Darum sind viele Höchstener gegen den Bau der neuen Grundschule

Das alte und marode Backsteingebäude, in dem bisher die Höchstener Grundschule untergebracht war, wird abgerissen, an seine Stelle soll ein Neubau kommen. Einige Anwohnerfamilien wehren sich jedoch gegen den Neubau. Wir erklären, warum.

Höchsten.. Was ist geplant?

Der Entwurf für die Höchstener Grundschule sieht einen L-förmigen zweigeschossigen Neubau von 8,50 Meter Höhe vor. Eröffnet werden soll das rund fünf Millionen Euro teure Gebäude schon im nächsten Jahr, 2016.

Wie ist der Ablauf?

Formal wirksam wird die Entscheidung für den Neubau mit dem Abschluss des städtischen Haushalts am 19. Februar. Die Umbauphase soll dann im Sommer dieses Jahres stattfinden, währenddessen werden die Schüler in dem seit 2011 leer stehenden Gebäude der Loh-Grundschule untergebracht.

Wie argumentieren die Nachbarn?

Zunächst sei das Gebäude hässlich, "ein Klotz, ein 08/15-Schubladen-Entwurf", sagt Anwohnerin Martina Kohlhaas. Die hohen Wändewidersprächen allen Bedingungen, unter denen die Schul-Nachbarn hier eins hochpreisiges Bauland im Dortmunder Süden gekauft hätten. "Das beeinträchtigt unsere Lebensqualität und bedeutet einen Wertverfall für die Grundstücke", sagt Kohlhaas.

Dabeigeht es auch um Fragen wie eingeschränkte Privatsphäre durch Klassenräume auf Schlafzimmer-Höhe, um das Verschwinden alten Baumbestands und um Sicherheitsprobleme auf einem zugebauten Schulhof in Nachmittagsstunden.

Welche Alternativen gibt es?

Beispielsweise - so der Vorschlag der Anwohner - könnten die Gebäude so ausgerichtet werden, dass sie nicht an die Grundstücke am Kleinen Kirchweg angrenzen. Weiterhin sei die Offenlegung der Schul-Pläne noch nicht erfolgt, sagt Michael Depenbrock (CDU), Stellvertreter des Bezirksbürgermeisters Sascha Hillgeris (SPD). Wenn die Pläne offenliegen, kann dagegen Einspruch erhoben werden. Ansonsten bliebe eine Klage als letzter Ausweg.