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Dortmund bekommt ein neues Leichtathletik-Stadion

23.02.2016 | 11:08 Uhr
Auf dem Gelände der Bezirkssportanlage Hacheney will die Stadt Dortmund ein Leichtathletikstadion bauen.Foto: Stadt Dortmund

Dortmund.  Fußball raus, Leichtathletik rein: Dortmund bekommt ein Stadion für Läufer, Werfer und Springer. Die in Hacheney ansässigen Fußballer müssen umziehen.

Dortmunds Leichtathleten können durchatmen: Der Verwaltungsvorstand hat beschlossen, den Vorschlag zum Bau eines Leichtathletikstadions im südlichen Stadtteil Hacheney zu bauen. Nun muss der Rat entscheiden. An dem Ort des künftigen Stadions befindet sich momentan die in die Jahre gekommene Bezirkssportanlage Hacheneyer Straße, Spielstätte des SSV Hacheney.

 

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Das Stadion soll eine 400-Meter-Tartanbahn und einen Rasenplatz bekommen. Eine Weitsprunganlage, Hochsprunganlagen und zwei Kugelstoßringe komplettieren das Trainingsangebot für die Leichtathleten. Darüber hinaus wird die veraltete Flutlichtanlage modernisiert und die Stehplatzränge modernisiert. 800 Sitzplätze sollen ebenfalls entstehen. Im Bauch der Tribüne werden die Sportler mittelfristig auch Krafträume vorfinden, sodass die Leichtathleten nicht zwangsläufig zwischen Körnig-Halle und Hacheney pendeln müssten.

Oberbürgermeister will Meisterschaften nach Dortmund holen

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau hatte am Wochenende noch die Bedeutung der Leichtathletik für den Sportstandort Dortmund betont, als er den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) dafür kritisierte, Dortmund nicht bei der Vergabe für die kommenden Deutschen Hallenmeisterschaften berücksichtigt zu haben. Dortmunds Leichtathleten klagen oftmals über schlechte Trainingsbedingungen, da ihr Training oftmals mit Heimspielen von Borussia Dortmund kollidiert. Dann ist das Stadion Rote Erde für die Sportler nicht nutz- und die benachbarte Helmut-Körnig-Halle kaum erreichbar. Selbst Meisterschaften mussten schon abgesagt werden, weil plötzlich parallel BVB-Spiele angesetzt wurden. Das Stadion in Hacheney bietet den Athleten eine weitere Trainingsoption.

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„Dieses Stadion ist ein einzigartiges Vorhaben trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen“, so Sierau über den geplanten Stadionbau. Das Investitionsvolumen beträgt laut Stadt 1,3 Millionen Euro. Der Baubeginn ist noch für das laufende Jahr 2016 vorgesehen.

Stadion soll auch für Breitensportler offen sein

Auch Freizeitsportler sollen von der neuen Sportwelt in Hacheney profitieren können,  stellt Bernd Kruse, Geschäftsführer der Sport- und Freizeitbetriebe der Stadt Dortmund in Aussicht. Zwar sei noch nicht klar, ob das Stadion eingezäunt werde - das hänge von Ort zu Ort von den Erfahrungen mit Vandalismus ab -, doch grundsätzlich sei die Anlage auch für den Breitensport geplant und "wie alle Sportanlagen der Öffentlichkeit zugänglich". Ebenso für die benachbarte NRW-Sportschule, das Goethe-Gymnasium. Zwischen der alten Feuerwehrwache in Hörde und dem Stadion soll rund um ein neues Wohngebiet zudem eine Finnenbahn für Läufer entstehen. Zug um Zug könnte Hacheney so zum neuen Zentrum der Dortmunder Leichtathletik werden, da laut Kruse ebenfalls geplant ist, Trainignsanlagen für die Weitwerfer, also Diskus-, Speer- und Hammerwerfer, zu errichten. Deren Wurfplatz befindet sich momentan weitab an der Wittbräucker Straße.

Investitionen in andere Sportarten

Sportdezernentin Birgit Zoerner setzt das Vorhaben in Zusammenhang mit weiteren Investitionen in die Sportlandschaft. Leichtathletik sei eine Dortmunder Kernsportart. Nachdem in den vergangenen Jahren zahlreiche Fußballplätze modernisiert und mit Kunstrasen ausgestattet worden seien, "werden wir uns nun auch verstärkt um andere Sportarten in unserer Stadt kümmern und deren Trainings- und Wettkampfbedingungen verbessern.“ Für American Football und Hockey sei das bereits geschehen. Als nächster Schritt sollen die Sanierung und der Neubau von Sporthallen auch für den Handball-, Tischtennis-, Basketball- und Turnsport folgen.

Nach dem Umbau der Bezirkssportanlage zum Leichtathletikstadion wird der Platz den bislang ansässigen Fußballern vom SSV Hacheney und Birgili Hörde nicht mehr zur Verfügung stehen. Nicht weiter tragisch, findet Bernd Kruse. der SSV ist nur noch mit einer Mannschaft im Spielbetrieb vertreten, Birgili unterhält zwei Teams. Die Kicker werden laut Kruse auf Anlagen in der Nähe umziehen und "nicht schlechter gestellt sein als jetzt", da die neue Heimat unter anderem über Kunstrasen verfügen werde.

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Stefan Reinke

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2016-02-23 11:08
Süd