Gutachter: Mehr Parkscheinautomaten und Parkausweise

Noch sind es nur Gutachter-Empfehlungen zum Thema Parken in Hombruch. Doch sie dürften bei Politikern und Bürgern für heftige Diskussionen sorgen, geht es doch um so umstrittene Vorschläge wie Parkschein-Automaten und Anwohner-Parkausweise. Wir beantworten die sechs wichtigsten Fragen.

Hombruch.. Wie sehen die Gutachter die aktuelle Situation?
Die Gutachter bescheinigen einen hohen Parkdruck im Hombrucher Zentrum. Besonders an Markttagen gebe es sogar eine deutliche Überlastung der vorhandenen öffentlichen Parkplätze. Zwar sei rechnerisch eine Reserve von etwa 13 Prozent vorhanden.Freie Kapazitäten lägen allerdings vorwiegend am Rande des Zentrums, die damit für den Kunden- und Besucherverkehr wenig attraktiv seien.

Was schlagen die Gutachter vor?
Die Verkehrsplaner wollen Langzeitparker aus dem Zentrum an den Rand zu verdrängen, um dort Platz für Kurzzeit-Parker zu schaffen.

Wie soll das gehen?
Nach Willen der Verkehrsplaner soll es mehr kostenpflichtige Parkplätze mit Parkscheinautomaten oder zeitlich befristete Plätze mit Parkscheiben-Regelung geben. Der schon jetzt kostenpflichtige Parkplatz Ginsterstraße soll besser ausgeschildert werden. Für den Parkplatz Aussigring im Osten des Zentrums empfehlen die Gutachter den Bau einer Parkpalette, um bis zu 80 zusätzliche Stellplätze zu schaffen - was bei den Bewohnern der benachbarten Wohnhäuser nicht unbedingt auf Begeisterung stößt.

Wer soll denn dort bauen?
Weil die finanziell klamme Stadt die Parkpalette nicht selbst bauen kann, sondern ein privater Investor nötig ist, wird das Parken dort auch Geld kosten. Die Folge wäre, dass die Parkplätze im Umfeld ebenfalls kostenpflichtig werden müssten, erläutern die Gutachter.

Welche Folgen hätte das für Hombruch?
Überall dort, wo künftig Parkscheinautomaten aufgestellt werden, sollen Parklizenzen ausgegeben werden, damit Anwohner weiterhin frei parken können - wobei für Bewohnerparkausweise jährlich 30,70 Euro zu zahlen sind.

Was sagt der Bezirksbürgermeister dazu?
Bei aller Zustimmung zur Analyse der Verkehrsexperten sieht Bezirksbürgermeister Hans Semmler den Vorschlag für die Ausweitung von Parkautomaten und Bewohner-Parkzonen denn auch skeptisch. "Wir gehen aber offen in die Diskussion, in die die Bürger einbezogen werden", kündigt Semmler an.