Das aktuelle Wetter Dortmund 6°C
Süd

Grimmelsiepen - "Jetzt geht es um das Wie"

26.07.2007 | 03:32 Uhr

Hörde. Architekt Isa Karatas ist optimistisch: Ende August, am 29., nach dem nächsten Gesprächstermin in der Stadtverwaltung, beginnt das Bebauungsplanverfahren für das Gebiet Am Grimmelsiepen.

Auf dem 30 000 Quadratmeter großen Gelände will der Türkisch-Islamische Kulturverein, der Träger des Wohnprojektes ist, 56 Doppelhaushälften bauen lassen und ein Gemeindezentrum mit Moschee sowie eine Spielwiese und eine Spielanlage. Seit mehr als vier Jahren wird geplant und gezeichnet, diskutiert und verhandelt. "Jetzt geht es nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie", sagt Isa Karatas der Stadtteil-Zeitung.

Und das Wie hat sich in den letzten Monaten im Vergleich zu den ersten Ideen geändert. Die ersten Häuser auf dem Grundstück, das als Grenzen die Benninghofer Straße und die Straßen An der Goymark und Am Grimmelsiepen hat, sollen 30 Meter weiter entfernt von der Goymark stehen. "Andernfalls müssten wird die Lärmschutzwand sehr viel höher bauen", so Karatas. Der Grund für diesen Teil der neuen Planung: Der Autoverkehr auf der Straße An der Goymark ist in den letzten Jahren gestiegen.

Auch für den Norden des Geländes gibt es andere Vorschläge. Den Spielplatz Am Grimmelsiepen wird es nach der Plan-Variante V nicht mehr geben, auf dieser Fläche sollen auch Doppelhäuser stehen. Als Ausgleich ist eine große Spielwiese samt Spielanlage zwischen Gemeindezentrum und Wohnpark vorgesehen.

Käuferwerbung beginnt im Herbst

Vom Wunsch, ein Haus für betreutes Wohnen zu bauen, hat der Verein vorerst Abstand genommen, sagt der Architekt.

Noch gehört das Grundstück der Stadt Dortmund. Karatas rechnet damit, dass der Kaufvertrag im Sommer 2008 zwischen der jetzigen Eigentümerin und dem Kulturverein abgeschlossen wird. Mit der Suche nach bauwilligen Familien will der Verein bereits im September anfangen, nach dem entscheidenden Gespräch mit der Verwaltung. Die Liste der Interessenten ist den vergangenen vier Jahren kürzer geworden, sagt der Architekt. Viele Familien hatten keine Lust so lange zu warten, bis sich auf dem Grimmelsiepen-Gelände endlich etwas tut.

Es soll keine Siedlung entstehen, in der sich die Häuser zum Verwechseln ähnlich sehen, kündigt Karatas an. Nur wenige Vorgaben gelten für alle Gebäude: Die müssen geneigte Dächer haben, zwei Geschosse und dürfen maximal 25 Prozent der Grundstücksfläche einnehmen. Wert legen Verein und Architekt darüber hinaus auf eine ökologische und energiesparende Bauweise.

Das Gemeindezentrum wird in der Dreiecksspitze zwischen Benninghofer Straße und der Straße an der Goymark stehen. "Etwa ein Drittel der Räume sind für religiöse Veranstaltungen vorgesehen, wie die Gebetsräume, der Rest gibt Platz für Begegnungen", so Isa Karatas. Und meint: Für Begegnungen von Menschen aller Religionen und Glaubensrichtungen, jeden Alters und Geschlechts.

Von Susanne Schulte

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2041931/create

UMFRAGE

Sollen Stehplätze in Fußballstadien abgeschafft werden?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Hombrucher Marktplatzfest
Bildgalerie
Fotostrecke
Kunstfrühling
Bildgalerie
Bunt statt Regen
Dortmund-Süd von oben
Bildgalerie
Aus der Luft
Eisiger Phoenix-See
Bildgalerie
Winter
Aus dem Ressort
Geschichtsverein pachtet Trauerhalle
Aplerbeck
Der langsame Verfall der städtischen Trauerhalle an der Köln-Berliner-Straße ist spätestens ab Herbst 2012 Geschichte. Der Aplerbecker Geschichtsverein wird das denkmalgeschützte Gebäude sanieren und mit Leben füllen.
Lektüre für die Wandervögel
In Hörde
Er hat nur eine Auflage von 300 Exemplaren und behauptet sich dennoch seit Jahrzehnten: Der „Hörder Gebirgsbote“. Im Juni kann er sogar einen doppelten Geburtstag feiern: Vor 65 Jahren gab es die erste, noch größtenteils handgeschriebene Ausgabe. Seit 40 Jahren gibt es ihn nahezu unverändert in der...