Grüne Welle für die Linie 440

An der Abfahrt der B54 zum Rombergpark ist die Kreuzung mit der L523 bereits mit einer Busvorrangschaltung ausgestattet.
An der Abfahrt der B54 zum Rombergpark ist die Kreuzung mit der L523 bereits mit einer Busvorrangschaltung ausgestattet.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bei der Linie 440 kann das bis zum Ende ihrer Strecke zu gravierenden Verspätungen kommen – sie ist Dortmunds längste Buslinie. Daher hat man auch auf ihrer Strecke begonnen, die Vorrangschaltung umzusetzen.

Im Süden..  Verspätung geht schnell. Ein Stau, Baustellen, rote Ampeln – und zack, kommt der Bus zu spät. Erst an der einen Haltestelle, dann an der nächsten – die Verspätungszeiten summieren sich bei zusätzlichen Behinderungen. Bei der Linie 440 kann das bis zum Ende ihrer Strecke zu gravierenden Verspätungen kommen – sie ist Dortmunds längste Buslinie. Daher hat man auch auf ihrer Strecke begonnen, die Vorrangschaltung umzusetzen. Ampeln, die über ein modernes Funksystem den Bussen freie Fahrt schaffen. Satelliten machen es möglich.

Satellit findet den Bus

Durch den ganzen Dortmunder Süden zieht sie sich, die Buslinie 440; über acht Jahre schon die Umsetzung des „RBL“, des „rechnergeschützten Betriebsleitsytems“ (wir berichteten). Die Busse wurden zunächst mit Funkmodulen ausgestattet, die über Satellit der Verkehrsleitstelle melden, welcher Bus wann wo ist. Die sieht auch, wenn der Bus zu spät oder zu früh ist. Hilft auch der dsw-internen Regelung, damit die Busfahrer ebenfalls darauf achten, den Kunden nicht zu früh wegzufahren.

Jetzt sind die Ampeln dran. Die Umrüstungsarbeiten laufen. Während die einen Anlagen mit einem Funkempfänger, dem Rechner für die Auswertung der Funktelegramme und einem neuen Programm ausgerüstet werden, müssen bei anderen, älteren Ampeln das Steuergerät und wesentliche Teile erneuert werden, erklärt Martin Krieg vom Tiefbauamt, Leiter der Verkehrstechnik. Dazu gehöre auch, von der Glühlampe auf die stromsparende LED-Technik zu wechseln.

An fünf Stellen der Linie 440 ist die Beschleunigungsmaßnahme schon umgesetzt – und funktioniert: Köln-Berliner-Straße (Am Aplerbecker Markt), Stockumer Straße/B54, Steinsweg/Ewald-Görshop-Straße bzw. Auf der Linnert und an der Borussiastraße (am Hellweg-Baumarkt) funkt es zwischen Bus und Ampel. Mindestens acht weitere Bereiter der grünen Welle folgen in diesem Monat, die restlichen beginnen zwischen Dezember und Januar zu senden.

Dabei reagieren die Schaltungen intelligent: Erst automatisch nach zwei Minuten, bei Verspätungen über zwei Minuten sofort – denn das merken sie. Schwierig wird es, erklärt Bernd Winkelmann, wenn eine Bushaltestelle sich vor einer Funkampel befindet. Da kann die Zwei-Minuten-Regelungen hinfällig werden, manchmal sogar stören, da sie für die wartenden Autofahrer keinen Sinn macht. Für den Fall, so Winkelmann, könne der Busfahrer manuell eingreifen, um unnötige Wartezeiten – und Ärger – zu vermeiden.