Das aktuelle Wetter Dortmund 13°C
Amtsgericht

Hundehaufen entdeckt und Herrchen k.o. geboxt

01.10.2012 | 18:58 Uhr
Hundehaufen entdeckt und Herrchen k.o. geboxt

Hombruch.   Er sah einen Hundehaufen auf der Wiese vor dem Mehrfamilienhaus und schlug kurz darauf den Besitzer des Vierbeiners k.o. Dafür ist ein Hombrucher wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 2250 Euro verurteilt worden, so lautete das Urteil des Amtsgerichtes.

Kleiner Haufen, große Folgen: Als er die Hinterlassenschaften eines Hundes auf der Wiese vor einem Mehrfamilienhaus an der Reichenberger Straße entdeckte, rastete ein bisher unbescholtener Mieter völlig aus: Der Dortmunder knöpfte sich am 14. Juni 2012 den Besitzer des Vierbeiners vor und schlug Herrn Nachbarn grün und blau.

Gestern gab es im Amtsgericht die Quittung: Wegen Körperverletzung muss der Mann 2250 Euro Geldstrafe zahlen. Als Amtsrichter Hartmut Kiskämper das Strafmaß verkündete, schluckte der gerichtsunerfahrene Mann sichtlich: „Das ist ja ganz schön viel Geld. Ich würde eigentlich lieber alten Leuten helfen, oder so.“ Diese Möglichkeit bestehe durchaus, entgegnete Richter Kiskämper dem Angeklagten.

Angeklagter will die Strafe gern als Sozialstunden abarbeiten

Er müsse sich dann nur mit der Staatsanwaltschaft in Verbindung setzen, wenn er das Urteil schriftlich bekommen habe. „Ich halte sogar mehr davon, wenn die Strafe abgearbeitet wird, als wenn jeden Monat einfach nur ein Betrag X vom Konto abgebucht wird. Allerdings müssen Sie dann sehen, wie Sie das mit Ihrem Beruf vereinbaren.“ Wie viele Stunden er dann abbrummen müsse, werde ihm auch die Staatsanwaltschaft sagen.

„Er hat erst uns und dann den Hund beleidigt“

Als der Angeklagte an jenem Tag den Haufen auf der Wiese entdeckt hatte, kam es zunächst an Ort und Stelle zum heftigen Streit. „Er hat erst uns und dann den Hund beleidigt“, entrüstete sich „Frauchen“. Kurz darauf, so gab der Mann auf der Anklagebank zu, habe er seinen Nachbarn wegen des Haufens noch einmal „zur Rede stellen wollen“. Und das sah so aus:Er schellte bei Herrn Nachbarn an, der arglos die Tür öffnete und sofort eine Faust im Gesicht hatte. Ehe sich der verdutzte Nachbar versah, schlug er ihn zu Boden, setzte sich auf ihn und prügelte auf ihn ein. „Der war mehr blau als weiß“, sagte Amtsrichter Kiskämper kopfschüttelnd. Damals hatte der Angeklagte rund zwei Promille Alkohol im Blut. Als Richter Kiskämper die zahlreichen, zum Teil handtellergroßen Hämatome erwähnte, wurde der Dortmunder immer kleinlauter. Dass er rund 10 bis 15 Mal zugeschlagen hatte, wollte er erst selbst nicht glauben. Mit den Worten „Ich sag’ mal lieber nicht Auf Wiedersehen, sondern Tschüß“, verließ er den Saal.

Kathrin Melliwa



Kommentare
02.10.2012
13:48
Hundehaufen entdeckt und Herrchen k.o. geboxt
von WhitestarDTM | #1

Ungerecht ist das Urteil! Welche Strafe kriegt der Hundehalter? Solche „Herrchen“ muss man mit dem Kopf in den Haufen drücken, natürlich nur wenn keiner guckt und er Hund nicht zu groß ist. -Danach haben die sicher immer ein Tuch oder Kotbeutel dabei. - Anders lernen Leute nicht, die Vorgärten andrer als Hundeklo benutzen. Falls, die Lesen können, wirkt aber zur Prävention ein Schild „Achtung Ratten- und Mäuseköder“

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Heimatverein Hörde hat seinen 25. Geburtstag gefeiert
Jubiläum
Dem Heimatverein Hörde ist es zu verdanken, dass die Thomas-Birne auf der Kulturinsel am Phoenix-See steht - und nicht halb versunken im See. Es ist nur eine von vielen Leistungen eines Vereins, der jetzt sein 25-jähriges Bestehen gefeiert hat.
So ist die Premiere der Phoenix-See-Doku gelaufen
"Göttliche Lage"
Wie aus einer Industriebrache ein Vorzeigeprojekt wurde: Die Dortmund-Dokumentation "Göttliche Lage" über die Entstehung des Phoenix-Sees hat am Mittwochabend Premiere im Cinestar gefeiert. Mit dabei: Viele der Menschen, die im Film davon erzählen, wie der neue See ihr Leben verändert hat.
Das Treppchen steht erneut vor dem Aus
Traditionshaus
Schon wieder hat Treppchen-Eigentümerin Irene Lehrke Pech mit einem Pächter: Noch im Juni hatte es danach ausgesehen, als ob der ehemalige Sterne-Koch Bernd Stollenwerk den Traditionsbetrieb übernehmen werde. Jetzt, eine Woche vor der geplanten Eröffnung, hat Stollenwerk abgesagt.
Wer hat das schnellste Drachenboot auf dem Phoenix-See?
Ruder-Festival
Hier treten die "Seeschweinchen" gegen den "Fluch der Meere" an: Beim Drachenboot-Festival Dortmund treffen knapp 80 Teams auf dem Phoenix-See aufeinander. Von Freitag bis Sonntag wird es um starke Arme und den richtigen Rhythmus gehen. Die Veranstalter rechnen mit Tausenden Besuchern.
13. Apfelmarkt lockt mit buntem Programm
Verkaufsoffener Sonntag
Zum 13. Mal geht vom 5. bis zum 7. September das größte Fest in Aplerbeck über die Bühne. Der Apfelmarkt. Auch in diesem Jahr gibt es neben dem süßen und knackigen Obst, das dem Fest seinen Namen gab, ein umfangreiches Programm.
Fotos und Videos
App zeigt Naturschutzgebiete: Spaziergang durch die Bolmke
Bildgalerie
Fotostrecke
Der Drachenboot-Schülercup
Bildgalerie
Fotostrecke
Geburtstag des Hörder Heimatvereins
Bildgalerie
Fotostrecke
BVB-Profi Neven Subotic besucht Marie-Reinders-Realschule
Bildgalerie
Fotostrecke