Hüttenhospital eröffnet Wohlfühl-Station

Sie kommen ins Krankenhaus, weil es ihnen schlecht geht. Und doch zielt die neue Komfortstation des Hüttenhospitals auf eine Wohlfühlatmosphäre ab. Die Eröffnung des neuen Krankenhausteils wurde zu einer kleinen Fachtagung - über das Älterwerden und Alleinsein.

Hörde.. Vordergründig ging es um den Neubau, der sich den Beinamen Komfort mit viel Platz, Barrierefreiheit, eigenem Kühlschrank, Flachbildschirm und bestem Essen auch verdient hat. Im Festzelt neben dem Gebäude wurde die Eröffnung jedoch schnell zu einer kleinen Fachtagung.

Aktiv leben im Alter

Hauptsächlich drehten sich die Vorträge und Diskussionen darum, wie Dortmund sich für die steigende Zahl an Patienten jenseits der 60 positioniert. Denn als Klinik mit dem Schwerpunkt Geriatrie ist dem Hüttenhospital eine Schlüsselrolle in Dortmund gewiss.

Vor allem Ex-Bundesfamilienministerin Prof. Dr. Ursula Lehr warb für ein aktives Leben im Alter - jeder so weit, wie es ihm möglich ist. Wohlfühl-Stationen wie im Hüttenhospital seien ein Baustein für eine Umwelt, die sich den Anforderungen älterer Patienten anpasst. Ihr sei aber auch klar, dass die Herausforderungen in Dortmund aufgrund vieler sozial schwacher und alleinstehender Patienten, häufig mit Migrationsgeschichte, grundsätzlich andere seien.

Wichtiger Schritt in der Altersmedizin

Außerdem wurde am Eröffnungstag Dr. Martin Jäger, seit Januar Ärztlicher Direktor am Hüttenhospital, offiziell eingeführt. Weitere Fachleute wie Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz und Prof. Dr. Hans Jürgen Heppner über die Zukunft ihrer Disziplin. Eine Zukunft, die auch in Hörde liegen wird, wo ein für die gesamte Region wichtiges Zentrum in der Altersmedizin jetzt einen Schritt weiter ist.