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Brünninghauser in China

Gesamtschüler als Superstars

02.04.2009 | 19:57 Uhr
Gesamtschüler als Superstars

Brünninghausen. (sam) In der chinesichen Millionenstadt Tianjin waren Jasmina Götz (16), Madita Kerselbaum (16) und Tobodas Gillner (15) zehn Tage lang Superstars.

Die Brünninghauser Gesamtschüler waren dabei, als Schulleiterin Edeltraud Häger im März dort den Partnerschaftsvertrag mit der „II. Nan Kai Highschool” unterschrieb.

Waren in China: von links, unten: Tobias Gillner, Madita Kersebaum, Jasmina Götz, oben: Edeltraud Hägar, Dagmar Kantert, Tom Otto. Foto: Linz/PiLi

„Die Menschen in der Stadt haben uns mit offenen Mündern angestarrt”, sagt Jasmina, die noch sichtlich unter dem Eindruck der fremden Kultur steht. Ein Eindruck, den im August rund 15 Austauschschüler aus China wohl ebenso aus Brünninghausen mit nach Hause nehmen werden.

Disziplin ist alles an der Highschool: „Wir hängen hier auf unseren Stühlen herum, die Chinesen sitzen gerade”, erklärt Madita. Keine Zwischenrufe stören den Unterricht. Neben Englisch und Mathe stehen auch Militärunterricht und Kalligrafie auf dem Lehrplan der 1500 Schüler. Europäische Geschichte ebenfalls, jedoch mit eklatanten Fehlern: „Viele glauben, Hitler sei ein Philosoph gewesen”, schüttelt Jasmina entsetzt ihren Kopf.

Den Besuchern – neben der Direktorin zwei Lehrer und sechs Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 – gefiel besonders die Ruhe und Konzentration in den Highschool-Klassen. „Das fehlt bei uns”, bedauert Jasmina. In China selbst hätten sie gern mehr Kontakt zu chinesichen Schülern gehabt. Doch ohne poilizeiliche Genehmigung geht dort nichts.

Angestoßen haben die Chinesen im letzten Jahr die Partnerschaft. Und sie wollen noch weiter gehen: „Ein Lehrer von uns könnte für sechs Monate dort unterrichten – alle Kosten würden übernommen”, sagt die Schulleiterin. Eine Entscheidung dazu steht noch aus.

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