Frost lässt Gehwegplatten wackeln
23.01.2013 | 17:17 Uhr 2013-01-23T17:17:00+0100
Hombruch. Der Frost hat an der Gablonzstraße im Dortmunder Süden Gehwegplatten gelöst und bis zu drei Zentimenter hochgedrückt. Eine Gefahr für Fußgänger, meint Bezirksbürgermeister Hans Semmler (CDU). Er sieht Handlungsbedarf der Stadt.
Kinder und Sportler mögen es lustig finden. Seh- und gehbehinderte Menschen können im schlimmsten Fall froh sein, dass das Krankenhaus in der Nähe ist: Die wackligen und hochstehenden Gehwegplatten auf der Gablonzstraße geben Bezirksbürgermeister Hans Semmler und Hans-Jürgen Grotjahn, CDU Fraktionssprecher, Anlass zur Sorge. Erste Schritte sind unternommen, aber passieren muss ihrer Meinung nach schnell mehr, wie sie beim gestrigen Ortstermin im Hombrucher Ortskern belegten.
Tiefbauamt reagierte schnell
Bei einem abendlichen Gang am vergangenen Sonntag musste Hans Semmler angesichts der Stolperfallen auf der Gablonzstraße stutzen. Wackelige Platten, 50 mal 50 cm große Steine, die an der ein oder anderen Ecke bis zu 3 cm aus dem Boden ragen. Offensichtlich seit Neuestem, denn Semmler, so sagt er, geht oft hier her: „Das habe ich vorher so nicht gesehen“. Das von ihm informierte Tiefbauamt reagierte schnell. An der Bushaltestelle Ecke Harkortstraße wurden Platten gegen Asphalt ausgewechselt.
Das reiche nach Ansicht der beiden Hombrucher CDU-Vertreter nicht aus. Sie zeigten gestern genau, wo es im wahrsten Sinne des Wortes hakt: lauter Wackelsteine und Stolperfallen auf 500 Metern beider Straßenseiten zwischen Kreuzungsbereich Harkort-/ Gablonz-/ Löttringhauser Straße plus der 100 Meter auf der Gemeindehaus bis Steinäckerstraße.
"Hier muss die Stadt sofort handeln"
„Hoppla, Lore“, ruft Hans Semmler und greift einer stark sehbehinderten älteren Dame unter die Arme. Sie hatte die hochstehende Kante nicht gesehen. „Hier muss die Stadt sofort handeln“, fordert Semmler und verweist auf die Verkehrssicherungspflicht. Die sieht die Stadt, bestätigt Pressesprecher Thomas Kampmann . Daher auch das prompte Handeln im Bereich Bushaltestelle. An allen anderen Stellen müsse man die Witterung abwarten, die eine Reparatur zur Zeit nicht zulasse. Hintergrund sei der starke Frost in den letzten Tagen. Die Gehwegplatten seien nur bis zu 30 cm Tiefe frostsicher und würden durch das sich ausdehnende Wasser von unten an einzelnen Ecken hochgedrückt. Normalerweise senkten sich die Platten später wieder ab, so Kampmann. Bis dahin mahnt ein Warndreieck an beiden Straßenenden – in knapp drei Meter Höhe. „Das sieht doch keiner“, monieren die beiden CDU-Männer und sehen Nachbesserungsbedarf.
19:03
Das ist nicht nur der Frost, das ist durch jahrelanges Nichtstun. (Kein Geld für die Sicherheit der Bürger)
17:04
@2: In Dortmund funktionieren die einfachsten Prozesse in der Stadt nicht mehr.
- In Eving wurde mehrfach in der Bezirksvertretung über die Beseitigung von Unkraut am Strassenrand (Brechten) diskutiert.
Wenn solche banalen Aufgaben jetzt Bezirksparlamente erfordern, ist damit deren Existenz berechtigt, es zeigt aber auch, dass die normalen Dienstleistungen der Stadt an den Bürger nicht mehr funktonieren.
@1: Auch elementares Verhalten muss wohl heute noch erklärt werden. Dem Bürger wird nichts mehr zugetraut. Selbst das normale Gehen wird zur Herausforderung.
Aber Hauptsache der Bürger ist im Geländewagen und in der Urban Outdoor Style-Funktionsjacke unterwegs.
Eigentlich ist das lustig.
"Aber Hauptsache der Bürger ist im Geländewagen und in der Urban Outdoor Style-Funktionsjacke unterwegs."
... parkt dann auf dem Gehweg und wundert sich dann als Fußgänger über die Gehwegschäden.
10:18
Schon beachtlich, um was sich mittlerweile Bezirks-Bürgermeister kümmern müssen! Das machen doch sonst aufmerksame Anwohner mit einem Anruf bein der Stadtverwaltung und die Kontrolleure des Tiefbauamtes. Aber - da die Stadt Dortmund Pleite ist, bedarf es vermutlich selbst zum begradigen einiger Gehwegplatten schon einer hohen politischen Intervention. Das lässt tief blicken .....
Noch tiefer blicken lässt allerdings auch pathologisches Nick-Wechseln bei unverändertem Kommentierungszwang.
00:08
Wie ist es denn mal mit vernünftigen Winter oder Wanderschuhen und schön wie ein Storch die Füße hoch.