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"Ich stoppe den Gardenkamp"

01.02.2009 | 16:46 Uhr

Hombruch. Joachim Pohlmann war gekommen, um sich den Menschen vor Ort bekannt zu machen und er fand beim Neujahrsempfang der Hombrucher CDU markige Worte: "Wenn ich Oberbürgermeister werde, werde ich den Ausbau des Gardenkamp stoppen."

NRW-Minister Oliver Wittke sprach bei der CDU Hombruch über die Verkehrsinfrastruktur im Land. (Foto: Linz/PiLi)

Wenn, ja wenn. Stand das Jahrestreffen der Christdemokraten zu Beginn des Mammut-Wahljahres 2009 naturgemäß im Zeichen der erhofften politischen Wende, so stehen vor diesem Versprechen Pohlmanns eben die Kommunalwahlen. Bis dahin, so appelliert er an die Bürger, sollen sie durch Widersprüche und Klagen den Zug am Gardenkamp aufhalten. Denn die "normative Kraft des Faktischen" stoppt keiner, bekennt Pohlmann und weiß: Ist die Straße da, richtet selbst ein Oberbürgermeister nichts mehr aus. Zumal Pohlmann auch weiß: Alt-Barop zu umfahren, "ist ja sinnvoll". Soweit bekennt er sich als Baroper Bürger öffentlich zur Hombrucher Politik, für "den Rest" steht er "in persönlichen Gesprächen zur Verfügung".

Das tut auch ein Gelsenkirchener in Dortmund - Oliver Wittke, einst OB der Nachbarstadt und mittlerweile CDU-Minister für Bauen und Verkehr in NRW - ist Ehrengast und Festredner. Über alles dürfe er hier reden, nur nicht über Fußball, schmunzelt er, tröstet mit ähnlich verpatzten Ambitionen bei Schalke und BVB und erfüllt dann präzise und kundig (gemacht?) im Hombrucher Auswärtsspiel seinen Job.

NRW bringt jetzt seine Verkehrs-Infrastruktur in Ordnung: Der Ausbau der A 40 in und um Dortmund ist dabei weit vorne. An der Schnettkerbrücke läuft er schon, "und ich hoffe, dass sich die Zustände dort bald nachhaltig bessern". Denn die Anwohner darunter haben schon zu leiden, weiß der Minister, sagt aber: "Wer ins Paradies will, muss eben manchmal durchs Fegefeuer". Das aber will er so kalt und so kurz wie möglich halten. Wie den Lärm rund um die Verkehrswege überhaupt. Zum Beispiel in der Bittermark. Und darum, verspricht er, kümmert er sich weiter persönlich. Auch um die Lage an der A 2. Aber nicht um die Streitsituationen in der Stadt: "Darum müssen sich kompetente Leute vor Ort kümmern". Auch am Gardenkamp.

Von Katrin Kroemer

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