Das aktuelle Wetter Dortmund 21°C
Verkehr

Grüne Welle für die Linie 440

04.11.2012 | 15:54 Uhr
Grüne Welle für die Linie 440
An der Abfahrt der B54 zum Rombergpark ist die Kreuzung mit der L523 bereits mit einer Busvorrangschaltung ausgestattet.Foto: Helmuth Vossgraff

Im Süden.   Bei der Linie 440 kann das bis zum Ende ihrer Strecke zu gravierenden Verspätungen kommen – sie ist Dortmunds längste Buslinie. Daher hat man auch auf ihrer Strecke begonnen, die Vorrangschaltung umzusetzen.

Verspätung geht schnell. Ein Stau, Baustellen, rote Ampeln – und zack, kommt der Bus zu spät. Erst an der einen Haltestelle, dann an der nächsten – die Verspätungszeiten summieren sich bei zusätzlichen Behinderungen. Bei der Linie 440 kann das bis zum Ende ihrer Strecke zu gravierenden Verspätungen kommen – sie ist Dortmunds längste Buslinie. Daher hat man auch auf ihrer Strecke begonnen, die Vorrangschaltung umzusetzen. Ampeln, die über ein modernes Funksystem den Bussen freie Fahrt schaffen. Satelliten machen es möglich.

Satellit findet den Bus

Durch den ganzen Dortmunder Süden zieht sie sich, die Buslinie 440; über acht Jahre schon die Umsetzung des „RBL“, des „rechnergeschützten Betriebsleitsytems“ (wir berichteten). Die Busse wurden zunächst mit Funkmodulen ausgestattet, die über Satellit der Verkehrsleitstelle melden, welcher Bus wann wo ist. Die sieht auch, wenn der Bus zu spät oder zu früh ist. Hilft auch der dsw-internen Regelung, damit die Busfahrer ebenfalls darauf achten, den Kunden nicht zu früh wegzufahren.

Jetzt sind die Ampeln dran. Die Umrüstungsarbeiten laufen. Während die einen Anlagen mit einem Funkempfänger, dem Rechner für die Auswertung der Funktelegramme und einem neuen Programm ausgerüstet werden, müssen bei anderen, älteren Ampeln das Steuergerät und wesentliche Teile erneuert werden, erklärt Martin Krieg vom Tiefbauamt, Leiter der Verkehrstechnik. Dazu gehöre auch, von der Glühlampe auf die stromsparende LED-Technik zu wechseln.

An fünf Stellen der Linie 440 ist die Beschleunigungsmaßnahme schon umgesetzt – und funktioniert: Köln-Berliner-Straße (Am Aplerbecker Markt), Stockumer Straße/B54, Steinsweg/Ewald-Görshop-Straße bzw. Auf der Linnert und an der Borussiastraße (am Hellweg-Baumarkt) funkt es zwischen Bus und Ampel. Mindestens acht weitere Bereiter der grünen Welle folgen in diesem Monat, die restlichen beginnen zwischen Dezember und Januar zu senden.

Dabei reagieren die Schaltungen intelligent: Erst automatisch nach zwei Minuten, bei Verspätungen über zwei Minuten sofort – denn das merken sie. Schwierig wird es, erklärt Bernd Winkelmann, wenn eine Bushaltestelle sich vor einer Funkampel befindet. Da kann die Zwei-Minuten-Regelungen hinfällig werden, manchmal sogar stören, da sie für die wartenden Autofahrer keinen Sinn macht. Für den Fall, so Winkelmann, könne der Busfahrer manuell eingreifen, um unnötige Wartezeiten – und Ärger – zu vermeiden.

Antje Mosebach


Kommentare
05.11.2012
16:36
Grüne Welle für die Linie 440
von Kurzwellenhoerer | #2

Die Verspätungen sind wohl eher darin zu finden, dass auf der Linie 470 - die dann weiter als 440 nach Aplerbeck und weiter als 437 nach Sölde fährt - die Fahrzeiten seit Einführung des Busnetzes 2000 Ende der 90er Jahre um 7 Minuten gekürzt wurden. Hinzu kommt der kontrollierte Einstieg, höheres Verkehrsaufkommen sowohl beim MIV als auch beim ÖPNV und zusätzliche 30er-Zonen. Da helfen keine besonderen Ampelschaltungen, vielmehr sollte die Verkehrsplanung der DSW21 einmal die Fahrzeitkürzung überdenken.

04.11.2012
17:22
Erbitte deutsche Übersetzung
von irgendwem | #1

Was genau bedeutet der Text „Erst automatisch nach zwei Minuten, bei Verspätungen über zwei Minuten sofort – denn das merken sie. Schwierig wird es, erklärt Bernd Winkelmann, wenn eine Bushaltestelle sich vor einer Funkampel befindet. Da kann die Zwei-Minuten-Regelungen hinfällig werden, manchmal sogar stören, da sie für die wartenden Autofahrer keinen Sinn macht.“? – Für mich ergeben diese Zeilen keine Sinn, sie folgen nicht einmal den Regeln der deutschen Sprache.

Aus dem Ressort
Edeka in Sölderholz kommt gut an
Erste Bilanz
Endlich wieder Einkaufen in Sölderholz: Seit einigen Wochen hat dort ein großer Supermarkt die Tore geöffnet. Jetzt zieht der Inhaber des Marktes ein erstes Zwischenfazit zum neuen Standort.
Das ist alles am Phoenix-See verboten
Gewässer
Grillen, baden, tauchen? Am Phoenix-See ist das verboten - und noch vieles mehr. Das Radfahr-Verbot an Teilen des Sees ist da nur der jüngste Verbots-Neuzugang. Damit Besucher wissen, wie sie sich richtig verhalten, haben wir alle Verbote in einer Fotostrecke zusammengetragen.
Radfahr-Verbot am Phoenix-See: richtig oder falsch?
Überblick über Diskussion
Wird der Phoenix-See zum "Man-darf-nix-See"? Das Radfahr-Verbot an einigen Stellen des Phoenix-Sees wird heftig diskutiert. Während sich viele über die neue Fußgänger-Zone aufregen, gibt es auch Verständnis. Wieder andere denken schon weiter. Ein Überblick über die aktuellen Tendenzen der...
Parkplatz am S-Bahnhof Kruckel als Müllkippe missbraucht
Müllsäcke und Grünschnitt
Grünschnitt, Müllsäcke und Unrat: Auf dem Parkplatz nördlich des S-Bahnhofs Kruckel finden Anwohner und Bahnfahrer immer wieder illegal abgeladene Abfälle. Sie fürchten Ungeziefer. Und die organischen Abfälle stinken. Ein Problem, mit dem sich die Deutsche Bahn dort regelmäßig befassen muss.
Schwerlaster zerstören regelmäßig eine Verkehrsinsel
Aplerbecker Straße
Eine Insel mit drei Macken: Es ist der Schwerlastverkehr der den Anwohnern der Aplerbecker Straße zwischen der Einmündung Leni-Rommel-Straße und Buddenacker so richtig aufs Gehör geht. Regelmäßig zerstören LKW die Verkehrsinsel. Jetzt melden sich Aplerbecker Politiker zu Wort.
Fotos und Videos
So entsteht die Energie-Plus-Kita
Bildgalerie
Fotostrecke
Das ist die Hausordnung am Phoenix-See
Bildgalerie
Fotostrecke