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Holzener Hallenbad vor Übernahme

21.05.2010 | 10:57 Uhr
Holzener Hallenbad vor Übernahme

Im Süden. Es gibt viel zu tun, bevor die Schwimmgemeinschaft (SG) Süd das Schwimmbad in der Eintracht-Grundschule von den städtischen Sport- und Freizeitbetrieben übernehmen kann.

Aber sie will, laut ihrem Vorsitzenden Reinhard Milde, das Bad wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ob das klappt, hängt allerdings von den Verhandlungen mit der Stadt ab. Das Schulschwimmbecken aus den 70er Jahren mit den ungewöhnlichen Maßen 15 mal 7 Metern (und höhenver-stellbarem Boden) „ist ein Erbe damaliger Vorschriften”, erklärt Milde den Hintergrund des anstehenden Renovierungs- und Sanierungsaufwandes. Der umfasse nicht nur energetische Maßnahmen, um den hohen Energieverbrauch um weit über 50 Prozent zu senken.

IG Holzen will helfen

Hinzu komme, dass die hygienischenZustände bei der letzten Inspektion, die er in Anwesenheit zweier Zeuginnen durchführte, eher an einen „Saustall” denken ließen. Den haben die SG-Mitglieder in Eigenregie wieder auf Vordermann gebracht. Das soll auch in Zukunft so bleiben.

Schon jetzt nutzt die SG Süd, die zu den größten Schwimmvereinen Dortmunds zählt, außerhalb der Schulzeiten das Becken. Was in letzter Zeit dringend notwendig war – und wieder sein wird – weil der Betrieb im Aplerbecker Hallenbad wegen der dortigen Sanierungsarbeiten gestört war, bzw. nochmal für vier Wochen aussetzen muss, berichtet Milde. Aber auch AWo, Kindergarten und der TuS Holzen-Sommerberg halten ihre Übstunden im Eintracht-Schwimmbecken ab.

Die Interessengemeinschaft (IG) Holzen steht ebenfalls hinter dem Projekt. Ihr Vorsitzender Rudi Gaidosch: „Wir würden es persönlich jederzeit unterstützen”. Die Vorteile durch die Übernahme durch einen Verein liegen für Gaidosch auf der Hand: dauerhafte Betreuung, bessere Öffnungszeiten, flexibler Einsatz bei Reparaturen. „Es gab zudem immer Zeiten, an denen das Schwimmbad geschlossen war, weil Leute krank waren”, dem würde durch eine Übernahme ebenfalls vorgebeugt.

Konsequente Betreuung

Natürlich müssten sich dazu alle Beteiligten – Grundschule, TuS Holzen-Sommerberg, SG Süd und Stadt – an einen Tisch setzen. Den Brief, mit dem Antrag, das Bad als Betreiber zu übernehmen, hat die SG Süd Dezernent Jörg Stüdemann schon auf den Tisch gelegt. „Stüdemann ist dafür unser bester Mann”, ist Barbara Menzebach, Vorsitzende des TuS Westfalia Hombruch und gleichzeitig Sprecherin der Nutzervereine des Hombrucher Hallenbades, vom Chef der Dortmunder Sport- und Freizeitbetriebe überzeugt, „sagen alle Sportler”.

Menzebach hat jetzt selbst zur Rettung des Hombrucher Bades einen Brief an Stüdemann in seiner Funktion als Kämmerer und gleichzeitig Sportkümmerer übergeben, mit Bitte um Unterstützung der Übernahme durch die „Sportwelt” (DLRG, Kreisverband Schwimmen und Grüne Schule). Die Begründung auch hier: Die konsequente Betreuung von Bad und Badverkehr sowie flexiblere Handhabe bei betrieblichen Entscheidungen – der städtische Verwaltungsapparat falle weg, so Menzebach. Damit auch Kosten und Aufwand für die Stadt. Bleiben würde nur noch der Betriebskostenzuschuss, „und der hat sich in relativ kurzer Zeit amortisiert”, ist sich Reinhard Milde von der Schwimmgemeinschaft Süd sicher.

Antje Mosebach

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