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Das Ende eines Reiterhofs

13.11.2012 | 17:26 Uhr
Das Ende eines Reiterhofs
Der ehemalige Reiterhof in Eichlinghofen.Foto: schmitzfoto

Eichlinghofen.   Es war die Heimat der Pony- und Pferdefreunde Baroperfeld, ein Reiterhof der vor allem Kindern zum sprichwörtlichen Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde verhalf. Doch nun sind diese Zeiten an der Stockumer Straße 342 in Eichlinghofen offenbar endgültig vorbei.

Es war die Heimat der Pony- und Pferdefreunde Baroperfeld, ein Reiterhof der vor allem Kindern zum sprichwörtlichen Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde verhalf. Doch nun sind diese Zeiten an der Stockumer Straße 342 in Eichlinghofen offenbar endgültig vorbei.

Das Gelände, das seit beinahe einem Jahr verwaist ist, wird nach heutigem Stand nie wieder einen Pferdebetrieb beheimaten können. Die Stadt hat der früheren Nutzung einen Riegel vorgeschoben: „Der hier gültige Bebauungsplan Hom 245 sieht eindeutig eine landwirtschaftliche Nutzfläche vor. Etwas anderes, auch ein Pferdebetrieb, kann auf dieser Basis nicht genehmigt werden“, sagt Stadtsprecher Thomas Kampmann.

Auch Hundeschule war im Gespräch

So war schon die Wandlung vom schlichten Bauern- zum beliebten Reiterhof schleichend und nach Erkenntnissen der Stadt nicht immer rechtmäßig gelaufen. Städtische Kontrolleure trafen vor Ort auf Stallungen und Gebäude, für die es nie eine Genehmigung gegeben habe. Als der angestammte Landwirt wegzog und seinen Hof verkaufte, flog die Sache auf. Nachbarn beschwerten sich über die Pferdehaltung, mangels Genehmigung machte die Stadt den Hof nach langen Verhandlungen dicht. Auch ein Antrag auf Umbau des alten Bauernhauses in vier Wohnungen und eine „bestandssichernde“ Pferdepension mit 12 Plätzen wurden im Februar endgültig abgewiesen, die Hoffnung auf die Rückkehr der eigentlich nur provisorisch anderweitig untergebrachten Pferde schmolz dahin.

Schließlich strich der Käufer die Segel, bot das Objekt selber zum Verkauf an. Und stieß damit durchaus auf Interesse: Einer wollte Esel halten, ein anderer eine Hundeschule eröffnen – aber aus all dem wurde nichts, bis sich unter den rund 80 Interessenten doch ein Liebhaber fand.

Letzte Anfrage von 2011

Nun sei der Hof seit einiger Zeit in anderen Händen – ohne Ambitionen auf eine neue Nutzung als Pferdehof sagt der Verkäufer. Welche Pläne es für den ehemaligen Bauernhof nun gibt, bleibt derzeit offen. Bei der Stadt jedenfalls stammt die letzte bekannte Anfrage aus dem Herbst 2011.

Dabei: „Es wäre gar nichts dagegen einzuwenden, wenn so ein Betrieb in vernünftigem Rahmen dort entstehen würde“, sagt Bezirksbürgermeister Hans Semmler, der sich dafür durchaus auch eine Änderung des Bebauungsplanes vorstellen könnte. „Es darf nur die Nachbarn nicht wie früher belästigen“, sagt der Politiker und schließt etwas anderes kategorisch aus: „Ein neuer Supermarkt wird dort ganz sicher nicht gebaut“.

Katrin Kroemer



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