Die Treppe zur Stadt
10.02.2012 | 17:48 Uhr 2012-02-10T17:48:00+0100
Schönau. Schönau. Seit 100 Jahren steht nun die Siedlung Schönau. Über ihren altehrwürdigen Dächern wölbt sich heute der rote Bogen der neuen Schnettlerbrücke, über die der Verkehr Richtung Bochum bzw. Richtung Innenstadt/Unna rollt. Und damit die verbindende Brücke Menschen nicht auf anderem Wege trennt, gibt es jetzt eine neue Treppe zur Stadt.
Unübersehbar erhebt sie sich mit ihrem neuen roten Bogen über den altehrwürdigen Dächern von Schönau: die Schnettkerbrücke. Doch während eine Brücke eigentlich etwas Verbindendes sein sollte, schnitt sie für Jahre die kurzen Wege zwischen der 100 Jahre alten Siedlung und der Stadt ab. Eine neue Treppe stellt nun die schnelle Verbindung wieder her.
Noch, so weiß Ulrich Steinmann, stellv. Bezirksbürgermeister in Hombruch und seit fast 30 Jahren in Schönau zu Hause, ist die neue Konstruktion für den Betrieb nicht freigegeben. Am Zugang im unteren Bereich stehen die Arbeiten derzeit auch witterungsbedingt still.
Der Nachfolger der alten, ausgetretenen und oft rutschigen Betonkonstruktion wird bei seiner Freigabe gewiss rege angenommen, ist Steinmann überzeugt. Wer auf kürzestem Wege Richtung Althoffblock und Innenstadt will, bedient sich dieser Verbindung genauso, wie die Mädchen und Jungen, die im Kreuzviertel die Wilhelm-Röntgen-Realschule oder das Leibnitz-Gymnasium besuchen. Wie schnell es geht, weiß Steinmann aus jahrelanger eigener Erfahrung: „Zu meiner aktiven Zeit bin ich von hier mit dem Fahrrad zur Hütte gefahren – da war ich an der Rheinischen Straße in ungefähr fünf Minuten.“ Damals allerdings musste man auf der alten Treppe den Drahtesel noch schultern und schleppen. Die neue, auch trittfestere Konstruktion hat jetzt auch eigens eine Schieberinne für die Räder.
Steinmann jedenfalls freut sich über den Erfolg des unermüdlichen politischen Einsatzes für diese Wegeverbindung bei StraßenNRW. „1999, als die ersten Pläne für die neue Schnettkerbrücke auf dem Tisch lagen, war die Treppe eigentlich nicht mehr vorgesehen“, erinnert sich der SPD-Politiker.
Per pedes und Rad geht es von Schönau aus übrigens auch in Richtung Dorstfeld: Ein Weg führt auf der Berme am Hang hinter dem Studentenwohnheim Emil-Figge-Straße entlang der Kleingärten parallel zur S-Bahnlinie 5.
17:58
kolben-fresser , das ist nun mal so auf so einer riesigen Baustelle, da liegt Dreck rum.
10:08
Existiert eigentlich inzwischen wieder ein befestigter Weg für Fußgänger und Radfahrer westlich der Brücke?
Als ich das letzte mal -Ende letzten Jahres- mit dem Rad über die Schnettkerbrücke gefahren bin, war da nur dieses aufgeschüttete Schrott-Zeug, auf dem man weder bremsen noch ausweichen kann und das einem bei Trockenheit alles mit Staub versaut (besonders die Mechanik freut sich).
Leider noch nicht. Das extreme Gefälle bzw. die Steigung sollte man angleichen. Besonders für Radfahrer, die kein Mountainbike ihr eigen nennen, ist diese Stelle sehr gefährlich.
Die Nordseite der Schnettkerbrücke ist inoffiziell wieder passierbar - aber nur wenn am Wochende die Arbeiten ruhen.