Clemenskirche erhält neues Seitenfenster

Die Clemenskirche in Hombruch hat 13 Seitenfenster - bis auf eins sind alle im Kalender der Gemeinde für 2015 zu sehen. Jetzt hat Glasmaler Egon Stratmann auch das letzte Fenster fertiggestellt. Das Besondere: Alle Verglasungen wurden durch Spenden finanziert.

Hombruch.. Das letzte Fensterwird Papst Johannes Paul II. zeigen. An der Stelle, wo das neue Fenster hinkommt, ist bislang eine schlichte Nachkriegsverglasung zu sehen.In einem späten Bombengroßangriff auf Hombruch im März 1945 war die Clemenskirche zerstört worden. Chor und Seitenschiffe wurden in den Jahren 1947/48 wieder aufgebaut.

In diesem Zeitraum setzte man auch die prächtigen Antikglasfenster des Künstlers Walter Klocke ein, die Ausschnitte aus dem Leben Jesu zeigen und noch heute im Chorraum zu sehen sind. Die Seitenfenster von Stratmann zeigen zum Beispiel Edith Stein,eine katholische Ordensschwester jüdischer Herkunft, die 1942 in Auschwitz hingerichtet wurde, Christus als "Alpha" und "Omega" sowie Papst Johannes XXIII.

Kunstkommission entscheidet über Entwurf

Ein Kirchenfenster kostet um die 25.000 Euro, sagt Pastor Christian Conrad. Das 13. Seitenfenster sei - wie seine Vorgänger - komplett durch Spenden finanziert. Conrad: "Bevor so ein Fenster in die Kirche kommt, entscheidet man sich für einen Künstler und eine Thematik. Es gibt einen Künstlerentwurf, der der Kunstkommission des Erzbistums Paderborn vorgelegt wird. Die erteilt die Freigabe, wenn sie das Fenster angemessen findet. Mit Zuschüssen hält sich das Bistum zurück."

Das 13. Fenster wird im Zuge von Renovierungsarbeiten in der Clemenskirche eingesetzt. "Die Fenster im Chorraum müssen dringend gereinigt werden", sagt Conrad. Dazu müssten sie ausgebaut werden. Das soll im Herbst geschehen. Der Fensterkalender 2015 kostet zwölf Euro.Erhältlich ist der Kalender nach den Messen in der Clemenskirche, Deutsch-Luxemburger Straße 36, und im Pfarrbüro, Deutsch-Luxemburger Straße 40.

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