Darum ist der Rüpingsbach momentan rostrot

Ein Phänomen wundert derzeit viele Baroper: Seit Ende Januar ist das Wasser des Rüpingsbach rostrot gefärbt. Warum ist das so? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und beantworten die wichtigsten Fragen zu dem Fall.

Barop.. Wo liegt der Ursprung des rostroten Wassers?

Er liegt in der Zeche Gottesleben. Die stillgelegte Zeche gehört der RWE. Hier wurde einst nicht nur Kohle, sondern auch Eisenerz abgebaut. Das eisenhaltige Grubenwasser muss hier nicht abgepumpt werden, sondern fließt durch ein Rohr an die Oberfläche.

Was geschieht mit dem rostigen Wasser?

Es wird in den Kirchhörder Bach geleitet, von wo aus es in den Rüpingsbach fließt. Weil das Rohr, das das Wasser zu Tage fördert enorme Rostablagerungen aufweist, muss es alle paar Jahre mit Hochdruckreinigern gesäubert werden. Immer dann weist das Wasser einen hohen Eisengehalt auf, das Wasser färbt sich rot.

Darf Grubenwasser in Bäche geleitet werden?

Generell ja. In diesem Fall jedoch lag laut Umweltamt keine Genehmigung vor, da das Wasser einen hohen Rostgehalt aufwies.

Wie schädlich ist dieses Wasser für die Umwelt?

Wie schädlich die rote Brühe für Flora und Fauna ist, vermag Rainer Mackenbach, Leiter des Dortmunder Umweltamtes, noch nicht zu sagen. "Das sehen wir, wenn sich der Bach nach Starkregenfällen gereinigt hat." Der eisenhaltige Schlamm, sagt Mackenbach, könne sich in den Kiemen der Fische absetzten und diese zum Ersticken bringen.

Wie geht es nun weiter?

Die Spülaktion der RWE hätte so nicht sein dürfen. Stadt, Emschergenossenschaft und RWE werden Mitte März zu einem Gespräch zusammenkommen, um Unklarheiten zu bereden. Für die Zukunft angedacht, so heist es, sei der Bau eines Bach-Nebenlaufs, in den das eisenhaltige Grubenwasser zur Reinigung geleitet wird.

Um dieses Stück des Rüpingsbach geht es: