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Sommerfest

Hombruchs Fluch der Karibik

19.07.2012 | 17:02 Uhr
Hombruchs Fluch der Karibik
Die Freunde Fabian Völkel (li.) und Benjamin Greskowiak trotzen dem schlechten Wetter bei „Hombruch karibisch“ . Foto: Anja Cord

Hombruch.   Alles war angerichtet für ein schönes Fest mit Cocktails und eigenem Strand. Und dann dieses Wetter!

Was haben Dortmund-Hombruch und Bridgetown (Barbados) gemeinsam? Antwort: An beiden Orten regnete es am Donnerstag. Allerdings war der Regen in Bridgetown etwa 10 Grad wärmer.

Von früh bis spät

Das Fest mit DJs und Live-bands ist bis Sonntag täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Ausnahme wegen des Markttages in Hombruch: Am Samstag wird’s erst ab 15 Uhr karibisch.

Hombruch hingegen muss sich noch ziemlich warm laufen, damit das neue Fest „Hombruch karibisch“, das gestern bei anfangs schauerlichem Wetter eröffnet wurde, bis Sonntag (22. Juli) ein Erfolg wird. Fünf Sattelschlepper voll mit Sand haben sie auf ihren Marktplatz gekippt. Eine Strandbar bietet „Sex on the beach“ an. Beachvolleyball soll gespielt werden. Und dann dieses Wetter! Schmissige Salsa-Rhythmen pfeffern zwar über die Pfützen, aber der Sand sieht – so nass, wie er ist – mehr nach Baustelle als nach Strand aus. Überhaupt ist die ganze Kulisse ein Sinnbild für den verpatzten Sommer. Dennoch: Die Hombrucher glauben noch an das Gute in Petrus.

Importierte Urlaubslaune

„Ist doch eine schöne Idee“, findet Christel Fleischer aus Löttringhausen, „aber ich wünsche den Hombruchern jetzt mal 30 Grad.“ Auf einen Cocktail will sie sich in den frühen Stunden des Tages noch nicht niederlassen. Und ein bisschen Kritik gibt’s auch. Der Strand ist Christel Fleischer deutlich zu klein. „Den hab ich, ehrlich gesagt, erst mal gesucht.“ Denn nicht der ganze Marktplatz ist bedeckt, sondern nur der hintere Bereich.

Gabriele Reimann war schon in Urlaub. Sie strahlt, gut gebräunt, importierte Urlaubslaune beim Gang über den Festplatz aus. Auch Arbeitskollegin Elke Avermidding findet „alles gut“. Nur der Strand... Sie wissen schon! „Vielleicht verläuft sich der Sand ja noch etwas“, sagt Elke Avermidding.

Der nächste Schauer prasselt auf die Harkortstraße und die wohl kleinste aller karibischen Inseln nieder. Sofi („so nennen mich hier alle“), die Wirtin vom Markt-Treff, blickt ein wenig fassungslos auf triefend nasse Tische und Stühle draußen vor ihrer Tür. Cocktails wollte sie in der klassischen Bierkneipe „Markt-Treff“ jetzt endlich mal auf die Karte nehmen. Glühwein wäre auch nicht falsch. Aber Sofi hat Humor und prägt deshalb den Satz des Tages: „Das ist hier nicht ,Hombruch karibisch’, sondern ,Fluch der Karibik’.“

PS: Es gibt Fluchtmöglichkeiten. Ein Reisebüro mit eigenem Stand auf „Hombruch karibisch“ bietet 14 Tage Dominikanische Republik für 1227 Euro an.

Jürgen Potthoff



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