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CDU will Gardenkamp-Ausbau stoppen

12.08.2009 | 20:30 Uhr

Hombruch. „Wenn wir bei den Wahlen eine Mehrheit bekommen, wird der Garden-kamp-Ausbau als Uni-Anbindung sofort gestoppt”: Hans Semmler, Hombruchs stellvertretender Bezirksbürgermeister, zeigt nicht zum ersten Mal, wo es für seine Partei lang geht.

Die Christdemokraten heben stattdessen für Barop wieder den Weiterbau der Uni-Südtangente bis zum Beistück/Krückenweg wieder aufs Podest – eine deutliche Kampfansage an ihre politischen Gegner von der SPD.

„Unsere Ratsfraktion steht voll dahinter”, betont Stadtbezirksvorsitzender Hans-Jürgen Grotjahn sicher und verweist auf die kommunalpolitischen Leitlinien seiner Partei. Spätestens in der Oktober-Sitzung soll der Gardenkamp-Ausbau per Beschluss ausgesetzt werden, kündigte der örtliche Ratskandidat Hans-Peter Rybarsch-Bröcher gestern bei der Vorstellung des CDU-Wahlprogramms für Hombruch an. „Wir müssen ein Verkehrsgesamtkonzept planen, ohne die Bürger zu belasten”, erklärt Grotjahn.

Vorausgesetzt, die CDU macht in Dortmunds größtem Stadtbezirk das Rennen. Zwar hielten die Christdemokraten bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren mit 40,8 Prozent Stimmenanteil und acht Sitzen in der Bezirksvertretung ihr Fähnlein als stärkste örtliche Partei weiterhin hoch, doch die SPD ging eine Koalition mit den Grünen ein. Danach stand es neun zu acht für die Rot-Grün.

»Verkehrskonzept

planen, ohne die

Bürger zu belasten«

Auch diesmal wird wohl eine kleine Partei wieder das Zünglein an der Waage spielen. „Vielleicht ja die FDP”, kann Grotjahn nur spekulieren.

Die Ziele für die kommende Legislaturperiode sind da schon weitaus handfester. Semmler wird in diesen Tagen Gespräche mit einem Investor für einen Baumarkt am Luisenglück führen. Auch eine Verbesserung der Parkplatzsituation im Ortskern Hombruch stehe schon fast in den Startlöchern, bis zur Umsetzung sei es jedoch noch ein weiter Weg, so Semmler.

Einen weiteren Schwerpunkt will die CDU in Sachen Schulsanierung setzen. „Hier muss was passieren”, macht Ratskandidat Otto Rüding deutlich.

Sichere Schulwege und sinnvollere Verkehrsführungen müssten geschaffen werden, ergänzt Grotjahn. Beispielsweise eine Einbahnregelung rund im die Post im Ortskern. „Das hat die SPD in der Bezirksvertretung bisher immer abgelehnt”, ärgert sich Grotjahn.

Nichtsdestotrotz ziehen die Parteien in ihren Kommunalwahlprogrammen in vielen Punkten bis auf kleine Abweichungen an einem Strang. Bei der verkehrlichen Anbindung der Bebauung Bergfeld an die Zillestraße ebenso, wie der Verlegung des Haltepunktes der S-Bahn zum Parkhaus Barop. Bis dahin soll nach dem Willen beider Parteien, auch die H-Bahn einmal fahren.

»H-Bahn soll erst am

Signal-Iduna-Park

enden«

Die Christdemokraten wollen allderdings noch einiges mehr: Sie möchten, „dass die H-Bahn erst am Westfalenstadion endet”, so Semmler.

„Zeit für einen Neustart” ist das Wahlprogramm der CDU in Hombruch nebst Flyern mit den Personalien der vier Ratsvertreter überschrieben. Dieses wird nun flächendeckend in den Stadt´teilen verteilt. Neu an der politischen Front in der Bittermark, Kirchhörde und Lücklemberg ist dabei Ratskandidat Thorsten Hoffmann. Sein Wahlspruch steht für vieles, was schon geschaffen wurde, im Stadtbezirk: „Nichts liegt im Argen, solange wir es gemeinsam in Ordnung bringen können”.

Susanne Meyer

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Kommentare
14.08.2009
17:31
CDU will Gardenkamp-Ausbau stoppen
von vaikl | #7

Die kleine Menge der Zugezogenen hat schließlich nicht wenig Steuern dafür bezahlt und zahlt diese immer noch

Nach Ihrer Argumentation brauche ich mich also nur nächstes Jahr richtig ins Zeug legen, deshalb *noch mehr* Steuern zahlen müssen als Sie und schon bestimme *ich*, was in der Stadt richtig oder falsch ist - ohne Rücksicht auf die dummen Mehrheitsbeschlüsse.

