Hohensyburg: Fahrerin (20) fuhr absichtlich in Böschung

Die 20-jährige Autofahrerin, die am Mittwoch aus einem Unfallwrack befreit werden musste, ist nicht aus Versehen von der Hengsteystraße abgekommen. Es handelte sich um einen Suizidversuch.

Syburg.. Aktualisierung, Freitag, 18.04 Uhr:

Die junge Frau wollte sich offenbar das Leben nehmen, überlebte den Versuch aber. Verletzt wählte die 20-Jährige den Notruf 112. Allerdings konnte sie der Feuerwehr nicht ihren genauen Standort nennen.

Suchtrupps fanden sie im Stadtteil Syburg nach über 70 Minuten. Nach einer dramatischen Rettungsaktion unter Begleitung von Notärzten wurde die Fahrerin erst in die Unfallklinik geflogen und dann in eine psychiatrische Klinik verlegt.

Anmerkung der Redaktion


Wir haben uns entschieden, in der Regel nicht über Selbsttötungen zu berichten, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

Das ist bei dem Unfall an der Hohensyburg passiert (Aktualisierung 22.07 Uhr):

  • Eine 20-jährige Frau aus Hagen ist mit ihrem Auto am Mittwochnachmittag in der Nähe der Hohensyburg von der Hohensyburgstraße abgekommen. Ihr Auto rutschte mehrere Meter einen Abhang hinunter. Bei dem Unfall wurde die Fahrerin - so die Angaben des Notarztes vor Ort - lebensgefährlich verletzt. Die Polizei teilte am späten Mittwochabend mit, dass die Frau letztlich nur leicht verletzt worden sein soll.
  • Trotz ihrer Verletzungen konnte die Frau selbst den Notruf der Feuerwehr anrufen. Die Rettungskräfte hatten zuerst Probleme, den Unfallort zu finden, da das Gelände nur schwer zugänglich ist. Bei der Suche wurden auch Hubschrauber eingesetzt.
  • Die Feuerwehr setzte Höhenretter ein, um die verletzte Frau aus dem Auto zu befreien. Ein Rettungshubschrauber brachte die 20-Jährige anschließend in ein Krankenhaus. Während des Einsatzes war die Hohensyburgstraße in beiden Richtungen vorübergehend gesperrt.
Aktualisierung 18.56 Uhr:

Der Einsatz ist beendet. Die Hohensyburgstraße ist wieder frei.

Aktualisierung 16.56 Uhr

Bei der Fahrerin handelt es sich um eine junge Frau, der Wagen ist in Hagen zugelassen. Die Rettungskräfte haben die Frau inzwischen unter großer Gefahr aus dem Fahrzeug befreien können.

Die Fahrerin hat bei dem Unfall lebensgefährliche innere Verletzungen erlitten. War sie beim Eintreffen der Höhenretter der Feuerwehr noch ansprechbar, verlor sie später immer wieder das Bewusstsein. Der Notarzt ordnete eine sogenannte Crash-Rettung an, um zu verhindern, dass die Frau im Autowrack stirbt.

Bei einer Crash-Rettung setzen die Einsatzkräfte vor allem auf Geschwindigkeit, um das Leben des Unfallopfers zu retten. Im Gegensatz dazu wird bei einer konventionellen Rettung zuerst auf eine Stabilisierung der Verletzten gesetzt, um zum Beispiel eine Verletzung der Wirbelsäule zu verhindern.

Die verletzte Frau wurde von dem Notarzt in einem Rettungswagen versorgt. Über ihren Gesundheitszustand gibt es derzeit noch keine weitere Informationen.

Die Hohensyburgstraße ist weiterhin gesperrt.

Der Unfallort: