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BUND und CDU gegen Ausbau Gardenkamp

31.08.2008 | 17:56 Uhr

Eichlinghofen. (sam) Die Ablehnung des Gardenkamp-Ausbaus vom Arbeitskreis Verkehr im Verein Wissenschaft in Dortmund (windo e.V.) schlägt hohe Wellen. ...

... Während die CDU Wellinghofen "sich in ihrer Überzeugung bestätigt sieht", schließt sich die BUND-Kreisgruppe Dortmund nur zum Teil den Argumenten des Arbeitskreises an. Sowohl die Christdemokraten, als auch die Umweltschützer sind sich jedoch mit den Wissenschaftlern in dem Arbeitskreis, u. a. von der TU Dortmund und der DASA, in einem Punkt einig: Die geplante Verkehrsführung zur Uni Dortmund über Garden-kamp und Vogelpothsweg sollte zu den Akten gelegt werden.

Ebenso kritisch nimmt der BUND die von dem Wissenschaftsverein geforderte Verlängerung des Vogelpothsweges mit Anbindung an die Uni-Südtangente unter die Lupe. "Aus ökologischer Sicht ist insbesondere die Brücke über das Rahmkebachtal ein zu großer Eingriff in die Landschaft", sagt Sprecher Thomas Quittek. Ein Rückbau der Uni-Südtangente sein zwingend zur Erweiterung des Landschaftsparks Rahmkebachtal nach Norden erforderlich. "Schließlich sind die Fördergelder für die Erweiterung der Universität und des Technologieparks seinerzeit nur geflossen unter der Bedingung, die Südtangente zurückzubauen und den Landschaftspark Rahmkebachtal als zentralen ökologischen Ausgleichsraum zu entwickeln", betont Quittek. Er erinnert in diesem Zusammenhang an die Beschlüsse von Rat und Bezirksvertretung Hombruch.

Der Rat habe schon 1992 die Aufstellung des Bebauungsplanes Hom 244 "Rahmkebachtal" beschlossen, "der leider bis heute nicht realisiert wurde", rügt Quittek.

Aus der Sicht des BUND sollte zunächst der Anschluss der Emil-Figge-Straße an die B 1 abgewartet werden, bevor weitere Überlegungen über die Achse Vogelpothsweg/Gardenkamp angestellt werden. Die Anbindung würde den Anwohnern an der Palmweide mehr Entlastung bringen als der Gardenkamp-Ausbau.

Für die Eichlinghofer CDU war "die Durchsetzung des Ausbaus unter den offensichtlich falschen Planungsvoraussetzungen und ohne Rücksicht auf die Anwohner" seit jeher "ein Schlag der in Dortmund bestimmenden politischen Kräfte gegen die Bevölkerung Eichlinghofens und des Gardenkamps", wettert hingegen Ortsunions-Vorsitzender Otto Rüding.

"Die politische Mehrheit von Rot-Grün ist hier offensichtlich noch nicht soweit, wissenschaftliche Erkenntnisse der TU Dortmund zu würdigen und umzusetzen", so Rüding und verspricht: "Auch wenn die formalen Beschlüsse den Ausbau des Gardenkamps legalisieren, werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, eine für alle optimale und wissenschaftlich fundierte Lösung zu finden, die den Hau-Ruck-Pragmatismus außen vor lässt."

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