Diebische Nandus im Dortmunder Zoo stibitzen Mobiltelefone

Vorsicht, bloß nicht nachmachen! Die Nandus im Zoo stibitzen Mobiltelefone und Fotoapparate.
Vorsicht, bloß nicht nachmachen! Die Nandus im Zoo stibitzen Mobiltelefone und Fotoapparate.
Foto: Dieter Menne
Was wir bereits wissen
Wer die Nandus im Dortmunder Zoo ablichten will, sollte den vorwitzigen Laufvögeln dabei nicht zu nahe kommen. Ansonsten könnte der Fotoapparat oder das Mobiltelefon ganz schnell Beine bekommen. Einmal mit dem Schnabel zugepackt und der Nandu ist auf und davon mit dem neuesten Smartphone-Modell.

Dortmund.. Die diebische Elster war gestern — in Dortmund gehen deutlich größere Vögel auf Beutezug: südamerikanische Nandus. Ein Schild am Nandu-Gehege warnt vor den Elstern im XXL-Format. Es wurde angebracht, nachdem eine Frau ihr wertvolles Smartphone davonlaufen sah, erklärt Zoo-Inspektor Hans-Joachim Sill.

Sie hatte dem Nandu das Fotohandy zu dicht vor den Schnabel gehalten. Durch die Holzpfeiler des Zauns hindurch hat sich der Nandu das Gerät gegriffen. "Zum Glück hat er es nicht heruntergeschluckt", sagt Sill. Der Zoo-Inspektor fand es im Gehege und hat es der erschrockenen Frau wieder ausgehändigt.

Zoo hat wegen diebischer Nandus aufgerüstet

Nach diesem Vorfall hat der Zoo aufgerüstet und einen Maschendraht vor die Zaunpfeiler gesetzt. Doch wer sein Handy über die Pfeiler hält, sollte weiter vorsichtig sein, wenn er die neugierigen Vögel fotografiert. Auch so manches Plüschtier haben sie bereits aus Kinderwagen geklaut.

Nandus sind die Latinos unter den Laufvögeln. Sie können bis zu 60 Stundenkilometer schnell laufen.Sie haben eine Scheitelhöhe von 1,40 Metern und eine Rückenhöhe von einem Meter. Der graue Nandu lebt in Gras- und Halbwüstenlandschaften in der Mitte Argentiniens bis in den Norden Brasiliens.Im Dortmunder Zoo leben die Nandus zusammen mit den Guanakos, der Wildform des Lamas. Sie haben auch in freier Natur denselben Lebensraum. Nandus können 20 Jahre alt werden.