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Wohnzimmerkonzerte

Jazz in den eigenen vier Wänden

30.09.2012 | 15:30 Uhr
Jazz in den eigenen vier Wänden
Wohnzimmerkonzerte in Hörde.Foto: Klaus Pollkläsener

Hörde. Jazziges Musikerlebnis beim Wohnzimmerhopping: Ein nachmittagliches Live-Event zur Museumsnacht. 23 Musiker gaben auf Einladung des Jazzwerkruhr in fünf Hörder Wohnzimmern 15 Konzerte. Die in sechs Bands spielenden Musiker aus den Top 10, von einer regionalen Jury bestimmt, beendeten die Session am Abend im domicil.

Keine weiten Wege

Organisator vom Wohnzimmerhopping war der Hörder Musiker Achim Kämper, der sich mit elektronischen Klangexperimenten beschäftigt. „Eineinhalb Monate dauerte die Vorbereitung“, sagt Kämper. Er sprach mit musikalischen Freunden, die über ausreichend Platz verfügen, bat Geschäftsleute um Unterstützung für die Idee. Musiker aus den unterschiedlichsten Bands, die sich zum Teil kannten, aber noch nie zusammen gespielt hatten, trafen sich nach und nach zum Briefing in der Buchhandlung transfer an der Schlanken Mathilde. Start zum Nachbarschaftshappening in Wohnzimmern.

Weit gehen brauchten die Musiker mit ihren schwarzen kleinen und großen Instrumententaschen nicht. Selbst Alex Morsey musste sein riesiges Sousaphone nicht weit schleppen. Mit dem Hörder Achim Kämper, Drummer Hermann Heidenreich und dem Saxophonisten Dimitri Markitantov ging’s ab in den Laden „4Rooms“ von Jacqueline Keller zur Alfred-Trappen-Straße. „Ich finde die Idee toll und habe sie sofort unterstützt“, freute sich die Gastgeberin über die musikalische Abwechslung. Immer wieder lugten Passanten um die Ecke, woher die Töne kamen, legten eine kurze Einkaufspause ein, hörten zu.

Szenenwechsel. In der Hörder Rathausstraße war Familie Norbert Ückermann Gastgeber. „Die Idee von Achim habe ich gerne unterstützt“, meinte der fröhliche Hausherr, hatte aber mit der Einladung an die Musiker zugleich eine Überraschung zum 32. Geburtstages seines Sohnes Tim parat. Jung und Alt verfolgten hier gemeinsam den musikalischen Improvisationen von Mike Roelofs am hauseigenen Klavier, Ralf Klemm (Posaune) und Casper van Meel am Kontrabass. Für Musikfreak Andre Schilling und Bianca Leifels im Haus gegenüber war es „eine gern angenommene Einladung“. Die ersten musikalischen Gäste waren Patrick Hengst (Schlagzeug), Serge Corteyn (Gitarre) und Gerhard Horriar als Narratio (Erzähler).

Joachim vom Brocke

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