Erinnerung an Bombennacht
04.12.2011 | 17:03 Uhr 2011-12-04T17:03:00+0100
Hombruch.Zum Treffen der „Sandkastenkinder“ wurde das Straßentreffen vom Eierkamp und der Heisterstraße, zu dem jetzt Karl-Heinz Kleinschmidt eingeladen hatte.
Der Vorsitzende des Kaninchenzuchtvereins „Volkswohl“ Hombruch hatte den früheren Nachbarn und Spielkameraden viel zu erzählen, hat er doch seine Erinnerungen an die 40er Jahre in einem kleinen Büchlein niedergelegt. „Eine Frau Regener von gegenüber brachte uns Kopfkissen, die mit Heu gefüllt waren“, beginnen seine Aufzeichnungen, die vor allem zeigen, dass damals die Not die Menschen zusammenschweißte und Hilfsbereitschaft großgeschrieben wurde.
Kleinschmidt schildert den Angriff im März 1945, der vor allem den Süden Dortmunds traf: Voralarm, Vollalarm, akuter Alarm, die ersten Bomben fielen, als die Letzten den Bunker unter der Halde erreicht hatten. Darauf gab es eine Funkleitstelle, die von Flakhelferinnen bedient wurde.
Nach der Entwarnung, so Kleinschmidt, bot sich ein Bild des Grauens: Am Eierkamp waren die Gärten hinter Reinigers Bude wie umgepflügt, ein Bombentrichter neben dem anderen. Diese Schilderungen gingen den Teilnehmern des Treffens unter die Haut und stimmten alle sehr nachdenklich, obwohl sie eigentlich voller Freude zu dem Treffen gekommen waren. Die gute Stimmung kam deswegen später. „Aber nicht zu spät“, sagte eine „Eierkämperin“, die sich noch sehr gut an jene Zeit erinnern konnte, obwohl sie in diesen Jahren noch im Sand spielte, sofern kein Alarm war...
0mitdiskutieren