haben auf psychisch angeschlagene Menschen kommen die sich und ihren Mitmenschen in den Kopf schießen... Das hat schon seeeehr viel miteinander zu tun

11.05.2009
10:56
Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt
von Ein empörter LARPer | #31

Passt auf, nachdem sie uns das LARPen verbieten, werden sie Mittelaltermärkte und natürlich die Musik verbieten, weil diese ja schwer gewaltverherrlichend ist.... Armes Deutschland!

08.05.2009
21:01
Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt
von noPhobia | #30

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man bei dem Verbot einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat, jedoch sollte man in einem solchen Falle nicht auf die emotionale Schiene verfallen und sagen, dass alle dort oben dumm seien!

Es ist wahr, dass bei dem Verbot wohl zu wenig Recherche betrieben worden ist.
Und ich persönlich bin auch der Meinung, dass nicht das konsequente Verbot (und erst recht nicht bereits auf Verdacht, sonst könnten wir ja bald auch jeden Menschen einsperren, weil er unter dem Verdacht steht eine Straftat zu begehen- rein statistisch gesehen begeht jeder Mensch innerhalb seines Lebens mind. Eine Straftat!), sondern der verantwortliche Umgang mit der Gefahr/Gewalt/Verantwortung an sich gelernt und gelehrt werden sollte!!!

Und hier kommen wir auch schon zur eigentlichen Ursache, zu der aber anscheinend keiner durchdringen WILL: Der Erziehung und Bildung

Leider ist es so, dass wir als Land in diesem Bereich (wenn man der Statistik glauben darf), kläglich versagt haben.
Und anstelle von der Förderung von Projekten, die den Menschen (in diesem Falle den Kindern) Werte, Rhetorik (ja, man muss ja auch ein wenig wie ein mittelalterlicher Gesell klingen, um seine Rolle glaubwürdig verkörpern zu können), Gemeinschaftssinn, etwas von der Natur, den bewussten Umgang mit „Macht“/“Gewalt“ und SPAß näherbringen und sie damit bereichern, wird gesehen, dass es dort wohl „Waffen“ und „Gewalt“ gibt…

Dazu zitiere ich nun einmal einen Post (dessen Quelle ich auch angeben werde:

„Begeisternd. Ich bin meines Zeichens Diplom-Psychologe und arbeite als Bezugstherapeut in einer psychiatrischen Tagesklinik.
Rollenspiele und auch der ritualisierte und adequate Umgang/Abbau von und mit Gewaltimpulsen sind ein effektiver Bestandteil von Therapie, und zwar, weil Profis wissen, dass Gewalt und Gewaltimpulse sich nicht durch Tabuisierung und das Ausschließen des Themas bekämpfen lassen.
Das Problem ist, dass zuviel Oberflächen-Aktionismus und Halbwissen in den Kommunen das Handeln bestimmt. Die wirklich notwendigen Diskurse werden nicht geführt, die verfügbaren ExpertInnen gar nicht erst gefragt - weil sich jeder als Experte fühlt und ein Schnellschüsse wie dieser die selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Eigenanteil an Gewalt und Antisozialität in der Gesellschaft vermeiden hilft:
Wenn man einen Schuldigen gefunden hat, kann man sich selbst damit klasse entlasten.
Leider kein Einzelfall - nur diesmal noch etwas absurder als sonst ...“
#23 von Dipl.Psych. Manuel Stein, am 11.04.2009 um 20:23

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/dortmund/sued/2009/4/3/news-116275716/detail.html#622901

Ich glaube eine solche kompetente Stellungnahme kann erst einmal für sich so stehen gelassen werden.

Mit Hochachtung,
noPhobia

22.04.2009
21:30
Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt
von Lupa | #29

Wenn ich diese ganze Geschichte lese wird mir schlecht. Dieses Verbot ist ein Gewaltakt an den Kindern und all den engagierten Helfern! Von wegen Gewaltprävention. So ein Frust und solche Hilflosigeit sind es doch, die einen ausrasten lassen.
Aber von der Illusion, daß es Staat und Behörden um das Wohl ihrer Bevölkerug geht habe ich mich schon lange verabschiedet. Es wird alles dafür getan um die Bürger ängstlich, unmündig und klein zu halten. Am besten man fängt schon bei den ganz Kleinen an.

