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Politischer Frühschoppen

Einkaufen vor Ort in Wellinghofen

23.01.2011 | 18:00 Uhr
Einkaufen vor Ort in Wellinghofen
Beim Politischen Frühschoppen am Pdoium (v.l.) Hördes Bezirksbürgermeister Manfred Renno, MdB Ulla Burchardt, Bürgermeisterin Birgit Jörder, Moderator Martin Grohmann, MdL Nadja Lüders, MdEP Bernhard Rapkay und Gastgeber Peter Pfeiffer. Foto: Jochen Linzl

Wellinghofen.Mit einer Koalition über die Parteigrenzen hinweg will sich die SPD darum bemühen, in Wellinghofen Einkaufsmöglichkeiten vor der Haustür zu sichern. Angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen komme der Nahversorgung eine besondere Bedeutung zu, unterstrich Peter Pfeiffer beim „Politischen Frühschoppen“ zum Jahresauftakt.

Bereits geschlossen hat der Edeka-Markt, ein neuer großer Rewe an der Ecke Holtbrügge/Kirchhörder Straße mache das Aus für den kleinen Rewe-Markt in Niederhofen absehbar, erläuterte Pfeiffer. Deshalb will er nun gemeinsam mit Vertretern von AWo und CDU Gespräche bei Edeka führen, um die Versorgung in Wellinghofen zu sichern. Gedacht sei an die gemeinsame Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes und eines Discounters. Die nötige Fläche (10.000 qm) stehe hinter der Total-Tankstelle zur Verfügung. Allerdings müssten dafür alle Grundstücksbesitzer an einem Strang ziehen.

Bereits auf dem Weg dagegen ist der geplante Baumarkt auf der Zeche Crone. Noch in diesem Jahr, so informierte Hördes Bezirksbürgermeister Manfred Renno, wolle „Hellweg“ dort mit dem Bau beginnen. Der neue Markt ersetze dann die Läden in Hörde und an der Hagener Straße.

Renno warb einmal mehr dafür, Hörde als wichtiges Zentrum neben der City zu entwickeln. Dabei dürfe man neben den beiden Innovations-Standorten Phoenix-West und Phoenix-See das „alte Hörde“ dazwischen nicht vergessen. 11 Mio. Euro werden jetzt in diesen Bereich investiert – dazu kommen die Gelder für die Komplett-Sanierung des Bahnhofes.

Außerdem gab Renno ein klares Bekenntnis zum Standort Hacheney für die Erstaufnahme von Asylbewerbern ab. Politisch Verfolgten müsse geholfen werden, das Umfeld in Hacheney werde durch die kurze Aufenthaltsdauer der Menschen dort nicht berührt. Und: „Der einstige Schulbetrieb brachte mehr Verkehr, als künftig die Asylstelle“.

Hilfe für Kinder mit weniger Chancen auch durch Solidarität unter den Stadtbezirken forderte Bürgermeisterin Birgit Jörder, gebürtige Höchstenerin und überzeugte Nordstadt-Bewohnerin, ein. Wie Landtagsabgeordnete Nadja Lüders, die neben Aplerbeck nach der Wahl Bollermanns zum Regierungspräsidenten nun auch Hörde betreut, zeigte die 1. Bürgermeisterin der Stadt Verständnis für die Klagen vieler Zuhörer über die Situation im Schneechaos. So müssten die Stadtwerke demnächst bei allem Blick auf die Sicherheit die Notwendigkeit des Busverkehrs mit bedenken. Lüders kündigte außerdem an, dass der SPD-Unterbezirk Dortmund beim Parteitag im Februar prüfen lassen will, ob die Räumpflicht an Bushaltestellen ausschließlich in der Verpflichtung der Anwohner bleibe. Gerade zu oft schwierigen Zuständen an Haltestellen häuften sich in diesem Winter die Klagen.

Katrin Kroemer

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