Die Autotuner sind zurück auf Phoenix-West

Die Dortmunder Tuner-Szene ist nach rund einem Jahr zurückgekehrt auf Phoenix-West: In den vergangenen Tagen wurde das alte Hochofen-Gelände erneut zum Treffpunkt für über hundert aufgemotzte Autos, nachdem sie lange von Metallpollern aufgehalten worden waren. Nun sind die Barrieren aber wieder weg. Wir erklären, warum das so ist.

Hörde.. Es dauerte offenbar nicht lange, da hatte sich in der Tuning-Szene herumgesprochen, dass die Metall-Poller in den letzten Tagen entfernt worden waren. Bereits am Montagabend trafen sich auf dem Areal die Freunde von getunten Autos und Motorrädern: Dreistellig sei die Zahl der Gefährte gewesen, so die Polizeipressestelle, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung seien nicht festgestellt worden.

Verdacht auf illegale Rennen

Der Stadt Dortmund dürfte das nicht gefallen, sie hatte, als die Probleme vor rund einem Jahr auftauchten, eine klare Marschroute ausgegeben: Die Fläche sollte für Tuning-Fans unattraktiv gemacht werden. Zuvor hatte es den Verdacht auf illegale Rennen gegeben, auch gab es Klagen über zurückgelassenen Müll, vereinzelt Klagen über unfreundliche Autoschrauber, mindestens einmal wurden Polizisten bei ihrer Arbeit behindert.

Die Szene fühlte sich indes zu Unrecht kriminalisiert, dennoch reagierte die Stadt. Blumenkübel einerseits wurden aufgestellt, um eine lange und zweispurige Strecke am nördlichen Rand des Geländes langsamer zu machen. Die Metallpoller andererseits blockierten ein Areal im nordwestlichen Bereich, auf dem sich die Tuner gerne trafen.

Auch in Zukunft keine Poller

Jetzt sind die Poller weg. Der Grund dafür ist einfach: In diesem Bereich baut die Firma Nordwest ihre neue Firmenzentrale, Baubeginn soll in den nächsten Wochen sein, die stabilen Metall-Poller hätten auch Baufahrzeugen die Zufahrt zur Baustelle verhindert. Und werden natürlich auch nicht mehr aufgestellt werden können, denn was wäre eine Firmenzentrale ohne Straßenanschluss?

Stadtsprecher Michael Meinders: "An unseren Absichten hat sich nichts geändert, wir möchten weiterhin, dass das Phoenix-West-Gelände nicht zu einem Treffpunkt der Tuning-Szene wird." Wie das geschehen soll, darüber würde zur Zeit nachgedacht. Eine Schranke könnte eine Alternative sein, auch könne die Straße eine Anliegerstraße werden.

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