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Hörder Geschichten vom Holz

28.08.2012 | 18:13 Uhr
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Hörder Geschichten vom Holz
Auch auf den Skywalk von Phoenix-West führt das Programm. Foto: Franz Luthe

Hörde.   Verein zur Förderung der Heimatpfelege in Hörde klinkt sich in den Tag des offenen Denkmals ein

Hördes Heimatpfleger waren schon immer aus besonderem Holz geschnitzt. Weit und breit zählen sie zu den Aktivsten, wenn es darum geht, Heimatgeschichte auch einem breiten Publikum schmackhaft zu machen. Am 9. September gibt es wieder eine Gelegenheit dazu. Es geht - um Holz!

Zentrale Veranstaltung an der Burg

Der Verein zur Förderung der Heimatpflege Hörde klinkt sich mit einem üppigen Programm in die Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals ein. Vorsitzender Willi Garth und seine Mitstreiter planen ein ganztägiges „Heimspiel“ (11-17 Uhr) in ihren Museumsräumen in der Hörder Burg mit Filmvorführungen, einem Konzert am Phoenix-See (12 Uhr) und Verköstigung auf dem Vorplatz der Burg. Doch auch „auswärts“, auf Phoenix-West, machen die Heimatpfleger Programm. So laden sie zu einer Führung über den „Skywalk“ am früheren Stahlwerk. Treff ist um 14 Uhr an den Wassertreppen, Nähe Hochofenstraße. Diese Führung muss aus Sicherheitsgründen auf 25 Teilnehmer beschränkt bleiben. Der anschließende historische Gang zum Museum in der Hörder Burg steht allen Interessenten offen (Treff: etwa 14.30 Uhr, neben der Phoenix-Halle). Der Gang führt über die frühere Trasse der Elias-Bahn. Hier gibt es Erläuterungen zu historisch bedeutsamen Holzfunden. So wurde 1925 am Hochofenwerk ein Knüppelsteg freigelegt, der als Fußweg über Sumpfgelände geführt hatte. Dieser Damm wurde im 9. Jahrhundert nach Christus angelegt.

Wie sehr der Werkstoff Holz die örtliche Geschichte geprägt hat, zeigen Bilderfolgen, die Heribert Wölk für den Tag des Offenen Denkmals zusammengestellt hat. Live und in dunkelbrauner Farbe wird im Heimatmuseum eine schwere Holztür aus dem einzigen Adelssitz innerhalb der Hörder Stadtmauern, dem Fürstenberger Hof, gezeigt. Das Herrenhaus wurde 1963 abgebrochen. Auf abenteuerlichen Umwegen über das Münsterland kam die Barocktür in den Bestand des Museums.

Eine große Sorge umtreibt die Hörder Historiker vor ihrer Veranstaltung am 9. September. Im Programmheft zum Tag des offenen Denkmals ist ihre Veranstaltungsabfolge in Teilen falsch wiedergegeben worden. Willi Garth betont: „Die Hauptveranstaltung findet an der Hörder Burg und nicht auf Phoenix-West statt.“ Dort gibt es nur die erwähnten Führungen und nichts zu essen und zu trinken. Schon gar nicht die schmackhaften Brote, die jenen Steinkugeln nachgebildet sind, mit denen die Grafen von der Mark gern mal Dortmund beschießen ließen.

Jürgen Potthoff

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