Das aktuelle Wetter Dortmund 26°C
Herz-Jesu-Kirche

Gemeinde fehlen 250.000 Euro für Kirchturm-Sanierung

23.02.2013 | 02:54 Uhr
Mittlerweile ein schon gewohntes Bild: Das Baugerüst am Kirchturm von Herz-Jesu. Bis es verschwindet, kann es noch dauern.
Mittlerweile ein schon gewohntes Bild: Das Baugerüst am Kirchturm von Herz-Jesu. Bis es verschwindet, kann es noch dauern.Foto: Archivfoto: Peter Bandermann

Hörde.  Die Glocken der Herz-Jesu-Kirche läuten noch täglich. Doch es steht nicht gut um den Kirchturm nahe des Phoenix-West-Geländes. Denn seit Kurzem weiß die Gemeinde, was die Sanierung des seit zwei Jahren eingerüsteten Turms kosten wird. Das Ergebnis bezeichnet Pfarrer Norbert Appel als Desaster.

1,2 Millionen Euro: Das ist der Preis für eine komplette Erneuerung des maroden Kirchturms. 270 000 Euro davon muss die Gemeinde selbst tragen. "Dafür reichen unsere Rücklagen leider bei weitem nicht", meint Norbert Appel. Im Klartext: 250 000 Euro fehlen, damit der Turm wieder sicher ist. "Ich weiß keinen Rat", meint der Pfarrer.
Zwar gebe es viele Gemeindemitglieder, die sofort Unterstützung signalisiert hätten. "Aber in dieser Größenordnung ist das schwierig." Gespräche mit der zuständigen Diözese in Paderborn verliefen frustrierend. Die Kirchenverwaltung übernimmt bereits bis zu 75 Prozent der Kosten. Für seinen Wunsch nach mehr Unterstützung erntete Appel nur ein müdes Lächeln.
Schadensanalyse wie ein Dominospiel

Mit kleinen Steinchen begann vor zwei Jahren das Dilemma. Denn nachdem erste Teile des Turms auf den Kirch-Vorplatz gefallen waren, startete die Herz-Jesu-Gemeinde die Schadensanalyse. Im März 2012 kam das Gerüst, das bis heute den Turm bis zu dessen grünem Dach umschließt.

Fast ein Jahr haben Architekten die Schäden begutachtet. "Es ist wie ein Dominospiel", meint Norbert Appel. Denn ein Problem folgt auf das nächste: Die Steine sind brüchig, die darin verarbeiteten Stahl-Konstruktionen rosten, das Ganze ist nachlässig verputzt. Die Kirche wurde 1914 gebaut, ein großer Teil wurde allerdings im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Beim Wiederaufbau zu Beginn der 50er Jahre wurde Material eingebaut, das nun der Witterung nicht mehr standhält.

"Der Kirchenvorstand sucht verborgene Schätze"

Wie es weitergeht, wird sich Anfang der kommenden Woche klären, wenn weitere Gespräche mit den Architekten anstehen. Denn zumindest eine teilweise Sanierung des Turms ist denkbar. Die 250 000-Euro-Lücke bleibt.

"Der Kirchenvorstand sucht verborgene Schätze", formuliert es der Pfarrer im Gemeindebrief. Es ist eine Prise Humor in der ernsten Lage für die alte Kirche.

Von Felix Guth

Facebook
Kommentare
23.02.2013
08:51
Gemeinde fehlen 250.000 Euro für Kirchturm-Sanierung
von Applebeach4Ever | #1

jaja...aber Milliarden an Kirchensteuern verlangen..Wo ist das ganze Geld ? Warum wird dieses Geld nicht in Sanierungen gesteckt ?

Aber kleinen Tip: Weg mit dem Ding und gut ist..spart Geld und die Nerven der Anwohner die von der Bimmelei geweckt werden...

Fotos und Videos
So entsteht die Energie-Plus-Kita
Bildgalerie
Fotostrecke
Das ist die Hausordnung am Phoenix-See
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Radfahr-Verbot am Phoenix-See: richtig oder falsch?
Überblick über Diskussion
Wird der Phoenix-See zum "Man-darf-nix-See"? Das Radfahr-Verbot an einigen Stellen des Phoenix-Sees wird heftig diskutiert. Während sich viele über die neue Fußgänger-Zone aufregen, gibt es auch Verständnis. Wieder andere denken schon weiter. Ein Überblick über die aktuellen Tendenzen der...
Parkplatz am S-Bahnhof Kruckel als Müllkippe missbraucht
Müllsäcke und Grünschnitt
Grünschnitt, Müllsäcke und Unrat: Auf dem Parkplatz nördlich des S-Bahnhofs Kruckel finden Anwohner und Bahnfahrer immer wieder illegal abgeladene Abfälle. Sie fürchten Ungeziefer. Und die organischen Abfälle stinken. Ein Problem, mit dem sich die Deutsche Bahn dort regelmäßig befassen muss.
Schwerlaster zerstören regelmäßig eine Verkehrsinsel
Aplerbecker Straße
Eine Insel mit drei Macken: Es ist der Schwerlastverkehr der den Anwohnern der Aplerbecker Straße zwischen der Einmündung Leni-Rommel-Straße und Buddenacker so richtig aufs Gehör geht. Regelmäßig zerstören LKW die Verkehrsinsel. Jetzt melden sich Aplerbecker Politiker zu Wort.
Neues Radfahr-Verbot am Phoenix-See sorgt für Ärger
Hafen ist Fußgängerzone
Radfahrer müssen absteigen: Am Phoenix-See ist ein Teil der Promenade zur Fußgängerzone erklärt worden. Wer auf dem Fahrrad rund um den Hafen erwischt wird, muss zahlen. Die Reaktionen auf dieses Fahrverbot für Radfahrer sind zahlreich und heftig.
Politiker wollen Umbau des Emscherstadions
Kunstrasenplatz
Vier Bezirkssportanlagen sollten in den kommenden Jahren in moderne Kunstrasen-Stadien umgebaut werden - alles nur ein Gerücht, sagt die Stadt. Jetzt melden sich aber Aplerbecker Politiker zu Wort, die den Umbau des Emscherstadions an der Schweizer Allee in einen Kunstrasenplatz begrüßen.