11.04.2009
20:23
Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt
von Dipl.Psych. Manuel Stein | #28

Begeisternd. Ich bin meines Zeichens Diplom-Psychologe und arbeite als Bezugstherapeut in einer psychiatrischen Tagesklinik.
Rollenspiele und auch der ritualisierte und adequate Umgang/Abbau von und mit Gewaltimpulsen sind ein effektiver Bestandteil von Therapie, und zwar, weil Profis wissen, dass Gewalt und Gewaltimpulse sich nicht durch Tabuisierung und das Ausschließen des Themas bekämpfen lassen.
Das Problem ist, dass zuviel Oberflächen-Aktionismus und Halbwissen in den Kommunen das Handeln bestimmt. Die wirklich notwendigen Diskurse werden nicht geführt, die verfügbaren ExpertInnen gar nicht erst gefragt - weil sich jeder als Experte fühlt und ein Schnellschüsse wie dieser die selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Eigenanteil an Gewalt und Antisozialität in der Gesellschaft vermeiden hilft:
Wenn man einen Schuldigen gefunden hat, kann man sich selbst damit klasse entlasten.
Leider kein Einzelfall - nur diesmal noch etwas absurder als sonst ...

11.04.2009
11:00
Kampf gegen dunkle Mächte im Jugendamt
von Brego | #27

also das thema ist heikel würde ich sagen ... abe rnicht wwegen des streites ob Larp verboten gehört. sondern wegen der inkompetenz des dortmudner jugendamtes.

Es wurde Wissenschaftlich bewiesen das Rollenspeil im allgemeinen und LARP im besonderen die kindliche und hjugendliche entwicklung in verscheidenen bereichen fördert!

dazu gehören Soziales verständnis. lernbereitschaft. sportlichkeit. sprachgebrauch. bildung von selbstvertrauen und und und!

das dieses hobby eine kampfsportliche komponente besitzt kann man nicht leugnen. das diese aber mit allen mitteln der vorsicht und mit regeln stark abgemildet ist .. kann man ebenfalls als gutachter nijchta usser acht lassen.

in jedem regelwerk steht bremst die schläge ab, kämpft asicher .. ausspielen nicht verhauen ... und verdammt die waffen sind aus schaumstoff der mit latex überzogen wurde!!!!! SCHAUMSTOFF!

auf mittelalter märkten und spektaculie hauen sich die junegndlichen amateure mir echten blankwaffen, genau wie in fechtvereinen, kampfsportverbänden und trainingslagern diverser zwielichtiger personen.

um ein NPD Ferienlager zu schließen hat das jugendamt fast 8 jahre gebraucht!!! wenn man dem artikel der BZ glauben schenken darf! JAHRE!

und bei diesem relativ harmlosen hobby LARP bedarf es eines popeligen briefes? wo sind den da die relationen?

ich spiele seit mehr als 9 jahren Larp.
und ich kenne keine andere freizeitveranstaltung an der so viele polizisten, sanitäter und andere verantwortungsträger in ihrer freizeit teilnehmen. als diese.

also liebe behörden wenn wieder mal einer durchdreht weil IHR und DIE ELTERN in der ERZIEHUNG krass versagt habt oder dieser Mensch geistig Krankwar udn es keine rgemerkt hat dann gebt verdammt nochmal nicht den killer spielen oder Larp oder anderen die schuld in dem ihr es verbietet ... denn dann müsstet ihr konsiquenter weise jede gewaltanübung auch im kontrolierten rahmen ... beenden dazu gehöhren die oben rwähnten sportr und freizeit vereine! die ihr übrigens mit viel geld oft fördert.

dann müsst ihr auch wenn wieder einer nen stein vonn der brücke schmeist das spiel tetris verbieten.
wenn einer bedrunken einen anderen angreift jeglichen alkohol wegsperren und und und

also entweder ihr seid doof aber konsequent .. aber aus erfahrung wissen wir das das nicht gut ist udn ihr das nicht könnt!

oder ihr prüft vorher worum es sich handelt bevor ihr es verbietet ...

aber da wissen wir ja auch das ihr das nicht könnt

in diesem sinne ein verärgerter mitbürger
-Brego-

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