Hüttenhospital bekommt neue Intensivstation
08.08.2012 | 17:57 Uhr 2012-08-08T17:57:00+0200
Hörde. Kaum zu übersehen sind die Bauarbeiten vor dem Hüttenhospital an der Straße Am Marksbach. Hier entsteht bis Ende September ein Gebäude, in dem zukünftig die Intesivstation untergebracht ist.
Ein Lkw mit Betonmischer fährt eine recht schmale Auffahrt hinunter, die vier Achsen nehmen die enge Kurve zur Straße Am Marksbach mit Bravour. Jeder Besucherin und jedem Besucher des Hüttenhospitals ist schnell klar: Hier wird gebaut – ganz intensiv. Die neue Intensivstation entsteht bei laufendem Betrieb. Denn: „Wir weisen keinen Krankenwagen ab“, beschreibt Stefan Schumann, Verwaltungsleiter des Krankenhauses, das Ziel.
Klinikbetrieb läuft trotz desNeubaus natlos weiter
Der Übergang soll fließend sein. Fertig sein soll das neue Gebäude „Ende September. Durch die Regentage im Sommer wird die Eröffnung aber erst im Oktober sein“, schätzt Schumann. Derzeit ist lediglich ein Fundament hinter dem Bauzaun neben der Einfahrt für Krankentransporte zu sehen. Doch der Bau an sich, der rund drei Millionen Euro kostet, wird schnell gehen. Die Kosten trage das Krankenhaus, dazu gibt es öffentliche Fördermittel.
Auffällig sind die quadratischen Flächen auf dem Fundament. „40 Stützpfeiler werden errichtet“, erklärt Stefan Schumann. Dies übernehmen zwei Kräne. Das restliche Gebäude entsteht bereits in Modulbauweise in einer Halle. Der Verwaltungsleiter spricht von einer „Fertigbetonlösung“, die Teile werden aufgesetzt. Der Vorteil: Negative Witterungseinflüsse spielen keine allzu große Rolle mehr, die Qualität der Bauteile sei „hervorragend“.
Die eigentliche Intensivstation – der Spatenstich erfolgte im März – kommt in das erste Obergeschoss des Neubaus, der eine Fläche von rund 600 Quadratmetern hat. „Ein Geschoss ist in zwei Tagen fertig“, beschreibt Schumann das Tempo. Und davon profitieren auch Patienten, Mitarbeiter sowie Angehörige. „Den größten Lärm machten die Bagger bei den Erdarbeiten.“ Stehen die Module erst, fallen noch Restarbeiten wie die Begrünung und das Vordach an.
Sieben Patienten werden voraussichtlich ab Oktober in zwei Zweibett- sowie fünf Einzelzimmern behandelt. Deren Größe entspreche „modernsten Richtlinien, sie sind nicht eng und klein, sondern richtig luftig“, sagt Schumann mit Blick auf den Bauplan. Hier wirken die Räume beengt, die Realität sehe aber anders aus. Wer in ein Zimmer hineinwill, muss zuerst eine Schleuse passieren – ebenfalls auf neuestem Stand der Technik. Denn den viel zitierten Krankenhauskeime, die „es aber überall gibt“, wie der Verwaltungsleiter zu Bedenken gibt, müssen natürlich draußen bleiben.
Wichtig bei der Planung war zudem, Wege kurz zu halten. Die neue Station ist mit den Ambulanzräumen, die bereits saniert wurden, verbunden. „Nicht durch eine Tür, sondern einen kurzen Gang“ müssen die Patienten. Doch das spare viel Zeit im Vergleich zu der jetzigen Situation.
Wie die Zukunft der alten Räume aussieht, steht noch nicht fest
Auf eine Intensivstation will das Hüttenhospital nicht verzichten. Aber: „In zehn Jahren tut sich in der Medizintechnik sehr viel“, weiß Schumann – ein Grund für den Neubau. Zum anderen wolle man Platz schaffen. Was genau mit den alten Räumen der Intensivstation passiert, wisse man in der Krankenhausverwaltung noch nicht. „Uns wird schon etwas einfallen“, ist sich Schumann sicher und schmunzelt.
Was bereits feststeht: Zur Eröffnung wird es einen Tag der offenen Tür geben, der Einblicke in den Bereich des Krankenhauses bietet, den viele lieber als Besucher sehen als als Patient.
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