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Hörde, Aplerbeck und Hombruch:

Diebe nehmen Kirchen ins Visier

09.01.2012 | 19:00 Uhr
Diebe nehmen Kirchen ins Visier
In die Aplerbecker St. Georgskirche wird oft eingebrochen. Daher hat die Evangelische Gemeinde die Fenster vergittern lassen. Foto: Jochen Linz

Im Süden.   Viele Schäden durch Diebstahl und Einbrüche in die Kirchen im Dortmunder Süden machen den Gemeinden zu schaffen. Besonders die Aplerbecker Georgskirche ist immer wieder Ziel von Dieben.

Licht und Schatten liegen bei der Patroklikirche derzeit nah beieinander. Zum einen ist die Freude bei der Gemeinde groß, dass das Kirchhörder Gotteshaus eine neue Orgel bekommt. Diese wird noch bis zum 21. Januar aufgebaut, die Sonntagsmesse am 15. Januar findet deshalb ab 11 Uhr im Norbertzentrum statt. „Einen Orgelneubau zu erleben, ist ein Highlight für eine Gemeinde und ihre Kirchenmusiker“, schreibt Kirchenmusiker Marcel Pier deshalb im Gemeindebrief. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass „die durch Einbrüche und Diebstahl entstandenen Schäden in unseren Kirchen derzeit repariert werden“. Und das ist kein Einzelfall im Dortmunder Süden.

„Ich bin gerade dabei“, sagt etwa Klaus Bade von der Evangelischen Georgskirchengemeinde in Aplerbeck. Heißt konkret: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde erneut in die Kirche eingebrochen, Bade erstattet Anzeige. Die Täter drangen nach Ansicht Bades durch ein eingeschlagenes Butzenfenster ein.

„Der Opferstock wurde aufgebrochen sowie unsere Mini-Georgskirche“, so Bade. Besonders ärgerlich: Das Geld war natürlich als Spende für gute Zwecke gedacht.

Fenster vergittert

Die Gemeinde zog bereits Konsequenzen. „Mittlerweile sind fast alle Fenster vergittert.“ Zudem würden die Opferstöcke regelmäßiger geleert. Aber einen Lichtblick sieht Klaus Bade. Immerhin sei es in Sachen Metalldiebstählen auf dem Friedhof ruhiger geworden. Auch hierunter hatte die Gemeinde zu leiden.

In Hörde gab es zwischen Weihnachten und Neujahr zwei Einbrüche in die Lutherkirche, wie Pfarrerin Susanne Schröder-Nowak von der Evangelischen Kirchengemeinde Hörde bestätigt. „Ich habe aber auch aus anderen Gemeinden gehört, dass rund um Weihnachten eingebrochen wurde“, so Schröder-Nowak. So musste der Glaser, den die Gemeinde beauftragte, auch schon in der Innenstadt aktiv werden. In Hörde erbeuteten die Diebe Vorräte, wie Bier vom Gemeindecafé.

Wesentlich schlimmer sei aber der Schaden an den Fenstern – und damit meint die Pfarrerin nicht alleine den materiellen. Denn auf einem der betroffenen Buntglasfensterscheiben war das Glaubensbekenntnis dargestellt. „Das ist ärgerlich und traurig.“ Wer für den Schaden aufkommt, prüfe man derzeit noch in Hörde. „Es kommt bei Einbruch auf die Versicherung an.“

Wolfgang Maas

Kommentare
11.01.2012
23:04
@ 7
von Swatson | #8

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2012-01-09 19:00
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