Der Nordwesten bekommt seinen Phoenix-See
05.11.2012 | 18:16 Uhr 2012-11-05T18:16:00+0100
Mengede. Alles nach Plan: Die Bauarbeiten an den vier Hochwasserrückhaltebecken an der Emscher im Dortmunder Nordwesten schreiten zügig voran und sollen schon bald beendet werden.
Alles nach Plan: Die Bauarbeiten an den vier Hochwasserrückhaltebecken an der Emscher im Dortmunder Nordwesten schreiten zügig voran und sollen schon bald beendet werden.
„Im Sommer 2013 werden die Bauarbeiten fertiggestellt sein“, stellte Projektmanager Waldemar Galla jetzt bei der Begehung der Großbaustelle in Aussicht. Bei der Begehung der fast fertigen Hochwasserrückhaltebecken machten sich SPD-Fraktionsvorsitzendem Werner Locker, Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar und Vertreter der Emschergenossenschaft ein Bild über den Stand der Bauarbeiten.
Platz für 1,1 MillionenKubikmeter Wasser
Die Hochwasserrückhaltebecken sind Bestandteil der umfangreichen Fluss-Renaturierung, die der Emscher ihr ursprüngliches Gesicht zurückgeben soll. Seit dem Sommer 2010 entstehen zwischen Dortmund-Mengede und Castrop-Rauxel riesige Becken mit einem Fassungsvermögen von 1,1 Millionen Kubikmetern Wasser, „was einem Hochwasserereignis entspricht, das statistisch alle 200 Jahre vorkommt“, erklärte Galla. Das 70 Millionen Euro-Projekt soll den Hochwasserschutz stromabwärts, in Städten wie Castrop-Rauxel und Herne bis zur Mündung in den Rhein, sichern.
Nicht nur die bisher gut verlaufenen Bauarbeiten, sondern auch die Kommunikation mit den Anwohnern stimmten Galla positiv. Andreas Grehl, Anwohner aus dem anliegenden Apfeldweg, bestätigte: „Die gute Abstimmung mit der Projektleitung machte beispielsweise den Lkw-Verkehr für uns deutlich erträglicher“. Ein wichtiger Punkt in der Planung der Bauarbeiten, da im Schnitt 45 Laster pro Stunde an einem Arbeitstag zu den Gruben fahren.
Nicht nur der Verkehr, sondern auch die Beseitigung des anfallenden Staubs und Drecks wurden im Laufe der Bauarbeiten sinnvoll geregelt. Daher ziehen auch SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Locker und Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar ein positives Zwischenfazit: „Die Bauarbeiten haben wir durch viele Gespräche so hingekriegt, dass es für die umliegende Bevölkerung akzeptabel war“.
Naherholungsgebiet nach demVorbild Phoenix-See
Nach ihrer Fertigstellung wird die komplette Anlage frei zugänglich sein: Rad- und Fußwege um die Becken herum sowie ein begehbares Stauwerk lassen den Bezirksbürgermeister hoffen, in Mengede schon bald ein Naherholungsgebiet nach dem Vorbild Phoenix-See bieten zu können.
Immerhin: Im Gegensatz zum Dortmunder Süden hat das künstlich angelegte Nass im Nordwesten sogar eine Halbinsel. Sie entstehet dort, wo das Gut Rittershof liegt.
20:13
Die Emscher REnaturierung ist teuer und sie dauert.
Aber schon die bisherigen Taten im Norden Dortmunds zeigen, dass viele naturnahe Naherholungsgebiete entstanden sind. Der Emscher-Radweg wird auch gut angenommen.
Insgesamt ist es ein Erfolg, auch wenn ich die Gesamtrechnung nicht sehen möchte.