Darum verschwindet die 30er-Zone an der Grundschule Höchsten

Ferienzeit ist Abrisszeit an der Wittbräucker Straße. Die "rote Schule", so nennen die Höchstener das Backsteingebäude der Grundschule, ist mittlerweile Vergangenheit, alles ist bereit für den Neubau. Allerdings ist in den vergangenen Tagen etwas mehr verschwunden, als eigentlich vorgesehen war - und zwar die 30er-Zone.

Höchsten.. Die Höchstener Grundschule an der Wittbräucker Straße wurde abgerissen. Nun soll auch die Tempo-30-Zone verschwinden, die den Verkehr vor der Schule beruhigt hat.

Das ist insofern nachvollziehbar, als dass es sich bei der Straße um einen Teil des sogenannten Vorbehaltsnetzes handelt, also eine für den Ablauf des Verkehrs besonders wichtigen Straße. Sie verbindet mehrere Ortsteile miteinander - und deshalb ist innerorts grundsätzlich Tempo 50 der Richtwert.

"Keine Voraussetzungen mehr" für Tempo 30

Nun lautet die Argumentation der Verwaltung: Wenn die Schule abgerissen ist und der Schulbetrieb für mindestens ein Jahr ruht, braucht man auch kein Tempo 30 mehr. "Es ist keine der Voraussetzungen mehr dafür erfüllt", sagt Stadtsprecherin Anke Widow. Erst in einem Jahr, wenn der Schulbetrieb wieder aufgenommen wird, soll die 30er-Zone zurück kommen.

Viele Anwohner wünschen sich nun allerdings die 30er-Zone zurück. Auch weiterhin bleibe die Gegend rund um die Grundschule ein wichtiger Schulweg für Kinder. Hier werden unter anderem die Busse halten, die die Schüler nach Ferienende zum Ausweich-Domizil in der ehemaligen Loh-Grundschule an der Benninghofer Straße bringen.

An der Benninghofer Straße werden nach den Ferien dagegen Schilder aufgestellt. Denn hier gilt dann wieder das Tempo-30-Konzept und die erhöhte Vorsicht vor der Schule. Aber nur für ein Jahr.

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