Gardenkamp-Ausbau in Barop: Heute geht es weiter
05.08.2009 | 20:08 Uhr 2009-08-05T20:08:00+0200Barop. „Da werden Milllionen Euro in den Sand gesetzt”, Claudia Tillmann, Sprecherin der Anwohner von Hugo-Heimsath-Straße, Gardenkamp, Korte Geitke und Baroper Straße gibt den Kampf nicht auf gegen den Ausbau Vogelpothsweg / Gardenkamp.
Die Stadt stört das wenig. Ab heute (6.) werden die Arbeiten an dem Straßenzug vorgesetzt.
Für die Anlieger bleibt der Gardenkamp-Ausbau weiterhin der schlechteste Weg, die Verkehre künftig von der Stockumer Straße zur Universität zu leiten. Nach Alternativen, wie eine Trasse über den Meitnerweg oder den Hauert würde gar nicht erst gesucht, ärgert sich Claudia Tillmann.
„Die Stadt hatte offenbar nie den Auftrag, die Verkehrsströme in Richtung Uni ohne den Gardenkamp zu analysieren”, glaubt sie mit Blick, auf schon bestehende Anbindungen. Stattdessen würde jetzt wertvolles Naturschutzgebiet zerstört. Schon im Februar hat das Tiefbauamt Büsche und Sträucher entfernt.
Die Politik richtet ihr Augenmerk jedoch auf andere nachhaltige Entlastungen. „Den lärm- und verkehrsgeplagten Anwohnern wurde schon seit Mitte der 90er Jahre die Entlastung der Palmweide, der Ostenbergstraße, des Lehnertweges und des Eichlinghofer Dorfkernes vom Durchgangsverkehr versprochen”, betont SPD-Ratvertreter Olaf J. Radtke. Das Gardenkamp-Projekt als einzige Altenative müsse daher zügig umgesetzt werden. Wichtig findet Radtke in diesem Zusammenhang auch eine Schulwegsicherung durch Errichtung der Ampelanlagen an der Stockumer und Baroper Straße sowie den Fuß- und Radwegausbau. Die Einbahnstraßenführung auf der Baroper Straße für die Bauzeit aufzuheben, erteilt er eine Absage. Die Fahrbahnbreite reiche aus Sicherheitsgründen für Begegnungsverkehr nicht aus. „Ich könnte mir sehr gut vorstellen, den nördlichen Campus-Teil mit Hilfe einer Spur der Universitätsstraße über den Meitnerweg wieder erreichen zu können”, bringt Radtke eine Variante ins Spiel. Für den Henriettenweg müssten die Ein- und Ausfahrten gewährleistet sein. Ferner dürfe die Straße nicht als Schleichweg dienen. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 auf 50 km/h auf der Stockumer Straße sei ebenfalls anzudenken.
Nach der Abholz-Aktion nördlich des Vogelpothsweges soll ab heute das auf der Uni-Süd-Tangente zwischengelagerte Holz abtransportiert werden. Gerodet wurde zu einem Zeitpunkt, an dem das Landschaftsgesetz nicht greift. Die Kosten: 12 635,12 Euro.
Auf dem etwa 500 Quadratmeter große Areal des künftigen Regenrückhaltebeckens am Rahmkebach werden aus ökologischen Gründen bis Anfang Oktober keine Bauarbeiten durchgeführt. sam
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