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Ja, so woarn's die alten Rittersleut

09.03.2008 | 16:37 Uhr

Hombruch. Wer verbirgt sich hinter den Männern, die hinter vorgehaltener Hand nur Karakans Erben genannt werden? Welches Geheimnis bewahrt Baron Heinrich von Waldenstein? ...

... Geheimnisvolle Fragen in einem ebensolchen Ambiente: Antworten finden Kinder von 7 bis 11 Jahren während der Osterferien in dem mittelalterlichen Rollenspiel "Tremoniens Erben". Eine "echte Premiere" in der Jugendfreizeitstätte Hombruch, so deren kommissarischer Leiter, Roland Holze. Nicht nur, dass es anders sei, als die bislang bekannten und schon öfter angebotenen mittelalterlichen Spektakel. Zum ersten Mal würde diese Art realen Rollenspiels, genannt "larp" (live, action, role, playing), mit jüngeren Kindern durchgeführt, erklärt Roland Holze. Eine Art Laientheater, das bislang Erwachsenen und älteren Jugendlichen vorbehalten war.

Vier Tage schlüpfen nun die Kinder, Mädchen wie Jungen, in unterschiedliche Rollen einer in groben Richtlinien vorgegebenen Handlung. Kleidung, Accessoires - alles was zu diesem fantastischen Leben des magischen Mittelalters gehört, wird selbst hergestellt und erarbeitet. So auch, und das ist das Spiel, der jeweilige Charakter. Da gebe es die Abenteurer, die Kämpfer und die Gruppe der Magier. Allerdings zu Beginn des Spieles nur mit Grundfähigkeiten ausgestattet, beschreibt Holze, selbst larp-Fan und -Spieler. Um die eigenen Fähigkeiten auszubauen und zu erweitern erhält der Spieler Basispunkte. Die befähigen ihn dann, zum Beispiel Feuer zu machen, Waffen zu schmieden oder Spuren zu lesen. Berufe und höhere Funktionen können erworben werden. Während die Jungen in teils kämpferische Rollen von Rittern und Knappen steigen können, erleben Mädchen die mittelalterliche Welt als Mägde, Burgfräulein, aber auch als Heilerinnen oder Waldläuferinnen. Gekocht wird an Lagerfeuern, geschlafen in Zelten. Eben (Spiel-) zeitgemäß.

Pädagogischer Ansatz dieses interaktiven Spiels sei, dass "die Teilnehmer und Teilnehmerinnen durch das Mitmachen tatkräftig erleben, wie das Leben im Mittelalter gewesen sein kann", macht Holze deutlich. Ganz nach dem Sinn ihres Jahresmottos: Mach die Augen auf - Mach mit.

Die Aktionswoche läuft vom 25. bis 28. März und ist auf 20 Personen begrenzt. Handy, MP3-Player, Gameboy und sonstiges "neumodisches Zauberzeugs" sollten an diesen Tagen zu Hause bleiben. Die Kosten betragen inklusive Vollverpflegung und Programm 20 Euro pro Person. Anmeldungen sind ab sofort bis zum 15. März möglich in der Jugendfreizeitstätte Hombruch, Kieferstraße 32, Tel: 71 13 52.

Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.tremonien.de oder www.larpwiki.de

Von Antje Mosebach

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