Ersatzampel steht seit einem Jahr - und bleibt bis Herbst

Sie war nur als Ersatz gedacht und sollte die ausgefallene Ampelanlage im Hörder Ortskern ersetzen. Mittlerweile steht die provisorische Ampelanlage allerdings schon fast ein Jahr lang an einer der größten Kreuzungen des Stadtteils. Auf eine neue Ampelanlage müssen die Hörder wohl noch etwas warten.

Hörde.. Seit fast genau einem Jahr ist die Ampelanlage an einer der größten Kreuzungen im Hörder Ortskern nur ein Provisorium. An der Hörder Bahnhofstraße/Am Stift/Benninghofer Straße steht seit 2014 eine Ersatzampel. Nach chaotischen Tagen im Juli des vergangenen Jahres war plötzlich komplett Schluss mit der Vorgänger-Ampel.

Gefährliche Situationen für Linksabbieger

Die Ereignisse hatten sich überschlagen: Erst war es wegen wiederholter Unfälle und Beinahe-Unfälle an der komplizierten Kreuzung zu Diskussionen gekommen. Dann fiel die veraltete Ampelanlage komplett aus. Seitdem steht die orangefarbene Ersatzampel dort, umwickelt von etlichen Kabeln.

Probleme gibt es immer noch, weil die Schaltung der Grünphasen in Stoßzeiten gefährliche Situationen provoziert. Vor allem dann, wenn Linksabbieger nicht schnell genug über die Kreuzung kommen - und dann die Straße blockieren.

Der städtische Ausschuss für Bauen, Verkehr und Grün hat jetzt die Antwort auf eine Anfrage vorliegen, die die Fraktion FDP/Bürgerliste im April gestellt hatte - und damit vielen Autofahrern aus dem Herzen sprach. Wie geht es an der viel befahrenen Kreuzung eigentlich weiter? Vor Oktober vermutlich erst mal gar nicht, lautete die grundsätzliche Antwort auf diese Frage.

Veränderte Grünphasen

Eine neue fest installierte Ampel könne erst im Herbst in Betrieb genommen werden, teilt das Tiefbauamt mit. Aktuell laufe noch das Ausschreibungsverfahren. Auch das Linksabbieger-Problem soll dabei gelöst werden. "Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit werden die Fahrspuren der Linksabbieger von der Hörder Bahnhofstraße beziehungsweise in die Straße am Stift zukünftig getrennt signalisiert", heißt es in der Antwort der Verwaltung an den Ausschuss.

Bei den Grünphasen könnte sich ebenfalls etwas ändern. "Die Details sind derzeit in Arbeit", so Baudezernent Marin Lürwer in der Antwort an den Ausschuss. Absehbar ist, dass sich Grünphasen verkürzen - auch die für Fußgänger.