Mein Demokratieverständnis ist gottseidank ein anderes.

14.08.2009
11:44
CDU will Gardenkamp-Ausbau stoppen
von bios66 | #6

@vaikl
So ein kleines Neubaugebiet mit Zugezogenen aus dem universitären Umfeld, die beim Kauf wussten, dass dort Planungsrecht besteht und die trotzdem nicht auf ihren bequemen Arbeitsweg und die falsche Grundstücksinvestition verzichten wollen, wird noch nicht mal in Eichlinghofen für signifikanten Stimmenzuwachs sorgen.

Genau! Was interessieren mich die anderen. Klasse Einstellung!
Wenn man mal jenseits persönlicher Profilierungssüchte einzelner Politiker (egal welcher Partei) an das Ganze herangehen würde, wäre allen geholfen. Die kleine Menge der Zugezogenen hat schließlich nicht wenig Steuern dafür bezahlt und zahlt diese immer noch. Warum also nicht einen 10 Jahre alten Plan überdenken und eine verträgliche Lösung finden? z.B. Reaktivierung Unistraße+Meitnerweg mit Anschluss an einen Gardenkamp, der aber nicht gleich zur Hauptverkehrsstraße mutieren muss.

13.08.2009
18:48
CDU will Gardenkamp-Ausbau stoppen
von vaikl | #5

Und woher sollen Zugezogene vor der Übersiedlung von den Querelen rund um einen Straßenausbau wissen?

Es gab damals keine Querelen. Es gab und gibt einen rechtskräftigen Ratsbeschluss zum Gardenkamp-Ausbau. Wer neu baut, hat eine Holpflicht, sich über geplante und beschlossene Maßnahmen in seinem direkten Umfeld bei der Stadt zu informieren.
Die Architekten haben das anscheinend getan, denn wie sonst kommt ein Schallschutz-Wall gegen den kaum befahrenen Gardenkamp auf die damaligen Lageplan-Zeichnungen??

Mich ärgert die Chuzpe, mit der man beschlossene Maßnahmen, auf die Baroper und Eichlinghofeer nun seit zig Jahren warten, zugunsten kleinkarierter Wahlkampf-Retouren ala unsinniger Südtangente am mehrheitlichen Wählerwillen vorbei torpedieren möchte.

13.08.2009
17:28
CDU will Gardenkamp-Ausbau stoppen
von sommerkind | #4

@vaikl
Warum sind Sie so böse auf Zugezogene? Und was ist so schlecht daran, sich eine Wohnung in der Nähe des neuen Arbeitsplatzes zu suchen, den man dann auch ohne Auto erreichen kann? Und woher sollen Zugezogene vor der Übersiedlung von den Querelen rund um einen Straßenausbau wissen?

13.08.2009
11:25
CDU will Gardenkamp-Ausbau stoppen
von vaikl | #3

@bios66
alle die davon a) Ahnung haben und/oder b) dort wohnen scheinen sich zusammen mit der CDU weiterhin über die berechtigten, weit älteren und politisch legitimierten Forderungen der Eichlinghofer und Baroper hinwegsetzen zu wollen.

Die Kosten für eine Wieder-Ertüchtigung der Südtangente und deren Weiterbau bis zum Krückenweg würden den Gardenkamp-Ausbau mind. um das Doppelte übertreffen und wesentlich mehr unversiegelte Fläche verschlingen, von den Eingriffen in Landschaftschutzgebiete mal ganz abgesehen.

So ein kleines Neubaugebiet mit Zugezogenen aus dem universitären Umfeld, die beim Kauf wussten, dass dort Planungsrecht besteht und die trotzdem nicht auf ihren bequemen Arbeitsweg und die falsche Grundstücksinvestition verzichten wollen, wird noch nicht mal in Eichlinghofen für signifikanten Stimmenzuwachs sorgen.

13.08.2009
08:48
CDU will Gardenkamp-Ausbau stoppen
von bios66 | #2

Naja, richtig dumm ist es eigentlich, für 4,5 Mio Euro eine neue Straße zu bauen, wo direkt nebenan (Meitnerweg, Unistraße) bereits Straßen existieren. Da alle die davon a) Ahnung haben und/oder b) dort wohnen das auch so sehen, dürfte das mit dem haushohen Gewinn der SPD wohl nichts werden...

12.08.2009
21:38
CDU will Gardenkamp-Ausbau stoppen
von vaikl | #1

Die Christdemokraten heben stattdessen für Barop wieder den Weiterbau der Uni-Südtangente bis zum Beistück/Krückenweg wieder aufs Podest

Na dann schon mal meinen Glückwunsch an die Hombrucher SPD zum haushohen Gewinn in ihrem Bezirk. Solch unbelehrbare CDU-Dummheit verdient nichts anderes.

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