Flussregenpfeifer erzwingen Baustopp auf Phoenix-West

Jetzt also doch: In der schier unendlichen Diskussion um die Flussregenpfeifer auf Phoenix-West lässt die Nordwest AG die Bauarbeiten für ihren Firmen-Neubau ruhen. Weil die brütenden Vögel unter Artenschutz stehen, dürfen sie nicht vertrieben werden. Währenddessen teilt Oberbürgermeister Ullrich Sierau Seitenhiebe aus.

Hörde.. Ein neues Gelege mit drei Flussregenpfeifer-Eiern und die ausgesprochen agilen Küken von vier Altvögeln sorgen für einen Baustopp auf der Nordwest-Baustelle auf Phoenix-West in Hörde. Das Unternehmen aus Hagen will dort einen neuen Firmensitz für 300 Mitarbeiter bauen. Seit Mitte März brüten dort allerdings mehrere Flussregenpfeifer-Paare. Sie stehen unter Schutz und dürfen nicht vertrieben werden.

Spatenstich verschoben

Die Konsequenz: "Die Bauarbeiten ruhen", sagte ein Sprecher der Stadt. Und das wahrscheinlich für mehrere Wochen - während der Brutzeit und Aufzucht der Jungvögel. Der für den 12. Juni terminierte erste Spatenstich wird auf jeden Fall verschoben, kündigte Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Dienstag an. Er konnte sich einen Seitenhieb auf den Bauherrn nicht verkneifen: Die Probleme hätte man vermeiden können, wenn man die erteilte Baugenehmigung schneller umgesetzt hätte.